Mall Girl


15.5., 20:00, St. Spiritus, Pop Norway mit Mall Girl und Isák

Mall Girl ist eine junge norwegische Popband, die binnen kurzer Zeit für ihre energiegeladenen Liveshows bekannt wurde. Ihr Sound verbindet Anklänge an 1980er Pop, Noise, Math-Rock sowie Indie. Das Resultat ist eine herrlich befreiende, spielerische Musik.

Die catchy Artpop-Band von Eskild, Bethany, Iver und Veslemøy erlebte einen raschen Aufstieg, nachdem sie ihr erstes Konzert im Februar 2018 spielte. Wenige Monate später lud sie den Song „Slay Queen“ auf Soundcloud hoch. Als dieses Lied auf der Talentplattform des norwegischen Radio- und Fernsehsenders NRK empfohlen wurde, begann auch die internationale Musikbranche an die Tür zu klopfen. Im Lauf des letzten Jahres hat Mall Girl auf großen skandinavischen Festivals wie Øya, Roskilde und By:Larm gespielt. (Foto: Anna Rogneby)

Karmen Rõivassepp Quartet


FR 8.5., 20:00, Theater, Danish Jazz Celebration mit Karmen Rõivassepp Quartet und Alvin Queen Trio „A Tribute To Oscar Peterson“

Seit ihres Umzugs von Estland nach Dänemark 2012 hat die Jazzsängerin und Komponistin Karmen Rõivassepp mit fester Basis in der Jazzszene von Århus ein ständig wachsendes Publikum erreicht. Ihre fast instrumentengleiche Art zu singen, der klare, helle Klang ihrer Stimme und ihre spielerische Improvisation begeistern nicht nur in den Jazzclubs. Auch Großensembles wie Danmarks Radio Big Band und das Aarhus Jazz Orchestra hat Karmen Rõivassepp inspiriert, mit ihr als Solistin Konzerte zu geben. Ihr Quartett mit den jungen Musikern Simon Gorm Eskildsen (Klavier), Adrian Christensen (Bass) und Daniel Sommer (Drums) interpretiert eigene Songkompositionen und klassische Jazzlieder im frischen Sound und mit unbeschwerter, charmanter Bühnenpräsenz.

Karmen Rõivassepp wurde 1993 in Estland geboren. Dort wuchs sie in einer musikalischen Familie auf, in der alle Kinder Klavierspielen lernten. Auf diese Weise wurde sie mit der Jazzharmonik vertraut, was wiederum ihre Virtuosität im Scat-Gesang beflügelte. 2012 begann sie ihre Ausbildung am Jütländischen Musikkonservatorium in Århus.

„The bandleader’s vocals are striking in their purity, her range and her pitching impressive. And she’s harmonically inventive when decorating melodies with intricate, scat-sung phrases […].“ (Thomas Rees, Downbeat Magazine, 2018)

Nordischer Klang Special: Ellen Bødtker & Jan Erik Vold – Once Upon a Summer

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DO 24.10.2019, 20:00, Koeppenhaus – Literaturzentrum Vorpommern, Eintritt 8/5 Euro, nur Abendkasse, Reservierungen per Email an: nokl@uni-greifswald.de

Die norwegische Soloharfenistin und Komponistin Ellen Bødtker ist bekannt für ihre Crossover-Projekte. Mit ihrem Landsmann Jan Erik Vold, dem Grand Old Man der norwegischen Lyrik, hat sie einen Duopartner gewählt, der als Rezitator seiner eigenen Texte zu den besten Jazz&Poetry-Künstlern der Welt zählt, was 20 Alben u.a. mit Jan Garbarek, Chet Baker und Bill Frisell dokumentieren.
Wie gut ihre Musik mit Volds Poesie harmoniert, wurde Ellen Bødtker auf einer gemeinsamen Tournee in Japan 2013 klar. Sie erzählt: „Wir sausten mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen durch die japanische Landschaft und lasen Gedichte. Ich entdeckte die Verwandtschaft von Volds Haiku-Gedichten und der japanischen Klangwelt der Harfe. Eine Idee war geboren.
Once Upon a Summer ist eine musikalische und poetische Reise durch mehrere Kontinente, entlang der Schienen der Poesie. Die Texte aus Jan Erik Volds vielseitigem Universum geben dem Meer, dem Sommer, dem See und den Menschen Leben – wie zum Beispiel dem Einsiedler Zuikan, der nach sich selbst ruft.
Beim Blick aus dem Zug auf die japanischen Dörfer wurde mir klar, wie viel sie mit den norwegischen gemeinsam haben. Musikalisch habe ich mich inspirieren lassen von einem weiten Spektrum von Klangfarben, orientalischen und norwegischen, sowie von Jan Erik Volds Poesie.“

