Nachklang: Michael Blake/Kresten Osgood Duo (CAN/DK)


15.5., 21:00, Koeppenhaus; Eintritt: 10/6€
Achtung! Im Programmheft ist ein falscher Termin für dieses Konzert angegeben. Es findet am Mittwoch, dem 15.5. statt.

Das Duo-Format Saxophon/Schlagzeug hat eine Tradition in der Jazzmusik. Losgelöst von Akkorden und Basstönen, sind die Musiker frei um im Augenblick zu komponieren. Dabei verläuft die musikalische die Unterhaltung in einer komplett freien Umgebung. Es spricht für die Künstler, wenn wir uns beim hören dieser Musik ständig vor Augen halten müssen, dass weder Bass- noch Akkord-Instrumente beteiligt sind. Wenn es irgendeinen Beweis dafür gibt, dass Jazz eine lebendige Kunst ist, dann ist er in den Momenten der reinen Improvisation von Blake und Osgood zu finden.
Ihre Partnerschaft geht weit zurück: Schlagzeuger Osgood hat eine beachtliche Präsenz in der Kopenhagener Musik-Szene und reist häufig nach New York City. Mit Blake’s Band „Blake Tartare“ hat er 3 CDs aufgenommen und produzierte Aufnahmen mit Koryphäen wie Yusef Lateef, John Tchicai, Oliver Lake, Sam Rivers und Paul Bley. Die Verbindung wuchs sogar noch tiefer nach Tourneen und Aufnahmen mit dem legendären Organisten Dr. Lonnie Smith für Osgood’s Doppel-CD „Hammond Rens“. Seit der Veröffentlichung seiner eigenen atemberaubenden Debüt-CD „Kingdom of Champa“, hat sich Michael Blake als einer der führenden Stimmen in der zeitgenössischen Musik etabliert. Der Saxophonist und Komponist setzt konsequent auf Musik, die deutlich von Originalität und Vision gekennzeichnet ist. Seit über 25 Jahren lebt und arbeitet Blake in New York City, was für seine künstlerische Entwicklung stets enorm wichtig war. Er hat mit zahlreichen Musikern zusammengearbeitet, komponierte Musik für Film und Fernsehen und spielte in den weltweit angesehensten Konzertsälen. Er „verleiht“ auch seine Talente als Weltklasse-Saxophonist an Dutzende von Projekten, die ebenfalls von internationalen
Größen geleitet werden.
Ihre musikalische Verwandtschaft hat sich noch nie so gut wie auf der 2009 veröffentlichten CD „Control This“ (Clean Feed) widergespiegelt. Sofort fühlen wir die Verbundenheit der beiden Musiker. Sie verstehen einander unglaublich gut und spielen in nahezu synchroner Einmütigkeit miteinander. Aber was als Garantie für Sicherheit dienen könnte, wird hier zur Grundlage für eine tiefe Reise in die Bereiche kooperativen Erforschens, sowohl in die Musik hinein als auch ins menschliche Innere.

Eine Veranstaltung von Jazz in Greifswald.

Die Färöer: Nordatlantische Sommerimpressionen – Bildervortrag von Andrea Hesse


8.5., 15:00, Stadtbibliothek Hans Fallada; Eintritt frei!

Die Färöer, vom Reisemagazin National Geographic Traveler 2007 als schönstes Inselreiseziel der Welt gekürt, liegen etwa auf halbem Wege zwischen Norwegen und Island. Die 18 Inseln des Archipels nehmen zusammen eine Fläche von ca. 1400 km2 ein – etwa die dreifache Größe von Usedom. Von den knapp 50 000 Einwohnern leben über ein Drittel in der beschaulichen Hauptstadt Tórshavn. Die übrigen Landesteile sind nur sehr dünn besiedelt. Das vom Meer auf der einen und hohen Bergen auf der anderen Seite eingeschlossene Dorf Gásadalur galt sogar bis zur Eröffnung eines Straßentunnels im Jahr 2006 als einer der abgeschiedensten Orte Europas.
Ein großer Reiz der Inselgruppe als Reiseziel liegt im wechselnden Landschaftsbild entlang der zerklüfteten Küste: schmale Fjorde, gezackte Bergrücken und kahle Gipfel, schroffe Klippen und grüne Berghänge, an denen sich Papageientaucher, Basstölpel und Trottellummen zum Brüten eingerichtet haben, einsame Täler, Buchten mit Sandstränden, über die Austernfischer spazieren, und dazwischen kleine Ortschaften. Nach nur kurzer Wanderstrecke eröffnen sich immer wieder neue Aussichten auf die Landschaft, die benachbarten Inseln und auf legendenumwobene Felsen vor der Küste. Durch die wechselhaften Witterungsverhältnisse im Nordatlantik erlebt man die Orte in gänzlich unterschiedlichen Stimmungen, oft an ein und demselben Tag.
Der Bildervortrag von Andrea Hesse, Mitarbeiterin am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Uni Greifswald, stellt die Färöer als Reiseziel vor. (Foto: Christiane Viertel)

