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„Iceland – lovely home. Porträts deutscher Frauen in Island“ – Buchvorstellung mit Tina Bauer


Donnerstag, 8.5., 18:00, Stadtbibliothek Hans Fallada

Auswandern nach Island – für viele ein Traum! Dabei birgt ein Leben auf der Insel im Nordmeer, zwischen Vulkanen, unzähligen Schafen und Pferden und einem skurril-liebenswerten, kreativen Inselvolk viele Herausforderungen. Doch erstaunlich viele deutsche Frauen leben diesen Traum.
Ihr Lachen steckt an. Ihre Ideen beflügeln. Ihre Lebensgeschichten berühren. Die Frauen, denen die Text- und Fotojournalistin Tina Bauer in Island begegnet ist, sprühen vor Energie. Davon möchte sie etwas festhalten und weitergeben. Es sind starke Frauen, die in Island ein Zuhause gefunden haben.
Island ist für Tina Bauer selbst ein Stück Zuhause. Seit 2007 bereist sie die Insel. Zwei Jahre hat sie in Reykjavík gelebt und gearbeitet. Immer wieder wurde sie von Isländern gefragt, weshalb vor allem so viele deutsche Frauen in Island wohnen.
In ihrem Buch „Iceland – lovely home“ geht Tina Bauer den Fragen nach, was die Frauen an Island fasziniert, weshalb sie dort ein Zuhause gefunden haben. In Fotografien und Texten porträtiert sie 14 Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Berufe. Die Frauen kommen aus verschiedenen Teilen in Deutschland und leben verteilt auf der Insel. Manche sind zufällig in Island gelandet. Andere träumten schon lange von einem Leben auf der Insel.
Seit Jahren schreibt Tina Bauer auf ihrem Blog www.tibauna.de sowie in zahlreichen Artikeln für Zeitschriften von und über die Insel. Zudem erschien 2011 ihr Buch „Ein Jahr in Island. Reise in den Alltag“ im Verlag Herder, ein Erlebnisbericht über ihre Zeit in Island. Tina Bauer lebt und arbeitet in Berlin.

www.tibauna.de

Finnlands Geist der Wildnis als melodische Jazzsinfonie – Nordischer Klang 2014 startet mit Deutschland-Premiere von Heikki Sarmantos „Suomi“


Juhani Aaltonen, sax, fl; Heikki Sarmanto (Foto: Boy Hulden), comp, p; Pekka Sarmanto

Die Eröffnung ist unter Dach und Fach. Wenn am 2. Mai 2014 der Nordische Klang im Theater eingeläutet wird, geschieht das mit kaum zu überbietender Opulenz und musikalischer Schönheit. Aus Anlass der diesjährigen finnischen Schirmherrschaft spielt das Philharmonische Orchester Vorpommern unter Leitung von GMD Golo Berg die Deutschland-Premiere des sinfonischen Jazz Poems „Suomi“ (zu Deutsch: „Finnland“) von Heikki Sarmanto. Der Komponist wirkt bei dieser Aufführung am Klavier mit.

Das 1983 komponierte, achtsätzige Werk für großes Orchester und Jazz Combo erlebte seine Uraufführung 1988 in der New Yorker Carnegie Hall mit dem New York Pops Orchestra. In ausladender, jazzig-romantischer Tonsprache beschreibt es Himmel, Wälder, Seen, die Felsen, das wachsende Korn und den Geist der Wildnis des Ostsee-Landes. Komponist Sarmanto improvisiert dazu am Klavier. „’Suomi‘ ist mein Glaubensbekenntnis, ein Huldigung des Schöpfers und eine Liebeserklärung an unser Heimatland, aus dem wir unsere Kraft gewinnen“, schreibt er im Vorwort der Partitur.

