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8.5. – Spuren in Eis und Schnee


©Noëmi Grimm

ISHAV – das bedeutet Eismeer. Und von diesem ist die Künstlerin Ilka Raupach fasziniert. Die gelernte Elfenbeinschnitzerin eröffnete gestern ihre Ausstelltung mit dem mystisch klingendem Namen ISHAV – Spuren in Eis und Schnee. Begeistert von diesen vergänglichen Materialien, ist sie Spezialistin im Umgang mit diesen geworden.
In der Ausstellung sind ihre Fotografien, sowie  eindrucksvolle grafische und skulpturale Arbeiten noch bis zum 29.5. im 2. Stock des Kulturzentrums St. Spiritus zu sehen.

Das Sinfonieorchester der Universität Greifswald präsentierte zusammen mit Schauspieler Christian Holm Frederick Delius‘ „Auf dem Hochgebirge“, ein Melodram nach dem Gedicht von Henrik Ibsen; und das als Welterstaufführung der Originalfassung, zu dem ins Deutsche übersetzten Text. Dramatisch und eindringlich, aber auch ganz leise, schwebte die Stimme Christian Holms über der großen Musik, die das Orchester zum Leben brachte.
Passend zum Norwegischen Motto des Abends spielte das Uni Sinfonieorchester noch Edvard Griegs beliebte Suite „Aus Holbergs Zeit“.


©Noëmi Grimm


©Noëmi Grimm

7.5. – Von Mondnazis und Sex Magick Wizards


©Noëmi Grimm

Inzwischen ist es Dienstag geworden und das Informationsforum zum Wohlfahrtsstaat ging in die zweite Runde. Vielen Dank an alle Gäste – schön, dass ihr da wart!
Am frühen Abend gab es eine Lesung von und mit Johanna Sinisalo, die das Genre „finnish weird“ begründete, und über ihr Buch „Renate und die Mondnazis“ zusammen mit Übersetzer Stefan Moster sprach und las.

Im St. Spiritus wurde es magisch!
Zur Sámi Session ertönten lieblicher Joik – gespielt vom Kasja Balto Trio. Die drei Norwegerinnen verzauberten mit traditionellen und modernen Klängen sowie emotionalem Gesang.
Heftiger wurde es bei den Sex Magick Wizards. Virtuos, experimentell, dreckig – die fünfköpfige Band um Gitaristen Viktor Bomstads sorgte für einen intimen, gelungenen Abend.


©Noëmi Grimm


©Noëmi Grimm

6.5. – eruptives Island & feuriges Finnland


©Noëmi Grimm

Informativ und vielfältig startete der gestrige Festivaltag. Das Wissenschaftsforum ‚Erzählungen vom Wohlfahrtsstaat: Idylle oder Zwangsjacke?‘ lenkte den Blick auf die Arbeiterliteratur, die sowohl in Prosa als auch in dichterischer Form vorlag. 
Wie und warum die Arbeiterliteratur über die Vergangenheit lehrt, wurde von vier Rednern anschaulich besprochen. Das war der erste Teil eines zweitägigen Kolloqiums, das heute in die zweite Runde geht.
Mit auf die Lava-Insel Island nahm Arthúr Bollason. Sein Buch erzählt auf humorvolle Weise über  Island und seine Geschichte. Die Zeit verging wie im Flug, als der Autor lebhaft und mit Witz die Eigenheiten seines Landes präsentierte. 

„Ich muss enttäuschen. Feen suchen ist kein Isländischer Nationalsport!“ (A. Bollason)

Feurigen finnischen Flamenco spielte das Joonas Widenius Trio.
Die erfahrenen Musiker führten auf eine Reise in Wärme und Duft, sowie in arktische Frische. Leicht, federn und boreal, brummend – wie ein Traktor, der die Welt bereist. 

 
©Noëmi Grimm

5.5. – Musik mit viel Herz


©Noëmi Grimm

Am  Sonntag hieß es Musik pur!
Beim Partnerstädtekonzert Greifswald und Lund begeisterte das stimmige Zusammenfließen von Musikern und Instrumenten, die sich während des Konzertes immer wieder zu neuen Ensembles zusammenfanden.
Ein schönes musikalisches Erlebnis; besonders war auch der Blick ins Grüne – ein Auftritt, der alle Sinne betörte.
Am Abend ging es herzlich weiter: Zum Motto „Global Songs“ entzückten das brasilianisch-estnische Obi Trio mit charmantem Bossa Nova und Samba. Tanzbar und belebend wurde der Abend durch die drei erfahrenen Musiker gestaltet.
Ein Abend voller nordischer Frische und brasilianischem Temperament!