Informationsforum: Nordic Noir & Finnish Weird


7.5. & 8.5.

Krimiserien aus Skandinavien

Das Informationsforum steht in diesem Jahr ganz im Zeichen
nordischer Düsternis. Unter dem Motto »Nordic Noir & Finnish
Weird« stellen namhafte AutorInnen und WissenschaftlerInnen Crime Fiction in Literatur und TV-Serien aus Skandinavien,
Estland und Island sowie Speculative Fiction aus Finnland in
den Mittelpunkt ihrer Vorträge. Gemeinsam mit dem Publikum
erkunden sie die spezifischen Elemente dieser populären Genres:
Wie werden die gesellschaftlichen und individuellen Herausforderungen in einer modernen, globalisierten Welt gedeutet? Und welche Darstellungsformen werden dafür genutzt?

 

Montag 7.5., Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
Literaturwissenschaftliches Kolloquium im Informationsforum: Nordic Schwarz/Weiss. Krimiserien aus Skandinavien

10:00 – 10:15
Angelika Gröger: Einführung

10:15 – 11:00
Annegret Heitmann: Dunkle Welten – Kulturkritik in Bron/Broen II

11:00 – 11:45
Anders Marklund (S): Foreign Influences on Nordic Borderlands

13:00 – 13:45
Tobias Hochscherf: Why Danish TV is Now Better than the BBC – Producing Contemporary Television Drama at DR

13:45 – 14:30
Berit Glanz: A Comparative Analysis of Concepts of
Nature in Romantic Poetry and Contemporary Scandinavian Noir TV Series from Iceland

18:00
Nordic Noir – Lesung mit Torkil Damhaug (N) und Knut Krüger (Übersetzer) in der Stadtbibliothek


 

Dienstag 8.5., Institut für Fennistik und Skandinavistik
INFORMATIONSFORUM

9:30 – 10:15
Kerstin Bergman (S): The Secrets of Nordic Noir

10:15 – 11:00
Minttu Ollikainen (FIN): Finnish Weird and »Reaalifantasia« – An Overview of Finnish Speculative Fiction of Today

11:30 – 12:15
Torkil Damhaug (N): Madness or Badness? – Some Thoughts on the Faces of Evil in my Novels

13:30 – 14:15
Peeter Helme (EST): Reflexionen von Finnish Weird und Nordic Noir in der Literatur Estlands

14:15 – 15:00
Robert Zola Christensen (DK): Danish Noir – Danish Crime Fiction Today

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Estlands Geschichte in Bildern


Montag 7.5., Neues Hörsaalgebäude, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Ausstellungsbeginn, bis 28.5.

Ausstellung

Die Ausstellung »Estlands Geschichte in Bildern« präsentiert
auf zwölf Schautafeln die wichtigsten Geschehnisse und
Personen in der estnischen Geschichte von 9000 v. Chr.
bis heute.  Der Schwerpunkt liegt dabei  auf den Entwicklungen
und Ereignissen seit der Unabhängigkeit vor hundert Jahren.

 

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100 Jahre Baltische Staaten


Donnerstag, 3.5., 20:00, Kulturzentrum St. Spiritus, 12/8 €

Konzert mit Vladimir Tarasov & Heinz-Erich Gödecke

Man traf sich in St. Petersburg bei einem Avantgarde-Musikfestival Anfang der 90er Jahre und verabredete sich für die Zukunft.  Danach spielte man so einiges; in Hamburg, Österreich, New York, Litauen, Stuttgart, Peking… und jetzt hier. Ein Duo, das viele Geister und Klangfarben in sich aufgesogen hat: aus Jazz, zeitgenössischer Musik und fernen Kulturen. Das fein spannende Klangszenen mit besonderen Instrumenten und ausgeprägt expressiven Passagen bewirkt. Mit erzählerischem Sinn gebaut entsteht Kino im Kopf –  ein Erlebnis!

