Ausstellung: „Das Meer – Drei Künstler aus Kotka“ (FIN)


Ab 24.4., 19:00 Eröffnung in der Rathausgalerie, 2. Teil der Ausstellung im Kulturzentrum St. Spiritus; Eintritt frei!

Drei Künstler aus Greifswalds finnischer Partnerstadt Kotka beschäftigen sich mit dem Meer. In ihren Auseinandersetzungen drücken sie immer auch sich selber und ihr Verhältnis zur Welt aus. Heute verbindet uns das Meer auf den Wellen der Kunst.

Der Maler Olavi Heino
„Ich bin in Kotka geboren und habe hier immer im Zentrum der Stadt gewohnt. Als Kind bin ich oft auf dem Berg am Strand gestanden, habe auf den Kais geangelt oder nur die Schiffe, Boote, Inseln, den Horizont und natürlich das Meer angeschaut. Immer wieder zaubert das Meer Ungeahntes und bleibt uns doch gleichzeitig so vertraut. Das Meer ist wie ein gutes Gemälde, dessen Kraft ewig wirkt.
Meine Gemälde stammen aus den beiden Serien „Meer“ und „Kai“. Ich habe an diesen Serien zehn Jahre gearbeitet. Ich beschäftige mich mit diesen Themen mit der ganzen Seele. Die Meer-Serie ist von meiner Kindheit inspiriert. Ich male auch oft meine Tochter Anna-Sofia.“

Der Grafiker Juho Karjalainen
„In meiner Jugend wohnte ich an einem großen See. Wir brauchten das Boot für Einkaufsfahrten und zum Fischen. Die ersten Schönheitserlebnisse waren für mich die Linien der Bootsplanken und die Fuge der Planken am Kiel. Es ist beeindruckend wie angesichts der Umgebung und der Funktion vollkommene Formen entstanden sind. Ein Boot vom See aus Savo und ein auf tiefer See gesegelter Klipper sind auf gleiche Weise funktionell und vollkommen. Meine Radierungen erzählen von den Gefühlen meiner Jugend, aber vor allem sind sie Verdichtungen meiner erwachsenen Zeit.“

Der Fotograf Juha Metso
Juha Metso ist sowohl als Presse-Fotograf als auch als Fotokünstler erfolgreich gewesen. Begonnen hat Juha Metso (Juha Auerhahn) als Naturfotograf. Damals waren Vögel sein Motiv, die auch heute noch in einigen seiner Werke zu sehen sind. Obwohl die meisten seiner Werke ironisch oder humoristisch sind, enthalten sie doch oft auch ernste Erwägung über Themen wie Recht und Unrecht, Tod und Kulturerbe.
„‚Die Pforte des Wassers‘, eine Serie von Bildern zum Klimawandel, stammt aus der Zeit der großen Kälte. Die ältesten Spuren des Festlandeises sind 2.300.000 Jahre alt, danach wurde es wärmer. Während der Eiszeit gab es wärmere und kältere Perioden. Eisfelder wuchsen und schrumpften. Der Klimawandel bedeutet einen durch Menschen verschuldeten Zuwachs der Treibhausgase in der Atmosphäre und den daraus resultierenden Anstieg der Erdtemperatur. Meine Werke zeigen lokale und globale Wirkungen der Erderwärmung; sie erzählen auch von der Gewinnsucht des Menschen.

Der 2. Teil der Ausstellung ist im Kulturzentrum St. Spiritus zu sehen. Hier zeigt auch der Bildhauer Heinrich Zenichowski seine Werke zum Thema „Meer“.