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New Nordic Voices: IKI (DK/FIN/IS/N)


Mittwoch, 7.5., 20:00, Theater, New Nordic Voices: Johanna Elina Group & IKI (DK/FIN/IS/N)

Mit IKI wird es wahrhaft internordisch, denn dieses Vokalensemble besteht aus (sieben bis neun) enorm talentierten Sängerinnen der neuen Generation aus Dänemark, Norwegen, Finnland und Island. Man weiß nie, was man hören wird, wenn IKI auf die Bühne kommt, denn die Musik und die Gesangstexte werden ganz und gar improvisiert. Die spontane Gruppen-Interaktion im Hier und Jetzt ist IKIs Philosophie. Dabei kann jede Sängerin die Ausdruckmöglichkeiten ihrer Stimme voll ausreizen. Das Ergebnis ist alles andere als abstrakt-atonal, denn das Ensemble lässt sich von musikalischen Strukturen aus Folk, Klassik, Jazz, Pop, sakraler Musik und Avantgarde inspirieren. Stimmakrobatik und Engelschor – alles ist möglich in dieser abwechslungsreichen und gewitzten Multimusik.
IKIs erstes Album – aus sieben Stunden Improvistaion wählten sie zwölf Stücke für die Veröffentlichung – wurde bei den Danish Music Awards 2011 auf Anhieb zum besten Vocal Jazz Album des Jahres erkoren. Ihr zweites Album, eine Zusammenarbeit mit dem isländischen Gitaristen Hilmar Jensson soll in diesem Jahr erscheinen. Es wurde in dem ehemaligen Studio von Sigur Ròs in Island aufgenommen, nachdem die Sängerinnen die großartige rauhe Natur der Atlantikinsel ausgiebig erlebt hatten. Apropos Island: Auch Anna Maria Bjørnsdottír, die den Nordischen Klang 2013 mit einem wunderbaren Konzert eröffnete, ist eine der IKIs. Das Vokalensemble aus Kopenhagen tritt als solches zum ersten Mal in Deutschland auf.
Und was soll der Name bedeuten? Irrwitzig Kreative Intuition, yes!,– oder haben Sie einen treffenderen Vorschlag?

Sofie Holm, voc
Johanna Sulkunen, voc
Anna Mose, voc
Kamilla Kovacs, voc
Guro Tveitnes, voc
Mette Skou, voc
Anna Maria Bjørnsdottír, voc

www.ikivocal.com

New Nordic Voices: Johanna Elina Group (FIN/DK/N)


Mittwoch, 7.5., 20:00, Theater, New Nordic Voices: Johanna Elina Group (FIN/DK/N) & IKI (DK/FIN/IS/N)

Die in Kopenhagen lebende finnische Sängerin Johanna Elina Sulkunen hat eine Alt-Stimme mit Charakter, Sehnsucht und Wärme. Eine Stimme, die Eindruck hinterlässt, besonders wenn sie in Liedern voll Weite und Melodie auftaucht, wie Johanna Elina sie schreibt. Jazz ist die Basis für die Ausdrucksstärke ihrer Stimme. Von dieser Basis aus ist sie offen in viele Richtungen, beispielsweise Indie Pop, Cabaret und Nordic Jazz. Gut kann man ihre Ästhetik mit der von nordeuropäischen Sängerinnen wie Josephine Cronholm, Maria Laurette Friis oder Solveig Slettahjel vergleichen.
Ihr Debut-Album „Our Garden“ (2011) bekam in Deutschland, Finnland und Dänemark sehr positive Rezensionen. Die Zeitschrift „Jazzthetik“ bringt es auf den Punkt: „Eine wunderschöne Platte, die zwischen sanfter Faszination, traumhaft verhangener Melancholie und Wohlfühl-Atmosphären stetig pendelt, die mit ihren Melodien und deren Gestaltungen verzaubert.“ Und genau diese Erlebnis verspricht auch ihr Konzert.
Nach Greifswald kommt Johann Elina mit jungen Musikern aus dem Raum Kopenhagen. Im Anschluß an den Auftritt mit ihrer Band kann man Johann Elina im zweiten Teil des Abends als Mitglied des Impro-Vokalensembles IKI erleben.

