Jes Holtsø & Morten Wittrock Band (DK)


Samstag, 11.5., 19:30, St. Spiritus, Abschlussfest mit Jes Holtsø & Morten Wittrock Band und Simone Moreno „Planetas“; Eintritt: 12/8€

Bürgerlich heißt er Jes Holtsø, doch die meisten kennen ihn unter seinem Filmnamen: Börge. Als Kind spielte er den Sohn von Kjeld und Yvonne, der immer zur Stelle war, wenn die Olsenbande für ihre verzwickten Pläne eine helfende Hand (und einen kühlen Kopf!) brauchte. Später konnte man Jes Holtsø in der Rolle des pubertierenden William Olsen in der TV-Serie „Oh, diese Mieter“ („Huset på Christianshavn“) erleben. Dann wurde es lange still um ihn…
Jetzt ist Jes zurück und singt uns den Blues. Seine Haare sind nicht mehr so lang und seine Brillengläser nicht mehr so kugelrund, aber sein unwiederstehliches augenzwinkerndes Lächeln ist das gleiche geblieben. Mit großer Liebe zur Musik, Enthusiasmus und dem Herzen am rechten Fleck singt er ein packendes Repertoire aus Blues, Rock und Soul. Ihm zur Seite steht Bandleader Morten Wittrock am Klavier und an den Keyboards, der zusammen mit seiner Band mitreissenden, groovy Sound erschafft. Selbst abgebrühte Blues- und Soulhörer bekommen hier neuen Stoff für die Ohrmuscheln.
Jes Holtsø und Morten Wittrock lernten sich 2009 kennen, als Morten die Aufgabe bekam, Jes im der Wettbewerbsshow „Talent“ des Dänischen Fernsehens zu begleiten. Jes schaffte es immerhin bis ins Finale. 2010 gaben die beiden ihr erstes Album heraus, 2012 ihr zweites, und bekamen beide Male sehr gute Kritiken in den dänischen Zeitungen. Letzten Herbst wurde Jes Holtsø auf dem Copenhagen Blues Festival zum „Dänischen Blues Namen des Jahres 2012“ erkoren!

Indra (USA/DK)


Donnerstag, 2.5., 20:00, St. Spiritus; Eintritt: 10/6€

Innerhalb weniger Jahre hat es das Indra-Trio um die aus New York stammende Sängerin Indra Rios Moore von vollkommener Unbekanntheit bis hin zum Danish Music Award geschafft. Im letzten Herbst bekam es diese Auszeichnung von der dänischen Musikbranche für seine zweite CD „In Between“ als das „Beste Vocaljazz-Album 2012“!
Wenn Journalisten über Indra berichten, fallen ihnen gleich die klassischen Sängerinnen der Jazzgeschichte ein, und das mit gutem Grund. Indras warmes Timbre berührt. Die schmetternde Pose liegt ihr fern; stattdessen verleiht sie den Songs eine aus ihrer inneren Ruhe ausstrahlende Glaubwürdigkeit. Diese Gelassenheit kennzeichnet auch ihre Musiker: Thomas Sejthens Bass sorgt für das swingende Feeling, und Benjamin Trærups Saxophon umspielt sanft den Gesang.
Dabei hatte Indra zunächst großes Lampenfieber. Was konnte sie dagegen tun? Sie stellte sich einfach vor, dass alle im Publikum ihre Freunde waren. Und so wie gegenüber Freunden begann sie, kleine persönliche Geschichten mit ihm zu teilen. Die Konzerte haben auf diese Weise einen intimen Charakter bekommen, wobei weniger das Entertainment als die mitmenschlich verbindenden Elemente der Musik im Vordergrund stehen. Und dabei kann Indra so einiges aus ihrem Leben erzählen! Familiengeschichten aus der Lower East Side, karibische Kochrezepte oder Kindheitserinnerungen an ihre puertoricanische Großmutter, eine Immigrantin, die nie so richtig im Geist in den USA ankam. Erfahrungen, die auch Indra als Einwandererin in Dänemark nicht fremd sind. Und sicherlich ebenso nicht für Mary, die vor einiger Zeit mit ihrem Kronprinzengemahl Frederik Indra zu einem Privatkonzert eingeladen hatte.
Jetzt steht die Sängerin kurz vor dem internationalen Durchbruch. Der Produzent Larry Klein, der vor allem für seine Arbeit mit Joni Mitchell, Herbie Hancock und Madeleine Peyroux bekannt ist, wird mit Indra ein Album mit Boleros und Liebesliedern auf Spanisch, Italienisch und Portugiesisch herausbringen. Mit dabei sind zwei der großartigsten kubanischen Musiker: der Pianist Gonzalo Rubalcaba und der Drummer Ignacio Berroa.

