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Irmelin (S) – North Sea Stories


SA, 11.5., 15:00, Altes E-Werk; Eintritt: 8/5€

Das Vokaltrio Irmelin besteht aus den Sängerinnen Eva Rune, Maria Misgeld und Karin Ericsson Back, deren musikalische Herzen in den Folktraditionens Schwedens und Nordeuropas schlagen. Ihre A Capella-Kunst berührt tief, wenn ihre drei Stimmen in den Raum abheben. In ihrem Programm North Sea Stories stechen sie in See, um Weisen aus Schweden und Norwegen mit Liederperlen von den Färöern und aus Shetland, Schottland und England zu vereinen. Das Trio besteht seit 1999 und hat bisher zwei Alben herausgebracht. Ein drittes segelt in kürze in den Hafen ein. Und im fernen Taiwan haben sie 2008 die Silbermedailie im internationalen A Capella-Wettbewerb gewonnen. Bisher am schönsten hat Peter Schwingle, ein Herr aus New York, wo sie letztes Jahr auftraten, das Konzerterlebnis mit Irmelin beschrieben:
„Diesen drei Ladies gelingt es mühelos, einfach jede Note aus der Luft zu greifen und mit Harmonien zu unterfüttern, als würde man in den Wolken schweben. Wie mit Nägelchen bauen sie dann mit Dissonanzen die Spannung auf, so dass man vor Aufregung auf der Stuhlkante sitzt, nur um dann alles wieder in pure Euphorie aufzulösen. Beim Erschaffen von rhythmische Harmoniefundamenten und Melodien im Frage-und-Antwort-Stil erfüllen ihre Stimmen den Raum mit beruhigenden und angenehmen Klängen.“ (Foto: Olof Misgeld)

www.irmelin.nu

Autorenlesung mit Pedro Carmona-Alvarez (N): „Das Wetter änderte sich, es wurde Sommer und so weiter“


MO, 13.5., 20:00, Literaturzentrum Vorpommern, Koeppenhaus; Eintritt: 3€

„Er ist aus New Jersey. Sie ist aus Oslo. Sie treffen sich in New York Ende der 50er Jahre. Sie verlieben sich. Sie heiraten und ziehen nach Asbury Park. Sie bekommen zwei Mädchen, die einige Jahre später bei einem Unfall sterben. Ein Leben in Schwarz. 1967 ziehen sie nach Norwegen. Ein Jahr später bekommen sie ihre Tochter Maria.“ Und weiter: „Das Wetter änderte sich, es wurde Sommer und so weiter ist ein kleiner Roman über die großen Dinge – über Liebe, Verlust, Entbehrung und Wurzellosigkeit, über das Leben in einer Tragödie und das Aufwachsen im Schatten des Todes.“ Das steht auf dem Rücken des Buches, aber traurig macht die Lektüre nicht. In Norwegen wurde der 2012 erschienene Roman von Pedro Carmona-Alvarez sehr gut von den Lesern und der Kritik aufgenommen, wobei insbesondere sein „mitreißender Stil“ (VG) und seine „poetische Erzählkunst“ (Bergensavisen) gelobt wurden.
Pedro Carmona-Alvarez wurde 1972 in La Serena, Chile, geboren. Wegen der politischen Aktivitäten seines Vaters floh die Familie nach Argentinien. Als er 12 war zogen sie nach Norwegen. 1997 debütierte er mit Lyrik; Prosa, Nachdichtungen vor allem aus dem Spanischen, und Essays folgten. Seinen Durchbruch als Romancier erlangte er mit dem großen Generationenroman Rust (2009; Rost). Pedro Carmona-Alvarez kann darüber hinaus nicht nur Hunde umdrehen, sondern er ist auch Sänger, Musiker und Songschreiber in verschiedenen Bands, darunter in Sister Sonny oder in seinem Soloprojekt Moonpedro & The New Farm Street Orchestra. Dylan und Cohen haben es ihm musikalisch angetan; aber auch Charlie Parker, yes!
Die deutsche Übersetzung von Pedro Carmona-Alvarez’ Roman „Das Wetter änderte sich, es wurde Sommer und so weiter“ wird zur Frankfurter Buchmesse 2013 im Open House Verlag erscheinen. Den Abend moderieren Frithjof Strauß (Nordischer Klang) und Laura Baier (Skandinavistik-Studentin an der Humboldt-Universität Berlin). (Foto: Eva Lene Gilje Østensen)

Mit Unterstützung von NORLA (Norwegian Literature Abroad)

Vilma Timonen Quartet (FIN)