Johanna Elina Sulkunen, voc
Anders Filipsen, p, keyb
Henrik Olsson, g
Håkon Berre, dr

www.johannaelina.com

Stanley Samuelsen (FÆR) – Fingerpicking Troubadour


Montag 5.5., 20:00, St. Spiritus

Der Singer/Songwriter Stanley Samuelsen singt mit angenehmer Stimme Folk, Americana, Bluegrass, Rock und Country. Seine Lieder sind oft sehr gefühlvoll, wobei er mit seiner großartigen Fingerpicking-Technik die Gitarre wie ein volles Orchester erklingen lässt.
Der 1951 geborene Musiker wuchs umgeben von Meer und Bergen in der rauhen Natur der Færøer auf. Von 1964 bis 1970 spielte er mit den Silly Boys, der damals populärsten Beat Band seiner Atlantikheimat. Von dort brachte er sein Talent nach Dänemark, wo er seitdem lebt. Mehr und mehr inspirierten ihn britische und US-amerikanische Gitarristen wie z.B. John Renbourn und Stephen Stills, aber auch dänische Anklänge flossen in seine „Nordic Americana“ ein. Neben seinem Schaffen als Studiogitarrist hat er bisher 5 CDs unter eigenem Namen herausgebracht hat. Seine Lieder singt er auf Englisch, Dänisch und Färöisch, eine Sprache, die sich wunderbar in seine Melodien fügt. Darüber hinaus komponierte er Vertonungen färöischer Gedichte, darunter viele berühmte Texte des Lyrikers Janus Djurhuus (1881-1948).
Stanleys Konzerte, die ihn in alle Länder Nordeuropas und des Ostsee-Raums sowie nach Italien und die USA führten, sind Ganzheitserlebnisse, in denen Melodie, Poesie, stimmungsvoller Gesang und Saitenvirtuosität in einer höheren Einheit aufgehen. „Ein Musikerlebnis der Sonderklasse. Stanley ist Kultur, das ist sicher! Man merkt, dass er für die Musik lebt, und die ist voller Leidenschaft – für die Färöer, die Natur und das Leben.“ (Johan Dahl)

Ein Projekt der LAG Soziokultur Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Aktion Soziokultur spielt auf

www.stanleysamuelsen.dk

„Iceland – lovely home. Porträts deutscher Frauen in Island“ – Buchvorstellung mit Tina Bauer


Donnerstag, 8.5., 18:00, Stadtbibliothek Hans Fallada

Auswandern nach Island – für viele ein Traum! Dabei birgt ein Leben auf der Insel im Nordmeer, zwischen Vulkanen, unzähligen Schafen und Pferden und einem skurril-liebenswerten, kreativen Inselvolk viele Herausforderungen. Doch erstaunlich viele deutsche Frauen leben diesen Traum.
Ihr Lachen steckt an. Ihre Ideen beflügeln. Ihre Lebensgeschichten berühren. Die Frauen, denen die Text- und Fotojournalistin Tina Bauer in Island begegnet ist, sprühen vor Energie. Davon möchte sie etwas festhalten und weitergeben. Es sind starke Frauen, die in Island ein Zuhause gefunden haben.
Island ist für Tina Bauer selbst ein Stück Zuhause. Seit 2007 bereist sie die Insel. Zwei Jahre hat sie in Reykjavík gelebt und gearbeitet. Immer wieder wurde sie von Isländern gefragt, weshalb vor allem so viele deutsche Frauen in Island wohnen.
In ihrem Buch „Iceland – lovely home“ geht Tina Bauer den Fragen nach, was die Frauen an Island fasziniert, weshalb sie dort ein Zuhause gefunden haben. In Fotografien und Texten porträtiert sie 14 Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Berufe. Die Frauen kommen aus verschiedenen Teilen in Deutschland und leben verteilt auf der Insel. Manche sind zufällig in Island gelandet. Andere träumten schon lange von einem Leben auf der Insel.
Seit Jahren schreibt Tina Bauer auf ihrem Blog www.tibauna.de sowie in zahlreichen Artikeln für Zeitschriften von und über die Insel. Zudem erschien 2011 ihr Buch „Ein Jahr in Island. Reise in den Alltag“ im Verlag Herder, ein Erlebnisbericht über ihre Zeit in Island. Tina Bauer lebt und arbeitet in Berlin.