Tilbury (IS)


4.5., 20:00, St. Spiritus, Indie Pop-Nacht mit Møll (N) & Tilbury (IS); Eintritt 12/8€

Seit der Veröffentlichung von Tilbury’s erster Single „Tenderloin“ letztes Jahr, hat die Band die isländische Musikszene in helle Aufregung versetzt. Und ihr Debutalbum „Exorcise“ hat all die Aufgeregten ganz und gar nicht enttäuscht. In der Tat wurde die Band zum Act des Jahres mit „Exorcise“ als meistverkauftem Album auf der isländischen Musikwebsite Gogoyoko.com, und mit Erwähnungen in fast jeder „Die-besten–Alben-des-Jahres“-Liste.
Die Tilbury-Musik ist dramatisch, dunkel und bittersüß. Altes und neues wird gemischt, der Gitarrensound der 60er mit den verwegenen Synthesizern der 80er und einer dicken Schicht neuer Electronica. Die Bandmitglieder haben Backgrounds in Bands wie
Skakkamange, Jeff Who?, Hudson Wayne, Valdimar, Brother Grass, Hjaltalin, ADHD, Amiina und Moses Hightower.

Youtube: Tenderloin
Youtube: Drama

Møll (N)


4.5., 20:00, St. Spiritus, Indie Pop-Nacht mit Møll (N) und Tilbury (IS); Eintritt 12/8€

«MØLL», das ist norwegisch und bedeutet Motte. Und das meint die Band: MØLL ist ein höchst unattraktives Insekt, das das Licht im Schatten des Schmetterlings sucht. MØLL geht ein in die Dunkelheit der Nacht, und ganz leise verzehrt es deine Kleidung. MØLL ist anonym, aber macht sich trotzdem bemerkbar: Es fliegt dir ins Gesicht, es stürmt dein Zimmer und es ruiniert dir deine süßen Träume.
Emilie Storaas (Gesang), Viljar Dyvik Sellevold (Gitarre), Tord Nilsen (Tuba!) und Kim Christer Hylland (Schlagzeug) kommen aus Trondheim und definieren sich selbst unter dem Genre Indie Pop, oder um es noch genauer zu sagen als Popjazzdronerock. Die Band hat einen energiegeladenen Sound, treibende Drums and Tuba, rockende Gitarre und Emilies rohe, packende Vocals auf Englisch (und hoffentlich auch in Trondheims Dialekt Trøndersk). Ihre Stimme wurde verglichen mit Lykke Li, Kate Bush und Björk.

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Nachklang: Dangers Of The Sea (DK)


18.5., 21:00 Kulturbar, Lange Str. 93; Eintritt: frei! Um Spenden nach dem Konzert wird gebeten.

Dangers of the Sea ist eine Folk / Indie-Band aus Kopenhagen, Dänemark. Gegründet im Jahr 2010 von Sänger und Songwriter Andreas Bay Estrup – er brachte alte und neue Freunde zusammen, alles erfahrene Musiker aus Bands wie Slaraffenland, Saybia und Efterklang.
Die Musik von Dangers Of The Sea kommt aus dem Herzen und trifft den Hörer ebendort, inspiriert wird sie von der Folkrock-Szene der 60er und frühen 70er Jahre, als auch von Bands wie Midlake, R.E.M und The Stone Roses.
In den letzten anderthalb Jahren hat die Band zahlreiche Shows in Dänemark und anderen Ländern gespielt, darunter Konzerte mit Megafaun (USA), Dark Dark Dark (USA) und Dry The River (UK).
Dangers Of The Sea haben während des ganzes Jahres 2011 aufgenommen und arbeiten derzeit mit dänischen Indie Godfather Nikolaj Nørlund an der Fertigstellung ihres Debüt-Albums.
Dangers Of The Sea sind für Roskilde Festival und Spot Festival angekündigt.

Eine Veranstaltung der Kulturbar.

www.dangersofthesea.com
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