Inger Nordvik


Donnerstag, 10.5., 20:00, tba

“They say I should not be so scared all the time, but what if being afraid is the awareness of the fact that everything could be lost.”

Mit diesen Worten beginnt Inger Nordvik ihren Song ”Time”, und charakterisiert damit gleichzeitig die Grundstimmung in ihrem musikalischem Universum. Es fängt meistens vor dem Klavier an. Furchtlos und voller Offenheit nähert sich ihre Stimme den großen Fragen. Inger Nordvik ist eine Künstlerin, die es wagt, sich weit herauszulehnen: Das hört man wie in den Texten, so auch im organischen Sound. Viele ihrer Lieder sind vor dem Hintergrund ihrer nordnorwegischen Heimat entstanden, aber gleichzeitig suchen sie nach etwas Neuem, nach den Welten hinterm Horizont. Deutlich orientiert sich ihre Musik am Pop, doch die Grenzen sind offen: Elemente aus Klassik, Jazz, Soul und Folk geben den Liedern weiten Resonanzraum. Als Publikum kann man nahezu heraushören, wie die Songs entstanden sind, Ingers intuitive Art, Musik zu machen. Da sind die feinen, kleinen Details, spontan und subtil, mit denen die Melodien unerwartet ausbrechen und neue Wege einschlagen.
In vielerlei Hinsicht spiegeln die Lieder, wie Inger Mut fasste, um Künstler und Songkomponistin zu werden. Als Inger nach Berlin kam, nachdem sie ihr Studium in klassischem Gesang in Oslo abgeschlossen hatte, wollte sie sich darin eigentlich weiter ausbilden lassen. Stattdessen öffnete sich ihr eine neue Welt als Songkomponistin, was man auf ihrem in Kürze erscheinenden Album erleben kann. Musik, die das Perfekte meidet, Musik, die sich nicht leicht kategorisieren lässt; das Verletzliche und das Starke gehen Seite an Seite. Da Sanfte und das Intime berührt das Unvollkommene und das – ein bisschen – Chaotische, alles durchströmt von Ingers gefühl- und seelenvoller Stimme. Harstad Tidende schrieb nach ihrem Auftritt letztes Jahr: ”Ein ungewöhnlich schönes Konzert… Starke Lieder in wunderschönen Arrangements… Ein Gesamterlebnis wie bei in- und ausländischen Qualitätskünstlern!”
Beim Nordischen Klang wird Inger Nordvik begleitet von Kalle Enkelmann am Kontrabass und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug.