Infoforum – Comic im Norden

Montag, 8.5., 10:00, Institut für Fennistik und Skandinavistik,
Dienstag, 9.5., 10:00, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg,
Eintritt frei

Lange identifizierte man den Comic mit Schundheften oder hielt ihn für den missglückten Bruder der Kinderliteratur. Um dieses Image abzustreifen, lancieren die Verlage seit vielen Jahren den Begriff „graphic novell“ oder „graphische Literatur“. Gleichzeitig präsentiert sich die lebendige Comicszene der nordischen Länder auf eigenen Festivals und macht mit Preisen und Auszeichnungen auf sich aufmerksam. Durchaus mit Erfolg: So werden im Feuilleton der nordischen Presse immer häufiger Comic-Neuerscheinungen wie andere Romane auch rezensiert.  Bestes Zeichen der kulturellen Anerkennung ist vielleicht die Tatsache, dass dem Dänen Halfdan Pisket als erstem Comickünstler überhaupt 2015 das dreijährige staatliche Stipendium von Statens Kunstfond verliehen wurde.

So sehr die Comicszene in den nordischen Ländern auch blüht, die Forschung (auch in den nordischen Ländern) beschränkt sich im Wesentlichen auf amerikanische und franko-belgische Comics. Das Informationsforum möchte deshalb der skandinavistischen Forschung einen kleinen Anstoß geben, auch das Material der eigenen Sprachen aus wissenschaftlicher Perspektive wahrzunehmen.

(Fotos: Vincent Roth)