ENTFÄLLT!!! Literaturwissenschaftliches Kolloquium: Zur Ästhetik des nordischen Protestantismus

11.5., 11:00 -14:30, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Eintritt frei

Dass Skandinavien als ein kulturell homogener Raum wahrgenommen wird, liegt zu einem wesentlichen Teil daran, dass in den drei festlandskandinavischen Länder Dänemark, Norwegen und Schweden über Jahrhunderte die Zugehörigkeit zur lutherischen Staatskirche die Norm war. Die drei eingeladenen Wissenschaftler aus Freiburg und Straßburg gehören einer Forschungsgruppe an, die die These verfolgt, dass die Reformation nicht nur ein wichtiger Faktor in der politischen, sozialen und kirchlichen Geschichte Skandinaviens war, sondern dass protestantische Logiken und Vorstellungswelten bis heute einen weitreichenden Einfluss auf das kulturelle Leben in allen seinen Formen von der Literatur bis zum Design besitzt: Die besondere Neigung zu Einfachheit und Purismus, zu Logozentrismus und Pflichtethik, die Spannung zwischen Individualismus und Kollektivität können als Elemente einer spezifisch protestantischen Ästhetik benannt werden. Die Vorträge behandeln diese These an berühmten Texten der dänischen und schwedischen Literatur.

Ablauf

11:00-11:15
Prof. Joachim Schiedermair (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Einführung

11:15-12:00 Uhr
Dr. Søren Black Hjortshøj (Université de Strasbourg)
Protestant and Jewish Visions of a Nordic Welfare State in Pontoppidans Lykke Per

Mittagsimbiss in der Caféteria des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs

13:00-13:45 Uhr
Prof. Dr. Joachim Grage (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
Nulla dies sine linea“ – Kierkegaards Journale und die Frage nach dem protestantischen Arbeitsethos

13:45-14:30 Uhr
Prof. Dr. Thomas Mohnike (Université de Strasbourg)
Erweckte Moderne. Pietismus, Bildung und Natur in Kerstin Ekmans Kvinnorna och staden (Die Frauen und die Stadt, 1974-83)