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Mariska & Pahat Sudet (FIN)


8.5., 22:00, Theatercafé; Eintritt: 8/5€

Seit mehr als fünf Jahren ist die Sängerin Anna Maria Rahikainen als Mariska zusammen mit ihrer Band Pahat Sudet, „die bösen Wölfe“, in Finnland erfolgreich. Mit ihrer melodisch-gefühlvollen Popmusik hat die Band bereits 2010 eine Nominierung für den höchsten finnischen Musikpreis, den Emma Award, in der Kategorie Iskelmä erhalten.
Iskelmä bedeutet zwar Schlager, aber der finnische hat wenig mit dem deutschen gemeinsam. Während unserer humba-tätärätet, da klingt der finnische Iskelmä dank seines Moll-Charakters immer leicht melancholisch und chansonhaft. Für Iskelmä gilt, was M.A. Numminen in seinem Roman „Tango ist meine Leidenschaft“ geschrieben hat: „Die Finnen gehören zu den Moll-Völkern, wir lieben Moll-Musik. Das Eigentümliche in der finnischen Mentalität ist, dass wir glücklich sind, wenn wir traurig sind.» Dafür ist Mariska ein Glanzbeispiel. Ihre weiche, jazzige Stimme trägt melancholischen Texte über Melodien mit traurigem Hauch, in denen aber auch immer wiedersonnige Wendungen aufstrahlen können.
Die sympathische Band hat sich mit den gemeinsam komponierten Songs ihres zweiten Album „Kukkurukuu“ (2012) in die Herzen der Finnen gespielt und erreichte Platz drei der Albumcharts. Die Singleauskoppelung „Liekki“ (Flamme), ein von Leonard Cohen inspiriertes Lied, rotierte im Radio rauf und runter.
Überhaupt gehört Mariska zu den vielseitigsten Künstlern im Finnopop. Als Rapperin wurde sie für das beste Hip-Hop Album 2004 und 2005 vorgeschlagen, und im 2010 ging sie als Gewinnerin des Kompositionswettbewerbs für das älteste finnische Tangofestival „Tangomarkkinat“ hervor.

Beim Nordischen Klang wird Mariska ihr aktuelles Programm vorstellen. Das Konzert dauert etwa eine Stunde.

Isländische Kurzfilmnacht


12.5., 17:15, und 13.5., 17:15 & 20:15, CineStar; Eintritt: 5,50 €

Filme aus Island und aus Mecklenburg-Vorpommern
Es blieb nicht ein Geburtstagsgeschenk! Was zum 20. Nordischen Klang vor zwei Jahren startete, geht 2013 in die dritte Runde. Dank der Initiative der Greifswalder Kurzfilmnacht (kufina) setzt sich auch in diesem die Kooperation mit dem Festival für Kultur aus Nordeuropa und dem CineStar Greifswald fort. Gemäß des Schirmherrenlandes richtet sich dieses Mal der Blick nach Island, der größten Vulkaninsel der Welt. Nicht feurige Action, sondern ruhige Bilder von berührenden
Geschichten kommen zur Projektion. Sie geben einen gewinnenden Eindruck des von der Fläche her zweitgrößten Inselstaates Europas knapp südlich des nördlichen Polarkreises. In der diesjährigen Auswahl kommen pure Lebenslust, schnurrende Katzen, geplatzte Blasen und pochende Herzen auf die große Leinwand. (Grafik: Geert Maciejewski)

Helena Jónsdóttir, Unnur Ösp Stefánsdóttir: While The Cat´s Away
Bjargey Ólafsdóttir: False Teeth
Rúnar Rúnarsson: The Last Farm
Vera Sölvadóttir: Heart to Heart
Lars Emil Árnason: Untitled short film
Hallur Örn Árnason: Kennitölur – Falsche Äpfel
Sandra Guðmundsdóttir: Lion King and Vodka

Im weiteren Teil des Programmes sind Filme zu sehen, die im Rahmen des Filmideen-Wettbewerbs „Klappe gegen Recht – für Vielfalt, Demokratie und Zivilcourage in Mecklenburg-Vorpommern“ entstanden sind.

Ab 16!

Eine Zusammenarbeit der Greifswalder Kurzfilminitiative kufina und dem CineStar Greifswald im Rahmen des Nordischen Klangs

