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Das Plakatmotiv 2014


Das Plakatmotiv für den Nordischen Klang 2014 steht fest! Elvis in der Weite des Nordens umgeben von Tieren und einer Samin – so wird das neue Plakat für das Greifswalder Kulturfestival aussehen. Um auch schon mit seinere Werbung einen Bezug zum Schirmherrenland 2014, nämlich Finnland, aufzubauen, hatte der veranstaltende Festivalverein einen Plakatwettbewerb ausgeschrieben, der sich an junge Graphiker und Illustratoren von dort wandte. Gewonnen hat ihn das Designerduo Jussi Lahtinen und Markku Laakso mit ihrem detailreichen Bildvorschlag.

”Nach dem Tod von Elvis, gab es Gerüchte, dass er doch noch am Leben sei. Wir spielten mit dem Gedanken, dass es ihn in den dünnbesiedelten Norden gezogen hat, wo er die Menschen und Tiere mit seiner Musik unterhält,” erklärt Jussi Lahtinen die ungewöhnliche Bildfindung. Das Team des Nordischen Klangs war von dieser Einsendung sehr positiv überrascht. ”Das Plakat spiegelt, wie der Norden der Welt begegnet, und ein Dialog entsteht. Dabei steht Elvis für Musik mit Druck, aber auch für Sentiment. Das sind Inhalte, die wir ebenso mit dem Festival vermitteln wollen. Und die augenzwinkernde Ironie des Motivs hat uns überzeugt,” begründet die Jury aus dem Vorstand des Kulturvereins seine Entscheidung. (Text von Andreas Jäkel)

Sonderkonzert: Jaakko Laitinen & Väärä Raha (FIN) – Die Lappland-Balkan-Connection!


Samstag, 9. November 2013, 20:00, St. Spiritus, Eintritt: 12/7, KARTENRESERVIERUNG: per Telefon 03834/3463 oder per E-Mail st.spiritus@greifswald.de

Nach dem großen Erfolg beim Nordischen Klang 2011 kommen Sänger Jaakko Laitinen und seine Band Väärä Raha (was Falschgeld bedeutet) nun ein zweites Mal nach Greifswald. Mit ihrer witzigen und originellen Musik, die quirlige Balkan-Polka, schmachtende slawische Romanzen, schmissige Finnen-Humppa und melancholischen Iskelmä-Schlager vermixt, locken die fünf Lappländer eine ständig größer werdende Schar von Konzertbesuchern und Tanzbegeisterten.

Wenn der schnieke Jaakko Laitinen herzerweichend singt und die Jungs in der Band mit Trompete, Bouzouki, Akkordeon, Kontrabass und Schlagzeug loslegen, springt der Funke schnell über, und ein buntes Publikum feiert fröhlich. Die Lieder handeln von Rosen und Dornen in Liebe und Leben: vom trügerischen Glanz der Erinnerung, den Schmerzen der Herzen und unserem überheblichen Streben nach dem wankelhaften Glück auf Erden – siehe Finanzkrise, siehe Falschgeld, ach ja, ach ja… Aber Trübsal wird hier nicht geblasen: Die mitreißenden, kribbeligen Rhythmen tanzen die Wolken einfach weg!

Jaakko Laitinen & Väärä Raha gibt es seit 2009, als sie sich in Rovaniemi gründeten. Mittlerweile gibt die Band gut 90 Konzerte im Jahr und ist ständig in ganz Nordeuropa, dem Baltikum, in Deutsch- und Russland, der Ukraine und Türkei unterwegs. Kürzlich waren sie in Mazedonien, wo sie ihre Balkantaufe bestens bestanden. Und das Kasachische Staatsfernsehen holte sie sogar in seine Neujahrs-Galashow 2013! (Foto: Jukka Merimaa)

Eine Zusammenarbeit des St. Spiritus mit dem Nordischen Klang.

Sonderkonzert mit dem Vokalensemble Palaestra aus Lund (Leitung Cecilia Martin-Löf)


Donnerstag, 17. Oktober 2013, Altes Elektrizitätswerk, Marienstraße 22-24; Eintritt: 8/5; KARTENRESERVIERUNG per E-mail an nokl@uni-greifswald.de