Mit dabei in Greifswald ist auch der Starsaxophnist der New Yorker Aufführung: Juhani Aaltonen. Seit über fünf Jahrzehnten zählt der 79-Jährige zu den beeindruckendsten Musikern der finnischen Jazzszene. Als er 1961 ein Konzert mit John Coltrane und Eric Dolphy hörte, fand er zu seinem feierlichen, hymnischen Sound. Aber auch Sarmanto verdankt er viel: „Heikki ist ein großer Romantiker, ein Meister der Melodie, der mir geholfen hat, gerade diesen Aspekt in meinem eigenen Spiel zu betonen“, beschreibt er den Komponisten. Kaum ein Saxophonist kann so gut wie Aaltonen den strahlenden Jubel ausdrücken – von Balladentiefe bis Sambatänzeln –, der „Suomi“ durchwebt.

Als Bassist der Aufführung kommt Pekka Sarmanto nach Greifswald – ein Musiker, der mit vielen Jazzlegenden gespielt hat. Auch auf dem international wohl bekanntesten Jazzalbum, das in Finnland entstanden ist, wirkte er mit: Dizzy Gillespie und Arturo Sandovals „To A Finland Station“ (1982).

Für den zweiten Teil des Abends konnte mit dem schwedischen Posaunisten Nils Landgren einer der bei uns beliebtesten Jazzer als Solist gewonnen werden. Der Mann mit dem funky Horn und dem sanften Gesang stellt zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Vorpommern in der Einstudierung von Golo Berg sinfonische Arrangements von beliebten Songs aus seinem Repertoire vor. 2012 bescherte er dem Nordischen Klang, damals mit der NDR Bigband, ein ausverkauftes Theater.

Das Plakatmotiv 2014


Das Plakatmotiv für den Nordischen Klang 2014 steht fest! Elvis in der Weite des Nordens umgeben von Tieren und einer Samin – so wird das neue Plakat für das Greifswalder Kulturfestival aussehen. Um auch schon mit seinere Werbung einen Bezug zum Schirmherrenland 2014, nämlich Finnland, aufzubauen, hatte der veranstaltende Festivalverein einen Plakatwettbewerb ausgeschrieben, der sich an junge Graphiker und Illustratoren von dort wandte. Gewonnen hat ihn das Designerduo Jussi Lahtinen und Markku Laakso mit ihrem detailreichen Bildvorschlag.

”Nach dem Tod von Elvis, gab es Gerüchte, dass er doch noch am Leben sei. Wir spielten mit dem Gedanken, dass es ihn in den dünnbesiedelten Norden gezogen hat, wo er die Menschen und Tiere mit seiner Musik unterhält,” erklärt Jussi Lahtinen die ungewöhnliche Bildfindung. Das Team des Nordischen Klangs war von dieser Einsendung sehr positiv überrascht. ”Das Plakat spiegelt, wie der Norden der Welt begegnet, und ein Dialog entsteht. Dabei steht Elvis für Musik mit Druck, aber auch für Sentiment. Das sind Inhalte, die wir ebenso mit dem Festival vermitteln wollen. Und die augenzwinkernde Ironie des Motivs hat uns überzeugt,” begründet die Jury aus dem Vorstand des Kulturvereins seine Entscheidung. (Text von Andreas Jäkel)

Sonderkonzert: Jaakko Laitinen & Väärä Raha (FIN) – Die Lappland-Balkan-Connection!


Samstag, 9. November 2013, 20:00, St. Spiritus, Eintritt: 12/7, KARTENRESERVIERUNG: per Telefon 03834/3463 oder per E-Mail st.spiritus@greifswald.de

Nach dem großen Erfolg beim Nordischen Klang 2011 kommen Sänger Jaakko Laitinen und seine Band Väärä Raha (was Falschgeld bedeutet) nun ein zweites Mal nach Greifswald. Mit ihrer witzigen und originellen Musik, die quirlige Balkan-Polka, schmachtende slawische Romanzen, schmissige Finnen-Humppa und melancholischen Iskelmä-Schlager vermixt, locken die fünf Lappländer eine ständig größer werdende Schar von Konzertbesuchern und Tanzbegeisterten.