Vladimir Tarasov aus Vilnius ist als Schlagzeuger einer der herausragendsten Musiker und Performance-Künstler in Osteuropa, zu Hause in vielen Konzerthallen und Museen weltweit. Mit dem „Ganelin-Trio“ war er bereits Ende der 70er Jahre auf dem Berliner Jazzfestival vertreten. Er gründete das „Lithuanian Art Orchestra“, für das er komponierte und war damit zu Gast bei der NDR-Jazzreihe. Als Solo-Performer spielte er bei „MaerzMusik“ in Berlin. Seine Installationen waren u.a. auf der Biennale in Venedig, im Centre Pompidou, im Museum of Contemporary Art Chicago und zuletzt im KUMU Tallinn zu sehen.
Heinz-Erich Gödecke spielt Posaune und andere Hörner, laut und leise in Jazz-Trios, Duos, in Solokonzerten und größeren Ensembles (Sextett „Eisenrot“). Zusätzlich komponiert und improvisiert (auch mit elektronisch abgetasteten Pflanzen) er auch. Das alles weltweit z.B. in Konzerten und auf Festivals in Russland, Europa, Ecuador und Deutschland und… hier, wo er auch wohnt: bei Greifswald.
(Fotos: Tarasov © Alexander Zabrin; Gödecke © Cornelie Müller-Gödecke)

Eine Veranstaltung des Koeppenhauses in Kooperation mit dem St. Spiritus und dem Nordischen Klang.
Mit Unterstützung durch das Litauische Kulturinstitut.

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Neue Nordische Novellen mit Briitta Hepo-oja und Bjargey Ólafsdóttir


Fr 11.5., 18.00, Koeppenhaus, Eintritt frei

Buchpräsentation mit Autorenlesung

Im großen Kreis – das steht nicht nur im Titel, sondern auch für den Umfang der Anthologie aus der Reihe Neue Nordische Novellen, die im Frühjahr 2018 im Greifswalder freiraum-verlag erscheint. Der mittlerweile sechste Band der Reihe vereint fantastische und realistische, spannende, bewegende und zum Nachdenken. Er enthält anregende Kurzgeschichten aufstrebender Schriftsteller*innen aus Nordeuropa, dem Baltikum, Russland und der Ukraine. Die Veröffentlichung der Anthologie bildet den Abschluss eines Projekts, in dem Studierende der Institute für Fennistik und Skandinavistik sowie Slawistik und Baltistik aus insgesamt elf Sprachen übersetzten.
In einem etwas kleinerem Kreis, nämlich mit den Autorinnen Briitta Hepo-oja aus Finnland und Bjargey Ólafsdóttir aus Island, präsentiert die Lesung verschiedene Geschichten aus der Anthologie.
Briitta Hepo-oja wurde 1988 in Nordfinnland geboren und studierte an der Universität von Oulu Literaturwissenschaften, bevor sie nach Helsinki zog. Ihr erstes Buch Siilin kuolema (dt. Der Tod des Igels) erschien 2015. Sie schreibt hauptsächlich Kinder- und Jugendromane.
Die 1972 in Reykjavík geborene Künstlerin Bjargey Ólafsdóttir stellt beim Nordischen Klang im Kunstkubus CUBIC und bei Kunst Design ETcetera  aus. Aufsehen erregte sie 2010 mit dem Projekt Red Polarbear, als sie mit roter Farbe einen riesigen Eisbären auf einen isländischen Gletscher malte. Bei der Lesung erleben wir sie von ihrer literarischen Seite.

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Film: Tom of Finland

Montag, 14.5., 20:30, Theater Vorpommern, 4 €

Regie: Dome Karukoski (FIN/D/S/DK 2017)

Tom of Finland ist eine berührende Geschichte um wahre Liebe und das Recht auf persönliche Freiheit.
Der homosexuelle finnische Künstler Touko Laaksonen musste einen langen Weg bis zum internationalen Durchbruch gehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt Touko in seiner Heimat, trotz der Gefahr von strafrechtlicher Verfolgung, homoerotische Bilder von schwulen Männern zu zeichnen. Unter dem Pseudonym Tom of Finland veröffentlicht er schließlich seine Arbeiten weltweit und entfacht eine Revolution. Dies macht ihn zu einer Symbolfigur einer ganzen Generation junger schwuler Männer.
(Foto:©Josef Persson Helsinki Filmi Oy)

Eine Veranstaltung des Filmclubs Casablanca

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