Montag, 6.5., 20:00, Kulturzentrum St. Spiritus; Eintritt: 10/6€

In Finnland nennt man die zitherartige Kantele gerne das „Nationalinstrument“, so als würde aus ihr seit nebulösen Urzeiten die Finnenseele schallen. Aber die Kantele hat auch eine glänzende Zukunft als „Internationalinstrument“, weil sie in ihrer Begegnung mit anderen Musikkulturen Sounds entwickeln kann, die einen Regionalbezug weit hinter sich lassen. Das zeigt beeindruckend die Musik des Vilma Timonen Quartets, die in traditionellen Melodien und Eigenkompositionen Folklore, Pop und Jazz verbindet. Vilma Timonen erschafft ihre Musik im ständigen Dialog mit dem Formenschatz der Weltmusik – oder besser gesagt mit den Musiken der Welt –, und sie ist eine Pionierin der elektrischen Kantele. An der Sibelius Akademie unterrichtet sie u.a. im Studiengang Global Music. Ihr Quartett bekam 2009 für die CD „Forward“ die Auszeichnung für das beste Ethno-Album in Finnland. Mitbeteiligt an diesem Erfolg sind Bassist Ape Anttila, der 2002 mit dem quirligen Lenni Kalle Taipale Trio in Greifswald auftrat, und Drummer Mikko Hassinen, auch er ein gefragter Sideman in der finnischen Jazzszene. Der hervorragende Gitarrist Topi Korhonen hat dagegen einen Folklore-Hintergrund. Schon 2001 bewies er beim Nordischen Klang im Duo Pole Pole mit dem aus Tansania stammenden Kantelespieler Arnold Chiwalala, dass Finnland auch tropische Saiten zu bieten hat. (Foto: Sami Mannerheimo)

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft e.V.

http://www.vilmatimonen.com/

Ausstellung: „Alltäglich fantastisch – Kindergeschichten aus Finnland“


29.4.-25.5., Stadtbibliothek Hans Fallada; Eintritt frei!

Wer ist Ella und wieso ist ihre ganze Klasse samt Lehrer sitzen geblieben? Wie funktioniert der Ekelzutatenentferner von Tatu und Patu? Wer sind eigentlich Maunz und Wuff, und wieso will Wuff auf dem Rasen Ski laufen? Was passiert, wenn ein Hund sich ein Mädchen wünscht? Die Antworten erfährt man in dieser Ausstellung über Kindergeschichten aus Finnland.
Der finnischen Kinderliteratur geht es im deutschen Sprachraum gut. Das ist auch kein Wunder, denn die Qualität spricht für sich: So erhielt beispielsweise Aino Havukainens und Sami Toivonens „Tatu und Patu und ihre verrückten Maschinen“ den von einer Kinderjury vergebenen Deutschen Kinderbuchpreis. Der Anzahl übersetzter Titel ist groß und wird auf dem Weg zur Frankfurter Buchmesse 2014 mit Finnland als Ehrengast noch weiter anwachsen.
Die Ausstellung zeigt nicht nur spannende Illustrationen, sondern auch komplette Buchseiten mit den deutschsprachigen Texten, so dass man auch die Lektüre genießen kann und zum Weiterlesen inspiriert wird. Dies ist auch direkt vor Ort in der Ausstellung möglich, da sie von einer Bücherkiste begleitet wird, und eine gemütliche Leseecke zum Verweilen einlädt. Und wer dabei eine neue, spannende literarische Bekanntschaft für sich, für seine Enkelkinder, Lesepatenkinder oder die Erstklässler der Nachbarschule entdeckt, muss nur in die nächste Buchhandlung gehen, denn alle in der Ausstellung vorgestellten Bücher sind zurzeit auch lieferbar. (Text: Finnland-Institut; Foto: © Finnland-Institut. Fotografin: Samantha Dietmar/LALU Creation)

Die Ausstellung wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Alfred Kordelin Stiftung und des Finnland-Instituts in Deutschland.

Kinderbuchlesung mit Tiina Nopola (FIN): „Siiri schießt ein Tor“


Mittwoch, 8.5., 9:00 & 11:00, Stadtbibliothek Hans Fallada, Eintritt frei!

Fußball spielen, das ist Siiris größtes Hobby. In einer Mädchenmannschaft möchte sie zusammen mit ihren Freundinnen Tore schießen. Doch das ist anfangs gar nicht so leicht: Sie ist die kleinste in der gesamten Mannschaft, und den Ball immer richtig zu treffen ist schwieriger als gedacht. Deshalb wird sie vom Star des Teams gehänselt. Zuerst ist Siiri verunsichert, aber so leicht gibt sie nicht auf…
Auf humorvolle und trotzdem einfühlsame Weise erzählt die finnische Kinderbuchautorin Tiina Nopola die Geschichte der kleinen Siiri. Wer wissen möchte, wie es weitergeht, und was das Mädchen sonst noch erlebt, ist herzlich in die Stadtbibliothek eingeladen. Hier wird Tiina Nopola im Rahmen ihrer Lesereise durch ganz Deutschland aus ihrem Buch „Siiri schießt ein Tor“ lesen, das unter anderem Themen wie das Finden von Selbstsicherheit und von Stärke behandelt. Dieses von Mervi Lindman illustrierte und von Greifswalder Fennistik-Studierenden übersetzte Buch ist Teil einer ganzen Kinderbuchreihe über das Mädchen Siri. Bisher sind elf Titel in Finnland erschienen.
Aber Tiina Nopola kommt nicht alleine. Sie bringt nämlich ihre Schwester Sinikka mit. Zusammen haben die beiden bis jetzt über 50 Werke (und das nicht nur für Kinder) verfasst. Diese Gemeinschaftsbücher sind in Finnland sehr beliebt, einige wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt, verfilmt oder auch als Musiktheater aufgeführt. Zu letzterem hat sogar der finnische Jazzmusiker Iiro Rantala die Musik geschrieben, und der ist spätestens seit seiner Auszeichnung mit dem Echo 2011 auch in Deutschland wohlbekannt.

(Foto: Jukka Lehtinen; Buchcover: © Tammi Verlag, Helsinki)