Ausstellungseröffnung: Bjargey Ólafsdóttir

Fr 11.5., 15:00, Kunstkubus CUBIC, & 16:00, Kunst Design ETcetera, Eintritt frei

Kunstwerke

Bjargey Ólafsdóttir lebt und arbeitet in Reykjavík als interdisziplinäre Künstlerin. Sie hat Fotografie, Malerei und Mixed Media an den Kunstakademien von Reykjavík und Helsinki studiert, sowie die Fächer Drehbuch und Regie am Binger Filmlab, Amsterdam.
Die Kunstwerke Ólafsdóttirs beschränken sich nicht auf ein einzelnes Medium. Jedes ihrer Konzepte erfordert ein anderes Werkzeug: Film, Klangkunst, Performance, Zeichnung, Schreiben und Fotografie. Ihre Arbeiten sind von narrativer Art. Sie erzählen Geschichten über gelangweilte Zahnärztinnen, Rockstars in Japan und Frauen, die in die Zukunft und darüber hinaus sehen können. Ihre Werke sind manchmal gruselig, aber doch wunderschön. Aus ihnen sprudelt immer Humor und Verspieltheit. Aufsehen erregte sie 2010 mit dem Projekt Red Polarbear, als sie mit roter Farbe einen riesigen Eisbären auf einen isländischen Gletscher malte.
Bjargey Ólafsdóttirs Werke wurden international in zahlreichen Ausstellungen und auf Festivals gezeigt, wie im Kunst- und im Fotografiemuseum von Reykjavík, im Kunstverein München, in der Berliner Ausstellungsstätte Kunst-Werke, der Galeria Traschi in Santiago de Chile, dem Moderna Museet Stockholm, dem Moore Space Miami, der Manifesta Foundation Amsterdam, dem E-flux New York, der Wiener WUK Kunsthalle, der Tate Gallery of Modern Art London, auf dem Palm Springs International Film Festival, dem Göteborg Film Festival und dem Aix-en-Provence International Short Film Festival.

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Die Dänen!


Christian Frederik Eckhardt, Idyliischer Sommertag am Eingang des Dyrehaven bei Kopenhagen, 1883, Öl/ Leinwand, Schenkung Christoph Müller, Pommersches Landesmuseum

25.3. – 12.8., Pommersches Landesmuseum, Hauspreise
Führung durch die Ausstellung

Endlich werden alle fast 400 Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken, die der Berliner Sammler Christoph Müller zusammentrug und dem Land Mecklenburg-Vorpommern schenkte, ihren Auftritt haben. Es ist die mit Abstand größte Sammlung dänischer Malerei aus deren bedeutendster Zeit in einem deutschen Museum. Freuen Sie sich auf einen weiten Blick vom „Goldenen Zeitalter“ bis zur Jahrhundertwende und lassen Sie sich von den leuchtenden Bildern mit ihren hohen Himmeln, dem klaren Licht der See, fliegenden Segeln, stillen Rückzugsräumen und dem einen oder anderen Fischer und Piraten begeistern.

Eine Ausstellung des Pommerschen Landesmuseums

FÜHRUNGEN
FREITAG, 11.5., 17:00, Eintritt zzgl. 2 €
Der Soundtrack der Bilder: Von der Idee des Nordens und einer
Kunstgeschichte des Geräuschs
Ausstellungsrundgang mit Nico Anklam
SONNTAG, 13.5., 11:30, Eintritt zzgl. 2 €
Kopenhagen – Dresden – Paris – Rom
Ausstellungsrundgang mit Godela von Randow
Internationale Vernetzung – ein Zeichen unserer Zeit? Auch ohne moderne Kommunikationsmittel gab es im 19. Jh. einen intensiven Austausch zwischen den Zentren für Kunst und Kultur. Von Dänemark nach Frankreich und Italien, herschte eine rege Reisetätigkeit,  wobei Dresden eine Art Umschlagplatz bildete. Künstler diskutierten neue Tendenzen und Eindrücke, die sich auf ihre Arbeiten auswirkten. Wir begeben uns auf die Suche, welche Spuren wir »bei den Dänen« entdecken.