Esa Ylönen & Mikko Helenius (FIN): Landscape – Klassik und Tango


10.5., 19:00, Aula der Universität; Eintritt: 10/6 €

Das Programm „Landscape“ ist eine speziell für den Nordischen Klang zusammengestellte Kombination von Klavierstücken des finnischen Komponisten Uuno Klami mit finnischem und argentinischen Tango. Klami (1900-1961) studierte sowohl in Helsinki, als auch in Paris und Wien. Gerade Paris bedeutete einen Wendepunkt in seiner künstlerischen Entwicklung, wobei ihn Komponisten wie Ravel und die Groupe de Six beinflussten. Vor allem wurde er für seine großartigen Orchesterwerke bekannt.
Der Pianist Esa Ylönen hat mit Unterstützung der Finnischen Kultur-Stiftung Klamis Stücke für Klavier und die für Klavier und Violine – zusammen mit der Geigerin Sirkku Mantere – aufgenommen. Die CD ist im Februar 2013 beim Label Alba erschienen.
Esa Ylönen hat an der Sibelius Akademie studiert und arbeitet am Musikinstitut der Region Kotka. Der versierte Musiker, der 2011 übrigens zum „positivsten Bürger Kotkas“ gewählt wurde, gibt jährlich rund 100 Konzerte in Finnland und außerhalb.
Eine große Inspiration bedeutet für Esa der Tango mit seinen mitreißenden Melodien und Rhythmen und den starken Geschichten in den Liedtexten. Seit 15 Jahren spielt er zusammen mit dem Bandeonisten und Sänger Mikko Helenius diese weltzugewandte und emotionale Musik, die beide zur Improvisation anregt. Ihr Repertoire umfasst die klassischen Tangos, wie sie Carlos Gardel sang, und den Tango Nuevo Piazzollas. Aber auch dem melancholischen Tango Finnlands gehört ihre Leidenschaft.
Mikko Helenius hat Kirchenmusik und Gesang an der Sibelius Akademie studiert und in Paris bei Juan José Mosalini das Bandoneon. Er spielte international in vielen Tangoensembles. Als Komponist und Arrangeur interessiert sich Mikko für neue Möglichkeiten des Tangos.

Scania Octet (S) – A Tribute To Lars Gullin


9.5., 20:00, St. Spiritus, Swedish Saxophone Classics: Scania Octet – A Tribute To Lars Gullin – & Gush – 25th Anniversary Tour – (CD-Cover: Dragon Records); Eintritt: 12/8€

Zwei der wichtigsten Musiker der schwedischen Jazzgeschichte ist dieser Konzertabend gewidmet. Beide spiel/t/en sie das Baritonsaxophon als Hauptinstrument. Und beide haben durch ihr die Genregrenzen sprengendes künstlerisches Schaffen weltweit viel Beachtung auf sich gezogen. Die Rede ist von Lars Gullin und Mats Gustafsson. Die Musik des 1976 gestorbenen Gullin wird im ersten Teil des Abends vom Scania Octet vorgestellt. Nach der Pause gibt Mats Gustafsson auf der Tournee zum 25-jährigen Bestehen seines Trioprojektes Gush ein Konzert.
Hinter dem Namen Scania Octet verbergen sich acht vorzügliche Jazzmusiker aus Südschweden – die meisten von ihnen waren schon einmal oder mehrfach in Formationen beim Nordischen Klang, wo sie sich als prachtvolle Instrumentalisten erwiesen haben. Ein Oktett, das ist schon fast eine Bigband. Mit solch vollem Ensembleklang spielen sie Originalkompositionen und -arrangements von Lars Gullin. Neben Jan Johansson gilt er als der zentrale Protagonist des „Swedish Golden Age Of Jazz“ in den 50er und 60er Jahren. Ursprünglich mit dem Cool Jazz als Hintergrund spielte er sich schon bald aus dem Schatten des US-amerikanischen Baritonsax-Stilprägers Gerry Mulligan hin zu einem eigenen Sound. In seinen Kompositionen, von denen u.a. „Peter of April“ (seinem Sohn gewidmet), „Bluesport“, „Fine Together“ und „Danny’s Dream” (sein bekanntestes Stück) erklingen werden, findet man oft Anklänge an die schwedische Folklore oder an die klassische Musik. Den Baritonsax-Part im Scania Octet übernimmt der in El Paso, Texas, geborene und jetzt in Schweden lebende Ed Epstein. 2010 stellte er sich beim Nordischen Klang mit seinem eigenen Quartett vor.

BESETZUNG: Ed Epstein, bars; Berndt Sjögren, as; Peter Wilgotsson, ts; Kjell Åke Persson, tp; Christoffer Sjögren, tb; Ingemar Torstensson, p; Lars Lundström, b; Pelle Trazan Jonasson, dr

Das Scania Octet wird unterstützt von Musik i Syd

„400 Jahre Carl Gustav Wrangel – Eine Persönlichkeit der Schwedenzeit in Pommern“ – Vortrag von Mirko Harmel


6.5., 16:00, Institut für Fennistik und Skandinavistik, Hans-Fallada-Str. 20; Eintritt frei!

Dass die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald sowie auch das Gebiet Pommerns lange unter schwedischer Herrschaft stand, ist den meisten Besuchern des Nordischen Klangs geläufig. Welche Personen der schwedischen Krone prägten aber vor allen diese Zeit? In diesem Jahr hätte eine dieser Personen seinen vierhundertjährigen Geburtstag gefeiert. Sein Name: Carl Gustav Wrangel. Dieser Mann war sowohl Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern als auch Kanzler der Universität Greifswald.
Der Historiker Mirko Harmel wird im Jubiläumsjahr Leben und Wirken Wrangels beim Nordischen Klang vorstellen. Dabei wird sowohl auf die historischen Hintergründe jener Zeit eingegangen werden als auch die Persönlichkeit Carl Gustav Wrangels beleuchtet. Wrangel war der Schlossherr von mehreren Prachtbauten (darunter Wrangelsburg und Spyker), schuf wichtige Gesetze und hatte einen eigenen Herrschaftsstil mit prunkvoller Hofhaltung, der seinen Glanz auf die Schwedenzeit in Pommern warf.
Mirko Harmel hat Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft in Greifswald und auf Gotland in Schweden studiert. Letztes Jahr schloss er sein Masterstudium als Historiker mit einer Arbeit zu Carl Gustav Wrangel ab.

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Nordische Geschichte