Kammerkonzert: Frühlingsrauschen aus dem Norden – Duo Åström-Dostal


SA 4.5., 16:00, Aula der Universität

Unter dem Motto Frühlingsrauschen aus dem Norden interpretieren Annemarie Åström (Violine) und Terhi Dostal (Piano) Perlen der skandinavischen klassischen Musik.
Die finnische Geigerin Annemarie Åström, eine Spezialistin für nordische Musik, ist sowohl als eine aktive Kammermusikerin als auch als die Stimmenführerin mehrerer Orchester bekannt. Sie ist die künstlerische Leiterin des Wegelius Kammerorchesters in Helsinki. Als Doktorandin der Sibelius-Akademie spezialisierte sie sich auf die skandinavische Violinmusik. Zusammen mit Terhi Dostal hat Åström 2012 Brahms’ und Schumanns Kompositionen für NCA Records aufgenommen. Ihre CD mit skandinavischer Musik wurde von der Firma Alba Records veröffentlicht. Åström ist auch ein Gründungsmitglied der finnlandschwedischen Kammermusikgruppe AND.
Die Karriere der finnischen Pianistin Terhi Dostal, einer vielfach ausgezeichnete Brahms-Spezialistin, begann mit einer Aufführung als Solistin zusammen mit dem St. Petersburger Kirov Orchester unter der Leitung von Valery Gergiev. Danach trat Dostal als Solistin vieler weiterer Orchester auf. Sie hat in vielen europäischen Ländern und in den USA Konzerte gegeben. In ihrer bisherigen Laufbahn als Pianistin hat Dostal ihren Schwerpunkt auf die Interpretation der Musik Johannes Brahms‘ gesetzt. Terhi Dostal ist außerdem als eine feinsinnige Interpretin der finnischen Musik bekannt. In der Spielzeit 2009-2010 war sie die künstlerische Leiterin der NordNote-Konzertreihe, bestehend aus zehn Konzerten, im Konzerthaus Berlin. Sie war selbst auch als Pianistin an dieser Reihe beteiligt.
Auf dem Programm stehen Werke von Johan Helmich Roman, Christian Sinding, Jean Sibelius, Ilmari Hannikainen und Edvard Grieg.

www.annemarieastrom.fi
www.terhidostal.com

Laut pochend analog – Fotoausstellung von Conny Eisfeld


DO 2.5., 16:00, Hörsaalgebäude, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Ausstellungseröffnung, Eintritt frei

Die gebürtige Fischländerin Conny Eisfeld entdeckt gerne neue Orte, in ihrem eigenen Tempo, am liebsten im hohen Norden. Und da sie das Haus nie ohne Film-Kamera verlässt, lässt sich ihre Liebe zur analogen (Lo-Fi-)Fotografie bestens mit ihrem ungebrochenen Fernweh verbinden.
Im Web ist sie vor allem unter dem Namen Lomoherz zu finden – eine Wortmischung aus Lomography und Herzblut. Zur Lomography kam Conny Eisfeld vor über 15 Jahren, als sie zunehmend die Lust an der digitalen Fotografie verlor, und sie in der Lo-Fi-Fotografie wiederfand. 2012 gründete sie Lomoherz.de, einen persönlichen Reise-und Film-Fotografieblog, auf dem sie echte, authentische Geschichten erzählt. Geschichten vom Reisen, vom Meer und von der Kunst der analogen Fotografie.
Die Lomography ist schräg, bunt, anders. Mit ihren wilden Farben, Doppelbelichtungen und Lichtlecks zählt sie zur expressionistischen Strömung der Film-Fotografie und ist jedweden Regeln der klassischen Fotografie entbunden. Das vollkommene Bild gibt es in der Lomography nicht. Und genau das macht ihren Reiz aus.
In einer Welt, in der zu jeder Sekunde perfekt inszenierte Alltagsillusionen virtuell vermittelt werden, ist das ‚alte‘ Handwerk der Film-Fotografie eine willkommene Abwechslung für die Online-Redakteurin, die nach insgesamt fünf Jahren im Ausland mittlerweile in der Hansestadt Stralsund zuhause ist. Mitunter studierte sie drei Jahre lang an der Syddansk Universitet in Dänemark, absolvierte dort ihren Bachelor auf Englisch und Dänisch und brachte vor allem diese drei Dinge aus dem hohen Norden mit: das typische Hygge-Gefühl, eine gute Portion nordische Gelassenheit und die Liebe zu Skandinavien. Und die klingen in ihren Texten und Bildern noch immer nach: Die natürliche Entschleunigung, die mit der Film-Fotografie einhergeht, schmiegt sich mühelos an das Konzept „Slow Travel“, das auf Lomoherz reflektiert wird. Denn Reisen ist ein Genuss, ein Privileg.

