Das neue Leben der Bjørnsund – Restaurierung eines dänischen Haikutters von 1929


 8.5. & 15.5., ​Treffpunkt jeweils 14:00 an der Fußgängerbrücke über den Ryck, Dauer ca. 1,5 h, Eintritt 2,5 €

Die Bjørnsund wurde als C. F. Tietgen bei Lauridsen & Jensens in Esbjerg (DK) gebaut. Dabei gehört sie zu den ersten Fischkuttern die Anfang des 20. Jahrhunderts mit einem Motor ausgestattet wurden.  Durch diesen technischen Fortschritt überholten diese sogenannten Haikutter in ihrer Wendigkeit und Leistung bereits existierende Fischkutter und arbeiteten sich gefräßig wie Haie (daher der Name!) durch die Nordsee.

In den 60ern und 70ern wechselte die Bjørnsund mehrmals ihren Besitzer. Dabei erhielt sie ersmals ihren jetzigen Namen und fuhr anschließend als Vikefjord im Heringsfang unter schwedischer Flagge. Ende der 70er Jahre erfuhr der Haikutter eine umfangreiche Restaurierung und einen weitreichenden Umbau, wodurch der Haikutter später für Freizeit- und Gästefahrten genutzt wurde. Diese Funktion behielt die Bjørnsund auch nach einem erneuten Inhaberwechsel bei, der sie nach Karlskrona als Heimathafen führte. Zu dieser Zeit nahm sie auch an der Rostocker Hanse Sail teil.

2013 wird die Bjørnsund von Südschweden nach Stralsund überführt. Der Berliner Olaf Tober kaufte den Kutter um naturnahe Segeltouren in und um den Barther Bodden anzubieten. Nach einem Brand an Bord wird die Bjørnsund schließlich in den Greifswalder Museumshafen überführt, wo sie allumfassend restauriert wurde und 2016 in den Verein des Museumshafens aufgenommen wurde.

2018 erfüllte sich der in Greifswald ansässige Segelmacher Sebastian Hentschel seinen Traum von einer segelnden Segelmacherplattform und -werkstatt und übernahm den alten Kutter. Seitdem läuft das Großprojekt. Nach geplanter Fertigstellung 2023-24 soll sie viele Jahre als segelndes Zeugnis dänischer und deutscher Bootsbaukunst erhalten bleiben.

Veranstalter ist die Segelmacherei Tuchwerkstatt bzw. Sebastian Hentschel