10.5. – Eisige Elektrobeats


©Noëmi Grimm

Noch ist der siebte Band der Neuen Nordischen Novellen nicht auf dem Markt, trotzdem waren erste Übersetzungen bereits jetzt zu hören. Die Isländerin Árný Stella Gunnarsdóttir las zusammen mit ihren Übersetzern aus neuen, unveröffentlichten und alten Kurzgeschichten und Gedichten, beantwortete Fragen und erzählte aus dem isländischen Studentenalltag. 

Rasant wurde es am frühen Abend. Ilse Winkler präsentierte das Buch zum wohl unbekanntesten, meist schweigenden Formel-1 Fahrer Kimi Räikkönen. Gemeinsam mit Gabriele Schrey-Vasara übersetzte sie das erfolgreiche Buch ins Deutsche.

Eisige Elektrobeats erklangen am Abend zum Doppelkonzert unter dem Motto von Indie und Elektro. Klaki, das Soloprojekt des Isländers Gísli Brynjarsson, bedeutet Eis. Anders als der Name vermuten lässt, begeisterte er mit dunklen Elektrobeats, kraftvollem Saxofonspiel und tanzbaren Rhythmen.
AyOwA spielten fein und melancholisch. Das dänische Duo stand zu dritt auf der Bühne und verzauberte mit der wundersam klingenden dänischen Sprache und ihren eingängigen Beats.


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9.5. – Jung und Dynamisch


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Am Donnerstag wurde es politisch. Während der Podiumsdiskussion zur  Außenpolitik der Nordischen Länder wurden die Beziehungen zur NATO und der Europäischen Union diskutiert und auf die aktuellen Entwicklungen eingegangen.

Am Abend begeisterte das Jazz-Trio um Pianisten Jakob Gunnarsson. Das junge Trio spielte dynamisch und entwickelte im Laufe des Abends einen wunderbaren gemeinsamen Drive. Ihr Repertoire reichte von improvisatorischem, smoothem 70er Jahre Jazzstücken bis hin zu Adaptionen moderner Popsongs.
So war es kein Wunder, dass eine Zugabe nach dem erfolgreichen Debüt nicht ausreichte.


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8.5. – Spuren in Eis und Schnee


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ISHAV – das bedeutet Eismeer. Und von diesem ist die Künstlerin Ilka Raupach fasziniert. Die gelernte Elfenbeinschnitzerin eröffnete gestern ihre Ausstelltung mit dem mystisch klingendem Namen ISHAV – Spuren in Eis und Schnee. Begeistert von diesen vergänglichen Materialien, ist sie Spezialistin im Umgang mit diesen geworden.
In der Ausstellung sind ihre Fotografien, sowie  eindrucksvolle grafische und skulpturale Arbeiten noch bis zum 29.5. im 2. Stock des Kulturzentrums St. Spiritus zu sehen.

Das Sinfonieorchester der Universität Greifswald präsentierte zusammen mit Schauspieler Christian Holm Frederick Delius‘ „Auf dem Hochgebirge“, ein Melodram nach dem Gedicht von Henrik Ibsen; und das als Welterstaufführung der Originalfassung, zu dem ins Deutsche übersetzten Text. Dramatisch und eindringlich, aber auch ganz leise, schwebte die Stimme Christian Holms über der großen Musik, die das Orchester zum Leben brachte.
Passend zum Norwegischen Motto des Abends spielte das Uni Sinfonieorchester noch Edvard Griegs beliebte Suite „Aus Holbergs Zeit“.


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7.5. – Von Mondnazis und Sex Magick Wizards


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Inzwischen ist es Dienstag geworden und das Informationsforum zum Wohlfahrtsstaat ging in die zweite Runde. Vielen Dank an alle Gäste – schön, dass ihr da wart!
Am frühen Abend gab es eine Lesung von und mit Johanna Sinisalo, die das Genre „finnish weird“ begründete, und über ihr Buch „Renate und die Mondnazis“ zusammen mit Übersetzer Stefan Moster sprach und las.

Im St. Spiritus wurde es magisch!
Zur Sámi Session ertönten lieblicher Joik – gespielt vom Kasja Balto Trio. Die drei Norwegerinnen verzauberten mit traditionellen und modernen Klängen sowie emotionalem Gesang.
Heftiger wurde es bei den Sex Magick Wizards. Virtuos, experimentell, dreckig – die fünfköpfige Band um Gitaristen Viktor Bomstads sorgte für einen intimen, gelungenen Abend.


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Fest des Nordens