Ausstellungseröffnung: Der halbfertige Himmel – Grafische Arbeiten von Sarah Fischer zu Gedichten Tomas Tranströmers

zusammenschnitt

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 7.5., 17:30, Rathausgalerie; Eintritt frei!
Ausstellungsdauer: 8.5.-19.6.

»Kriechende Schatten…
Wir sind im Wald verirrt
im Klan der Morcheln.«

Tomas Tranströmer gilt als einer der bedeutendsten schwedischen Lyriker der Gegenwart. Für seine Lyrik der komprimierten Bilder bekam er 2011 den Nobelpreis für Literatur verliehen. Starke konzentrierte Bilder, die vom Wunderbaren wie auch Unheimlichen des Menschseins erzählen, prägen sein literarisches Werk. Ein wiederkehrendes Motiv ist der Wald als Raum einer positiven Abgeschiedenheit und Geborgenheit, ein Raum der Ursprünglichkeit. Der Wald wird zum Zufluchtsort, an dem der Mensch abseits der Zwänge und der Enge der Zivilisation als Teil der Natur sein kann, wie er ist.

Diese Thematik aufgreifend schuf Sarah Fischer 2013 als Abschlussarbeit ihres Studiums der Skandinavistik und der Bildenden Kunst eine grafische Serie zu den Gedichten Tomas Tranströmers. In der Auseinandersetzung mit den Motiven Wald und Baum entstanden monochrome Grafiken, die den Betrachter in surreal anmutende Szenerien und Landschaften führen. Konkrete Gegenstände werden im Zusammenspiel von Fläche und Linie in neue Zusammenhänge gesetzt, durch das Anlegen verschiedener Bildebenen mit transparentem Zeichenpapier entstehen Bilder mit einer klaren linearen Sprache. Für die grafische Reihe »Der halbfertige Himmel« wurde Sarah Fischer 2013 mit dem 1. Preis der INSOMNALE – der studentischen Wettbewerbsausstellung des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald ausgezeichnet.