Auf feinsten Chorgesang darf man sich freuen, wenn sich mit dem Vokalensemble Palaestra eine weitere Musikformation aus Greifswalds schwedischer Partnerstadt Lund vorstellen wird. Auf dem Programm des vom Kulturvereins Nordischer Klang veranstalteten Konzerts stehen Werke der schwedischen Chormusik von u.a. Otto Olsson, Folke Rabe und Sven-Eric Johansson. Der Mittelpunkt des Abends soll dem englischen Komponisten Benjamin Britten gewidmet werden, dessen Geburtstag sich 2013 zum 100. Mal jährt. Seine selten aufgeführte Lieder-Suite „Ad Maiorem Dei Gloria“ (entstanden 1939) zu Texten des englisch-irischen Dichters Gerard Manley Hopkins (1844-1889) ist Musik voller Humor, Tiefe, Glaube und Freude.
Das Vokalensemble Palaestra wurde 2009 an der Universität Lund gegründet, um junge, solistisch geschulte Sängerinnen und Sänger, die gleichzeitig über solide Chorerfahrung verfügen, in einer Formation für die Aufführung anspruchsvoller Vokalwerke zusammen zu bringen. Es bietet seinen Mitgliedern Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen. Das kleine Format dieses Ensembles mit etwa zwölf Singenden fordert von seinen Mitgliedern, dass sich jeder voll mit seiner eigenen Stimme einbringt und somit verantwortlich für den Gesamtklang des Chores ist. Palaestra ist zusammen mit mehreren anderen Musikformationen an das sogenannte Odeon angegliedert: eine Einrichtung an der Universität Lund, die das studentische Musizieren in Chören und Instrumentalensembles organisiert und fördert.
Die Chorleiterin Cecilia Martin-Löf wurde an der Königlichen Musikhochschule Stockholm ausgebildet. In ihrer Arbeit vereint sie ihre Liebe zu Literatur und Poesie mit großem Nuancenreichtum im Chorklang und gesangstechnischer Präzision auf höchstem Niveau. Nach gleichen Prinzipien leitet sie auch Lunds Universitätschor, mit dem sie Anfang dieses Jahres in Greifswald ein bejubeltes Neujahrskonzert mit schwedischer Folklore und Weihnachtsmusik gab. (Foto vom Chor: Marcus Strand; Foto von Cecilia: Mikael Risedal)

Kultur aus Finnland beim Nordischen Klang 2013

Mit zwei Ausstellungen, drei Konzerten, einem Kinofilm, einer Kurzfilmnacht in Anwesenheit von Regisseuren, einer Kinderbuchlesung sowie zwei wissenschaftlichen Vorträgen bietet der diesjährige Nordische Klang wieder ein reichhaltiges Programm mit Kultur aus Finnland.
Den Anfang macht die Ausstellung „Meri – Das Meer“ (ab 24.4.), die Werke von drei Bildkünstlern aus Greifswalds finnischer Partnerstadt Kotka sowohl in der Rathausgalerie als auch im Kulturzentrum St. Spiritus präsentiert. Während Olavi Heino in seinen Gemälden Hafenstimmungen festhält, ist der Grafiker Juho Karjaleinen von der Grazie der Schiffsformen fasziniert. Ganz anders wiederum der Fotograf Juha Metso: Seine Bildserie zum Klimawandel zeigt spektakuläre Schnee- und Eislandschaften, in denen die Menschen eingefroren sind.
Finnland im sonniger Jahreszeit zeigt dagegen der deutsche Spielfilm „Fenster zum Sommer“ (30.4.), der seine phantastische Liebesgeschichte in nordischem Ferienambiente und im trüben Berlin spielen lässt. In einer Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Tampere und dem Finnland-Institut in Deutschland kommen die beiden jungen Regisseure Anna Sofia Nylund und Tommi Seitajoki nach Greifswald (12.3.) Sie gehören zur schwedischsprechenden Bevölkerungsgruppe – einer Minorität, deren kulturelle Differenz sich in den Kurzfilmen der beiden Filmschaffenden widerspiegelt.
Auch in wissenschaftlichen Vorträgen geht es um Minderheiten in Finnland. Im Rahmen des vom Nordischen Rat und dem Krupp-Kolleg unterstütztem Informationsforum über Minoritäten in Nordeuropa (10.5.) spricht Päivi Majaniemi von der Finnischen Liga für Menschenrechte über die Situation der Roma und die Fennistin Fanny Krüger erörtert antisemitische Tendenzen im Großfürstentum Finnland 1858-1918.
Im Zentrum des Nordischen Klangs steht die Musik. Vilma Timonen spielt die zitherartige Kantele, die man in Finnland zum Nationalsymbol erhoben hat. Mit ihrem Quartett (6.5.) hat die Musikerin die Spielmöglichkeiten dieses Saiteninstrumentes neu überdacht und für die Weltmusik fruchtbar gemacht. Mit Mariska und ihrer Band Pahat Sudet („Die bösen Wölfe“; 8.5.) kommt ein großer Star der finnischen Popmusik zum Festival. Ihr in Deutschland wenig bekanntes Genre Iskelmä verbindet melancholische, melodische Songs mit Rockelementen, jazzy Vocals und Popappeal. Ebenso wie Mariska sind auch der klassische Pianist Esa Ylönen und der Bandoneonist und Sänger Mikko Hellenius leidenschaftliche Tangointerpreten (10.5.). Neben dem finnischen Tango wird in ihrem Konzert auch argentinischer erklingen. Im ersten Teil des Abends stellt Esa Ylönen Klavierwerke des in Paris geschulten Komponisten Uuno Klami (1900-1961) vor.
Auch an die kleinen Festivalbesucher ist gedacht. Die Ausstellung „Alltäglich fantastisch – Kindergeschichten aus Finnland“ (ab 29.4.) in der Stadtbibliothek will Kinder und ihre Eltern mit witzigen Illustrationen, Informationen zur finnischen Kinderbelletristik und einer Schmökerecke zum Bücherlesen inspirieren. Passend zur Ausstellung liest die Kinderbuchautorin Tiina Nopola (8.5.) aus ihrem Mädchenfußballabenteuer „Siiri schießt ein Tor“, das Greifswalder Fennistikstudierende in einem Workshop übersetzt haben.