Igimarasussuk, der seine Frauen fraß


Freitag, 4.5., 13:00, Kulturzentrum St. Spiritus, Ausstellungseröffnung (bis 12.5.) und Vortrag von Zdeněk Lyčka

Sagen und Mythen aus Grönland mit den Augen des inuitischen Künstlers Aron Kangermio (Aron aus Kangeq)

Sagen und Mythen waren schon immer ein fester Bestandteil des Lebens der Inuit im barschen arktischen Raum. Die nordischen Jäger haben diese Geschichten während der langen Polarnacht einander erzählt, wenn sie unterwegs ein Unwetter traf und sie für längere Zeit auf einer Stelle bleiben mussten. Für die willkürliche Rauheit und Grausamkeit einiger Texte kann man oft nur schwierig eine moralische Begründung oder entsprechende Strafe finden.
Der grönländische Maler und Schriftsteller Aron Kangermio / Aron aus Kangeq (1822–1869) war der erste Künstler, der die rohen inuitischen Sagen aus dem Sichtwinkel der Ureinwohner gezeichnet hat. Seine Illustrationen sind der wesentliche Teil einer Auswahl unter dem Titel „Igimarasussuk, der seine Frauen fraß“, die von Zdeněk Lyčka aus dem Dänischen ins Tschechische übersetzt wurde. Das Buch erschien im Verlag Argo 2016 und bildet das Fundament  der gleichnamige Ausstellung. Die Illustrationen von Aron wurden zum ersten Mal im Mai 2016 im Tschechischen Zentrum Prag im Rahmen der „Welt der Literatur“ – der größten tschechische Buchmesse – präsentiert. Nachfolgend wurde sie in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, und in anderen grönländischen Städten (Qaqortoq, Maniitsoq, Kangaamiut, Uummannaq, Aasiaat und Ilulissat) ausgestellt. Jetzt kann man sie in Greifswald – zum ersten Mal in Deutschland – sehen.