Geschlechtergerechtigkeit in Nordeuropa: Ziel erreicht oder Stagnation?

Mi 9.5., 18.00, Krupp-Kolleg, Podiumsdiskussion, Eintritt frei

Podiumsdisskusion

Die nordeuropäischen Staaten mit ihrer starken wohlfahrtsstaatlichen Ausrichtung gelten auch in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit als richtungweisend. Alle nordeuropäischen Länder belegen im Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums regelmäßig die vordersten Plätze. Insbesondere Schweden galt lange Zeit als gleichstellungsorientierter Vorzeigestaat. Doch wie sieht die soziale Realität aus?
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollen wir verschiedene Perspektiven auf Geschlechtergerechtigkeit zusammenführen. Unter anderem wird es um die Ungleichheit beim Zugang zum Arbeitsmarkt und zur Bildung, beim Gehalt und bei der Vergabe von Führungspositionen in Wirtschaft und Politik gehen. Dabei werden wir uns auch mit Fragen befassen, die sich in Partnerschaft und Familie stellen. Wie gerecht wird Erwerbs- und Sorgearbeit aufgeteilt zwischen den Geschlechtern? Und inwiefern findet ein Rollenwandel von Männern statt?
Gemeinsam mit drei Referentinnen werden wir uns dem Stand der Geschlechtergerechtigkeit in Nordeuropa nähern. Als Gäste konnten Tiina Kinnunen aus Finnland, Professorin für finnische und nordeuropäische Geschichte am Historischen Institut der Universität Oulu, sowie Dr. Hanne Martinek aus Schweden, Forscherin bei „Socialstyrelsen“ (Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen) in Stockholm, gewonnen werden. Komplettiert wird die Runde von Merle Weßel, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Nordische Geschichte an der hiesigen Universität. Geleitet wird die Diskussion von Dr. Jenny Linek und Prof. Dr. Jochen Müller.

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God’s War: Scandinavians on crusade in medieval Livonia and Estonia in history and national narratives

C.A. Lorentzen (1746-1828), Dannebrog falder ned fra himlen under Volmerslaget ved Lyndanisse (Tallin) i Estland den 15. juni 1219, 1809

Mi 9.5., 16.00, Lehrstuhl Nordische Geschichte, Eintritt frei

Vortrag von Carsten Selch Jensen

Die Kontakte zwischen den baltischen und skandinavischen Ländern wurden im Mittelalter von gewaltsamen Kreuzzügen von dänischer, schwedischer und deutscher Seite getrübt. Ironischerweise bestärkte diese Zeit die Bande zwischen den Ostseeraumregionen und bekam dauernden Einfluss auf die nationalen Erzählungen: So bedeutet der Stadtname Tallinn ’Dänenstadt’ und die Sage, dass die dänische Flagge in Estland vom Himmel gefallen sein soll, war lange populär. Der Kirchenhistoriker Carsten Selch Jensen von der Universität Kopenhagen hat über fast 25 Jahre über das mittelalterliche Baltikum geforscht.

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Südsamische Sprache, Kultur und Musik


Mo 7.5., 15.00, Konferenzsaal im Universitätshauptgebäude, Eintritt frei

Künstlergespräch mit Marja Mortensson

Südsamisch ist die südwestlichste der Samischen Sprachen. Von den etwa 2000 Südsamen, die in Norwegen und Schweden leben,  sprechen nur noch etwa 500 diese Sprache fließend. Der jungen Sängerin und Joikerin Marja Mortensson liegt es sehr am Herzen, sie zu bewahren. In einem Künstlergespräch gibt Marja Einblicke in südsamische Kultur in Musik, bevor man ihr Konzert in der Joik Nacht erleben kann. (Foto: Jørn Kristensen)

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