2014 wurde Lomoherz mit dem Südtirol Medienpreis ausgezeichnet. (Foto: ©Conny Eisfeld)


(Foto: ©Timo Roth)

Astrid


SO 12.5., 17:00, & MO 13.5., 17:00 & 20:00, CineStar

Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberga, Bullerbü, Saltkrokan etc.: Kein anderer Name ist mit so vielen faszinierenden Kinderbüchern verbunden wie der von Astrid Lindgren. Ihre Geschichten haben bis heute die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt. Zudem setzte die „Schwedin des Jahrhunderts“ und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels sich unermüdlich für die Rechte von Kindern ein.
Ihre eigene Kindheit dagegen endete früh, als Astrid im Alter von 18 Jahren unehelich schwanger wurde – im Schweden der 1920er-Jahre ein Skandal. Der Film erzählt einfühlsam davon, wie die junge Astrid den Mut findet, die Anfeindungen ihres Umfeldes zu überwinden und ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen. Weiterhin zeichnet ASTRID nach, wie diese Erfahrungen die späteren Werke und das Engagement der Autorin prägen sollten.
Regie führte die mehrfache Berlinale-Preisträgerin Pernille Fischer Christensen, die das Drehbuch zusammen mit dem Kinderbuchautor Kim Fupz Aakeson schrieb: „Mein Film über die Jugend von Astrid Lindgren ist eine persönliche Hommage an eine der großartigsten Künstlerinnen Skandinaviens. Eine Liebeserklärung an eine Frau, die mit ihrer starken Persönlichkeit die herrschenden Normen von Geschlecht und Religion ihrer Gesellschaft gesprengt hat.“
ASTRID ist eine internationale Produktion, an der auch der Berliner Independent DCM als Ko-Produzent beteiligt ist. Gedreht wurde deshalb nicht nur in Schweden, sondern auch in Berlin und in Altenburg (Thüringen). Produziert wurde der Film von Lars G. Lindström (Nordisk Film Sweden) and Anna Anthony (Avanti Film) in Ko-Produktion mit DCM, Film i Väst, Nordisk Film, TV4 und in Zusammenarbeit mit dem DR. Unterstützung erhielt das Projekt vom Swedish Film Institute, Danish Film Institute, dem Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und der Mitteldeutschen Medienförderung und Creative Europe Media. Astrid Lindgren wird verkörpert von der 23-jährigen Newcomerin Alba August. In weiteren Rollen sind unter anderem Trine Dyrholm (DIE KOMMUNE, WHOAMI), Magnus Krepper (VERDAMMNIS) und Henrik Rafaelsen (WELCOME TO NORWAY) zu sehen. (Plakat: DCM Film Distribution)

Kinder-Kino: Mein Freund Knerten


FR 3.5., 16:00, Einlass ab 15:30, Stadtbibliothek Hans Fallada, Eintritt 1€

Lillebror zieht mit seinen Eltern von der Stadt aufs Land, weil es hier billiger zu leben ist. Aber in der Einöde gibt es zunächst niemanden, mit dem man spielen könnte. Da muss sich der Kleine schon selber was ausdenken. Und siehe da, es fällt ein kleiner Ast vor seine Füße, der plötzlich lebendig wird: Knerten, der kleine Holzfreund. Von nun an lässt es sich herrlich zu zweit spielen und Streiche aushecken. Mein Freund Knerten ist die bunte Verfilmung des Kinderbuches von Anne-Catherine Vestly und erzählt fantasievoll und mit viel Liebe zum Detail über eine Kindheit im Norwegen der 1960er-Jahre. (Foto: G+J Entertainment Media / © Polyband)

Spielfilm, Norwegen 2009, Dauer: 75 Minuten, empfohlen: ab 6 Jahren

Moses Hightower


FR 3.5., 20:00, Theater Greifswald, Eröffnungskonzert mit Moses Hightower

Die 5-köpfige Band Moses Hightower macht einfach Spaß mit ihrem Potpourri aus Soul, Psychedelia und West Coast Pop zu gewitzten isländischen Lyrics. Seit 2010 haben sie mit ihrer durchgehenden Präsenz in den Top-Charts einen zentralen Platz im Herzen des isländischen Publikums erobert. Aber auch beim Nordischen Klang 2012 kam die nach dem schwarzen Kollegen in der Kinokomödienreihe Police Academy benannte Band sehr gut an, als sie die Hits ihres Debutalbums Búum til börn (Lass uns Babies machen) vorstellte. Ihre zweite CD mit dem Titel Önnur Mósebók (Das zweite Buch Mose) aus demselben Jahr wurde mit Anerkennungen überhäuft ─ wozu auch der Icelandic Music Award für das beste Songwriting und den besten Songtext gehörte. Dieses Album wurde innerhalb eines halben Jahres in Reykjavík, Berlin und Amsterdam aufgenommen und zeichnet sich durch seinen originellen, souligen Vibe aus, der auch gern in experimentellere Gefilde abschweift und sowohl akustisch als auch lyrisch Freude macht. 2017 veröffentlichten sie ihr drittes Album Fjallaloft (Bergluft), von dessen Songs ganze drei die isländischen Charts anführten und dafür den Icelandic Music Award für Songwriting erhielten. Wie üblich bei isländischen Musikern sind die einzelnen Bandmitglieder auch in mehrere andere namhafte Projekte involviert, so zum Beispiel bei: Amiina, Ojba Rasta, ADHD, Borko, Sin Fang, Tilbury, Mr. Silla und K-Trio.
Als sprachunkundiger ausländischer Hörer magst Du dich manchmal ausgeschlossen fühlen, wenn die Isländer über bestimmte Passagen in Moses Hightowers Songs schmunzeln, aber die Musik lässt Deinen Kopf trotzdem fröhlich mitwippen.