www.tibauna.de

Finnlands Geist der Wildnis als melodische Jazzsinfonie – Nordischer Klang 2014 startet mit Deutschland-Premiere von Heikki Sarmantos „Suomi“


Juhani Aaltonen, sax, fl; Heikki Sarmanto (Foto: Boy Hulden), comp, p; Pekka Sarmanto

Die Eröffnung ist unter Dach und Fach. Wenn am 2. Mai 2014 der Nordische Klang im Theater eingeläutet wird, geschieht das mit kaum zu überbietender Opulenz und musikalischer Schönheit. Aus Anlass der diesjährigen finnischen Schirmherrschaft spielt das Philharmonische Orchester Vorpommern unter Leitung von GMD Golo Berg die Deutschland-Premiere des sinfonischen Jazz Poems „Suomi“ (zu Deutsch: „Finnland“) von Heikki Sarmanto. Der Komponist wirkt bei dieser Aufführung am Klavier mit.

Das 1983 komponierte, achtsätzige Werk für großes Orchester und Jazz Combo erlebte seine Uraufführung 1988 in der New Yorker Carnegie Hall mit dem New York Pops Orchestra. In ausladender, jazzig-romantischer Tonsprache beschreibt es Himmel, Wälder, Seen, die Felsen, das wachsende Korn und den Geist der Wildnis des Ostsee-Landes. Komponist Sarmanto improvisiert dazu am Klavier. „’Suomi‘ ist mein Glaubensbekenntnis, ein Huldigung des Schöpfers und eine Liebeserklärung an unser Heimatland, aus dem wir unsere Kraft gewinnen“, schreibt er im Vorwort der Partitur.

Mit dabei in Greifswald ist auch der Starsaxophnist der New Yorker Aufführung: Juhani Aaltonen. Seit über fünf Jahrzehnten zählt der 79-Jährige zu den beeindruckendsten Musikern der finnischen Jazzszene. Als er 1961 ein Konzert mit John Coltrane und Eric Dolphy hörte, fand er zu seinem feierlichen, hymnischen Sound. Aber auch Sarmanto verdankt er viel: „Heikki ist ein großer Romantiker, ein Meister der Melodie, der mir geholfen hat, gerade diesen Aspekt in meinem eigenen Spiel zu betonen“, beschreibt er den Komponisten. Kaum ein Saxophonist kann so gut wie Aaltonen den strahlenden Jubel ausdrücken – von Balladentiefe bis Sambatänzeln –, der „Suomi“ durchwebt.

Als Bassist der Aufführung kommt Pekka Sarmanto nach Greifswald – ein Musiker, der mit vielen Jazzlegenden gespielt hat. Auch auf dem international wohl bekanntesten Jazzalbum, das in Finnland entstanden ist, wirkte er mit: Dizzy Gillespie und Arturo Sandovals „To A Finland Station“ (1982).

Für den zweiten Teil des Abends konnte mit dem schwedischen Posaunisten Nils Landgren einer der bei uns beliebtesten Jazzer als Solist gewonnen werden. Der Mann mit dem funky Horn und dem sanften Gesang stellt zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Vorpommern in der Einstudierung von Golo Berg sinfonische Arrangements von beliebten Songs aus seinem Repertoire vor. 2012 bescherte er dem Nordischen Klang, damals mit der NDR Bigband, ein ausverkauftes Theater.