Ellen Bødtker wurde an den Musikhochschulen in Oslo, Wien und Richmond (Indiana) ausgebildet. Bekannt wurde sie durch mehrere Sendungen im Norwegischen Fernsehen. Als Solistin spielte sie u.a. mit der Oslo Sinfonietta und Oslos Philharmonischem Orchester. Daneben hat sie eine Reihe CDs im eigenen Namen herausgegeben, u.a. zu Texten von norwegischen Klassikern wie Lars Saabye Christensen, Sigbjørn Obstfelder und Jan Erik Vold (Sommeren der ute / Sommer dort draußen, Losen Records 2015).

Jan Erik Vold (*1939) ist einer der bedeutendsten Dichter Norwegens. Gleichfalls ist er als Essayist und Übersetzer tätig. So hat er Werke u.a. von Samuel Beckett, Peter Bichsel, Bob Dylan und Robert Creeley übertragen. Bis heute sind mehr als 20 Gedichtbände erschienen, von denen viele ins Deutsche, Englische, Spanische, Schwedische und Polnische übersetzt wurden. Zuletzt erschien auf Deutsch das Buch „Die Träumemacher Trilogie“ (Kleinheinrich Verlag 2019), das drei Gedichtbände Volds aus den Jahren 2002 bis 2011 versammelt. Sein Übersetzer, der Greifswalder Skandinavist Walter Baumgartner, wird das Buch an diesem Abend kurz vorstellen.
Jan Erik Vold schnörkellose Lyrik folgt einer einfachen, konkreten Diktion und hält in ihrer Verdichtung viele starke Pointen bereit. Als Jazz&Poetry-Rezitator eigener und weltliterarischer Poesie ist er in Timing, Phrasierung und nahezu singender Stimmführung seinen Mitmusikern ebenbürtig. Vold liest seine Texte zu Ellen Bødtkers Musik in eigener englischer Übersetzung und in Walter Baumgartners deutscher Übertragung. (Foto: Morten Rakke)

Litauisches Kanklės-Konzert mit Viktorija Blažaitytė


FR 12.7.19, 15:00, Boddenhus, Eintritt frei. Eine Veranstaltung des Boddenhus und der Volkssolidarität Nordost e.V.

Die junge litauische Musikerin Viktorija Blažaitytė wurde in Alytus im Süden Litauens geboren. Inzwischen lebt sie in Kaunas und hat dort kürzlich die 11. Klasse des Juozas-Gruodis-Konservatoriums beendet.
Schon seit der 3. Klasse spielt Viktorija ein traditionelles litauisches Zupfinstrument – eine Art Zither (lit. kanklės). Mit einem Ensemble der Musikschule ihrer Heimatstadt nahm sie in den zurückliegenden Jahren u.a. an Festivals in San Marino, Montenegro, Griechenland und Kroatien teil. Nun möchte sie ihr Können auch als Solistin unter Beweis stellen. Beim Sommerfest des Instituts am Sonnabend sorgten ihr kleiner Bruder und die nasse Witterung allerdings dafür, daß das Instrument verstimmt war.
Am Freitag, dem 12. Juli, wird sie in einem halbstündigen Konzert im Greifswalder „Boddenhus“ alte Volksweisen ihrer Heimat zu Gehör bringen. Der angenehme Klang ihres Instruments wird dem deutschen Publikum ganz sicher gut gefallen.

Fest des Nordens