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Offene Friedrichsche Seifenwerkstatt – „Schwedische Seife?“ – Kleiner Rundgang durch die Werkstätten und anschließendes Seifengießen

Samstag, 6.5., 13:00, Caspar-David-Friedrich-Zentrum, 3,5/2,5 € (zzgl. Materialkosten)

Eine Veranstaltung des Caspar-David-Friedrich-Zentrums

Was ist Linsåpa? Und was hat der schwedische Privatgelehrte und Apotheker Carl Wilhelm Scheele (1742-1786) mit der Seifenherstellung zu tun? Welchen Einfluss hatte Schweden auf das Seifengeschäft der Familie Friedrich? Auf einem kleinen Rundgang um 13 Uhr durch die Friedrichschen Werkstätten werden diese Fragen beantwortet. Anschließend können in der Seifenwerkstatt Seifen in den Farben der schwedischen Flagge, mit Friedrich- und Schwedenmotiven gegossen werden.

Caspar David Friedrich und Schweden – Führung vom Caspar-David-Friedrich-Zentrum zum Pommerschen Landesmuseum

Samstag, 6.5., 10:00, Caspar-David-Friedrich-Zentrum, 4,5/2,5 €

Eine Veranstaltung des Caspar-David-Friedrich-Zentrums

War Caspar David Friedrich ein Schwede? Welchen Einfluss hatte Schweden auf das Leben und Werk des romantischen Landschaftsmalers? Tauchen schwedische Motive in Friedrichs Bildern auf? Diesen und vielen weiteren Fragen wird auf einem Rundgang durch das Caspar-David-Friedrich-Zentrum und dann weiter zum Pommerschen Landesmuseum auf den Grund gegangen.

Treffpunkt: Caspar-David-Friedrich-Zentrum
Dauer: ca. 90 min

Infoforum – Comic im Norden

Montag, 8.5., 10:00, Institut für Fennistik und Skandinavistik,
Dienstag, 9.5., 10:00, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg,
Eintritt frei

Lange identifizierte man den Comic mit Schundheften oder hielt ihn für den missglückten Bruder der Kinderliteratur. Um dieses Image abzustreifen, lancieren die Verlage seit vielen Jahren den Begriff „graphic novell“ oder „graphische Literatur“. Gleichzeitig präsentiert sich die lebendige Comicszene der nordischen Länder auf eigenen Festivals und macht mit Preisen und Auszeichnungen auf sich aufmerksam. Durchaus mit Erfolg: So werden im Feuilleton der nordischen Presse immer häufiger Comic-Neuerscheinungen wie andere Romane auch rezensiert.  Bestes Zeichen der kulturellen Anerkennung ist vielleicht die Tatsache, dass dem Dänen Halfdan Pisket als erstem Comickünstler überhaupt 2015 das dreijährige staatliche Stipendium von Statens Kunstfond verliehen wurde.

So sehr die Comicszene in den nordischen Ländern auch blüht, die Forschung (auch in den nordischen Ländern) beschränkt sich im Wesentlichen auf amerikanische und franko-belgische Comics. Das Informationsforum möchte deshalb der skandinavistischen Forschung einen kleinen Anstoß geben, auch das Material der eigenen Sprachen aus wissenschaftlicher Perspektive wahrzunehmen.

(Fotos: Vincent Roth)

Podiumsdiskussion – Rechtspopulismus in Nordeuropa

Mittwoch, 10.5., 18:00, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Eintritt frei

Aktuell sehen sich zentrale Elemente der europäischen Demokratien fundamentaler Kritik ausgesetzt. Parteien und Politiker verlieren an Vertrauen („sind eh alle gleich“), die Objektivität der Medien wird in Frage gestellt („Lügenpresse“) und die Idee „einer immer engeren Union der Völker Europas“ findet kaum noch Anhänger. Besonders vehement wird diese Kritik von rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen vorgebracht, die in weiten Teilen Europas große Zustimmung genießen. Auch in Nordeuropa – was angesichts der starken sozial- und wohlfahrtsstaatlichen Ausrichtung und der Tradition innerskandinavischer Zusammenarbeit auf den ersten Blick überraschen mag.