Wenn der schnieke Jaakko Laitinen herzerweichend singt und die Jungs in der Band mit Trompete, Bouzouki, Akkordeon, Kontrabass und Schlagzeug loslegen, springt der Funke schnell über, und ein buntes Publikum feiert fröhlich. Die Lieder handeln von Rosen und Dornen in Liebe und Leben: vom trügerischen Glanz der Erinnerung, den Schmerzen der Herzen und unserem überheblichen Streben nach dem wankelhaften Glück auf Erden – siehe Finanzkrise, siehe Falschgeld, ach ja, ach ja… Aber Trübsal wird hier nicht geblasen: Die mitreißenden, kribbeligen Rhythmen tanzen die Wolken einfach weg!

Jaakko Laitinen & Väärä Raha gibt es seit 2009, als sie sich in Rovaniemi gründeten. Mittlerweile gibt die Band gut 90 Konzerte im Jahr und ist ständig in ganz Nordeuropa, dem Baltikum, in Deutsch- und Russland, der Ukraine und Türkei unterwegs. Kürzlich waren sie in Mazedonien, wo sie ihre Balkantaufe bestens bestanden. Und das Kasachische Staatsfernsehen holte sie sogar in seine Neujahrs-Galashow 2013! (Foto: Jukka Merimaa)

Eine Zusammenarbeit des St. Spiritus mit dem Nordischen Klang.

Sonderkonzert mit dem Vokalensemble Palaestra aus Lund (Leitung Cecilia Martin-Löf)


Donnerstag, 17. Oktober 2013, Altes Elektrizitätswerk, Marienstraße 22-24; Eintritt: 8/5; KARTENRESERVIERUNG per E-mail an nokl@uni-greifswald.de

Auf feinsten Chorgesang darf man sich freuen, wenn sich mit dem Vokalensemble Palaestra eine weitere Musikformation aus Greifswalds schwedischer Partnerstadt Lund vorstellen wird. Auf dem Programm des vom Kulturvereins Nordischer Klang veranstalteten Konzerts stehen Werke der schwedischen Chormusik von u.a. Otto Olsson, Folke Rabe und Sven-Eric Johansson. Der Mittelpunkt des Abends soll dem englischen Komponisten Benjamin Britten gewidmet werden, dessen Geburtstag sich 2013 zum 100. Mal jährt. Seine selten aufgeführte Lieder-Suite „Ad Maiorem Dei Gloria“ (entstanden 1939) zu Texten des englisch-irischen Dichters Gerard Manley Hopkins (1844-1889) ist Musik voller Humor, Tiefe, Glaube und Freude.
Das Vokalensemble Palaestra wurde 2009 an der Universität Lund gegründet, um junge, solistisch geschulte Sängerinnen und Sänger, die gleichzeitig über solide Chorerfahrung verfügen, in einer Formation für die Aufführung anspruchsvoller Vokalwerke zusammen zu bringen. Es bietet seinen Mitgliedern Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen. Das kleine Format dieses Ensembles mit etwa zwölf Singenden fordert von seinen Mitgliedern, dass sich jeder voll mit seiner eigenen Stimme einbringt und somit verantwortlich für den Gesamtklang des Chores ist. Palaestra ist zusammen mit mehreren anderen Musikformationen an das sogenannte Odeon angegliedert: eine Einrichtung an der Universität Lund, die das studentische Musizieren in Chören und Instrumentalensembles organisiert und fördert.
Die Chorleiterin Cecilia Martin-Löf wurde an der Königlichen Musikhochschule Stockholm ausgebildet. In ihrer Arbeit vereint sie ihre Liebe zu Literatur und Poesie mit großem Nuancenreichtum im Chorklang und gesangstechnischer Präzision auf höchstem Niveau. Nach gleichen Prinzipien leitet sie auch Lunds Universitätschor, mit dem sie Anfang dieses Jahres in Greifswald ein bejubeltes Neujahrskonzert mit schwedischer Folklore und Weihnachtsmusik gab. (Foto vom Chor: Marcus Strand; Foto von Cecilia: Mikael Risedal)