indra.dk

Anna María Björnsdottír (IS)


Freitag, 3.5., 20:00, Theater; Eintritt: 12/8€

Mit ihrem Album „Saknað fornaldar“, das Nordic Folk, Pop und Jazz verschmilzt, ist der jungen isländischen Sängerin Anna María Björnsdottír ein dermaßen faszinierendes Debüt gelungen, dass wir sie gleich zu Beginn des Nordischen Klangs im Theater, also im großen Stil, vorstellen möchten. Diese Musik begann sie 2009 zu komponieren, als sie am Rhythmischen Konservatorium in Kopenhagen studierte. Fern von ihrer Heimat las sie die alten isländischen Gedichtbücher, die sie von ihren Großeltern geerbt hatte. Zu diesen alten Texten (von Matthías Jochumsson, Sigurjón Friðjónsson, Eggert Ólafsson, Tómas Guðmundsson, Jón Thoroddsen) und zu einigen neuen Gedichten des jungen isländischen Dichters Sölvi Björn Sigurðsson schrieb sie neue Musik. Mit der Zeit fand sie heraus, dass fast alle ihrer Autoren vor 100 bis 250 Jahren eine bestimmte Zeit lang in Kopenhagen gelebt hatten – so wie sie selbst und so wie ihre Großeltern. Island und Dänemark gehen also in ihren Songs eine magische Verbindung ein. Ebenso wie Vergangenheit und Gegenwart, denn „Sehnsucht nach früher“ heißt das Album nach einem der Gedicht- und Songtitel.
Anna Marias Lieder führen von intimer Einlebung in die Poesie bis hin zu starker Expressivität, wenn sich ihre warme Stimme vom Text löst. Zusammen mit ihr hat der namhafte isländische Gitarrist Hilmar Jensson den Sound ihrer 6-köpfigen Band entwickelt. Er hat mit einer Vielzahl US-amerikanischer und skandinavischer Jazzmusiker gespielt und aufgenommen. In Greifswald ist er mit seiner lodernden Gitarre mit dabei!
Homepage mit Hörproben

Neujahrskonzert mit dem Universitätschor Lund

Freitag, 4. Januar 2013, 19:30, Altes Elektrizitätswerk, Marienstraße 22-24; Eintritt: 8/5

Schwedischer Folk trifft auf Chormusik, wenn die Musikerinnen Emma Reid und Emma Johansson – beide sind sie Absolventinnen der Folkabteilung an der Königlichen Musikhochschule Stockholm – zusammen mit Lunds Akademiska Kör ein Neujahrskonzert geben werden. In einem winterlich (nach)weihnachtlichen Programm erklingen u.a. mittelalterliche Balladen, Choräle des Barock, Tänze der Spielmannsmusik und Luciaweisen in neuen Arrangements von Chorleiterin Cecilia Martin-Löf. Der kraftvoll emotionale Sound des Folk verbindet sich aufs Schönste mit dem präzisen und klaren Gesang des Chores.

Emma Reid – Geige
Emma Johansson – Flöte und Gesang
Lunds Akademiska Kör unter Leitung von Cecilia Martin-Löf

Veranstaltungspartner ist der Kulturverein Nordischer Klang.

Lunds Akademiska Kör: www.lak.se

Unterstützt von

 

Fest des Nordens