Im Rahmen des Kolloquiums werden Entstehung, Erfolge und Unterschiede der Rechtspopulisten diskutiert. Gemeinsam mit drei fachkundigen Experten aus Skandinavien werden wir uns dem Phänomen Rechtspopulismus in einer Diskussion aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Dabei soll es etwa darum gehen, welche gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen die Erfolge rechtspopulistischer Parteien befördert haben und wie diese wiederum den gesellschaftlichen Diskurs – etwa mit Blick auf die Europäische Integration oder Einwanderung – verändert haben. Geleitet wird die Diskussion von Prof. Dr. Hubertus Buchstein und Prof. Dr. Jochen Müller.
Es diskutieren:
♦ Martin Hansen (Brunel-Universität London)
♦ Anders Hellström (Universität Malmö)
♦ Ov Cristian Norocel (Universität Helsinki)

Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden. Fragen aus dem Publikum sind selbstverständlich auch auf Deutsch möglich.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Inneres und Europa / Mecklenburg-Vorpommern

Kammermusik aus dem Ostseeraum


Samstag, 6.5., 16:00, Pommersches Landesmuseum, 5/3 €

Hier geht’s zum Vorverkauf!

Über einen Zeitraum von über 150 Jahren gehörten Greifswald und Kymi – die Stammgemeinde, aus der später die Stadt Kotka hervorging – zum Königreich Schweden. Das Konzert, zu dem sich Lehrkräfte aus den Musikschulen der drei Städte zusammenfinden, ist also nicht nur eine aktuelle Kooperation zwischen drei Partnerstädten aus dem Ostseeraum, sondern hat auch einen historischen Bezug. Musikalisch bringt jeder der Orte seinen ganz eigenen Beitrag ins Programm ein, das ein Kaleidoskop aus 200 Jahren Kammermusik von den Küsten der Ostsee ist:

Aus Lund kommt die virtuose Hornsonate von Gunnar Jansson, die erstmals in Deutschland gespielt wird. Kernstück des Greifswalder Beitrags ist das gewichtige Sextett f-moll von Joachim Nikolaus Eggert, einem veritablen Pommernschweden – geboren auf Rügen, gestorben in Östergotland. Mit seiner Besetzung aus Klarinette, Horn und Streichquartett (mit Kontrabass) ist das Stück schon fast kammersinfonisch zu nennen. Kotka steuert mit Uuno Klami Musik von Kymis wohl wichtigstem, im Ausland aber wenig bekannten Komponisten bei, sowie zahlreiche andere Werke aus der so produktiven Phase der finnischen Spätromantik und frühen Moderne. Natürlich darf dabei im Zeichen von Finnlands 100jährigem Jubiläum auch Jean Sibelius nicht fehlen – der finnische Nationalkomponist, der jedoch fast ausschließlich schwedischsprachige Lyrik vertonte. Und selbst zwei Klassiker des finnischen Tangos passen gut in diesen abwechslungsreichen und doch vielseitig miteinander verwobenen Reigen nordischer Musik.

Joachim Nikolaus Eggert (1779-1813): Sextett f-moll für Klarinette, Horn und Streichquartett mit Kontrabass

Niels Wilhelm Gade (1817-1890): 4 Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op.46

Jean Sibelius(1865-1957): Nocturne Op. 51/3 für Flöte und Klavier

Oskar Merikanto (1868-1924): Kun päivä paistaa (Wenn die Sonne scheint) op. 24/1, Text: Hilja Haahti

Jean Sibelius: Flickan kom ifrån sin älsklings möte (Das Mädchen kam vom Rendezvous) op. 37/5, Text: Johan Ludvig Runeberg

Erkki Melartin (1875-1937): Rondo aus der Sonatine G-dur Op. 135a für Flöte und Gitarre

Uuno Klami (1900-1961): Prelude Nr. 3 „Valse quasi caprice“ und Barcarole op. 5 für Klavier

Helvi Mäkinen (1902-1988): Kotkan ruusu (Die Rose von Kotka), Text: Leo Anttila, Bearbeitung: Esa Ylönen

Toivo Kärki (1915-1992): Täysikuu (Vollmond), Text: Reino Helismaa, Bearbeitung: Mikko Helenius und Esa Ylönen

Tauno Pylkkänen (1918-1980): Pastoraali (Pastorale) für Klarinette und Klavier

Gunnar Jansson (*1944): Sonata per corno in fa e pianoforte (Deutsche Erstaufführung)

Markku Klami (*1979): Cinque miniature für Gitarre (Deutsche Erstaufführung)

Lehrkräfte der Musikschulen Kotka, Lund und Greifswald

Kotka:

Ossi Näveri, Gitarre
Leena Arffman, Sopran
Noora Karjalainen, Flöte
Esa Ylönen, Klavier
Ilmari Hauer, Klarinette

Lund:

Joakim Casagrande, Horn

Greifswald:

Carsten Witt, Klarinette
Angelica Butnaru, Violine
Ingrid Hafner-Teutschbein, Viola
Hanna Silvennoinen, Violoncello
N.N., Kontrabass
Alexander Girod, Klavier