Dänische Kurzfilmnacht


Sonntag, 13.5., und Montag, 14.5., jeweils 17:15 und 20:30, CineStar
Eintritt: 5

Zum zweiten Mal ist die Greifswalder Kurzfilmnacht-Initiative kufina Teil des Nordischen Klangs. Wieder steht das Schirmherrenland im Zentrum. Filmemacher aus ganz Dänemark und Grönland schickten ihre Streifen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. 13 der 17 Kurzfilme stammen dabei von Dänemarks führender Animationsschule, dem Animation Workshop in Viborg.
Die zwischen 3 und 16 Minuten langen Arbeiten variieren in Form und Inhalt wie Tag und Nacht. Einige haben Preise gewonnen; andere haben Deutschlandpremiere.

Und dies sind die ausgewählten Filme und ihre Macher:

Hum · Søren Bendt Pedersen · 2007

Office Noise · Tod Polson, Karsten Madsen, Torben Søttrup · 2008

Katrine · Malik Thomas Spang Bruun · 2009

Dinorider · Peter Lopes Andersson · 2009

Hearts and minds · Jakob Rasmussen · 2008

Salma · Martín Sand Vallespir · 2009

Allez · Oliver Tonning · 2012

Load · David René Christensen · 2012

Bertram · Lára Gardarsdóttir, Michael H. Mauritzen, Karen R. Johansson · 2008

Project Alpha · Nicolai Slothuus, Matthías Æ. Bjarnasson, Christian Munk Sørensen · 2009

Roadkill · Randy Lillegaard Larsen, Caroline Henriques-Nielsen, Thomas Sørensen, Line Windfeldt Pind, Mads Herman Johansen · 2008

Elk Hair Caddis · Alice Holme, Peter Smith, Anders Brogaard, Magnus Møller · 2009

Vegeterrible · Henrik Sønniksen, Benjamin Nielsen · 2009

Born Again · Henrik Bjerregaard Clausen · 2010

The Saga of Biôrn · Frederik Valentin Bjerre-Poulsen, Daniel Dion Christensen, Jonas Doctor, Jonas Georgakakis, Jesper Aagaard Jensen, Benjamin Juel Kousholt, Mads Lundgård, Steffen Lyhne, Pernille Ørum-Nielsen · 2011

Kærlighedsdigt (Love poem) · Andreas Grønnegaard Møller · 2012

Out of a Forest · Tobias Gundorff Boesen · 2009

Daniel Herskedal/Marius Neset Chorprojekt (N/D)


Montag, 7.5., 20:00, Jacobikirche
Nordische Konzertnacht mit Daniel Herskedal/Marius Neset Chorprojekt und dem Universitätsorchester Greifswald
Eintritt: 10/6

Daniel Herskedal, Tuba
Marius Neset, Saxophon
Chorsänger aus Greifswald

Mit ihrem Album „Neck of the Woods“, dessen Veröffentlichung für den September 2012 geplant ist, werden Daniel Herskedal und Marius Neset neue Maßstäbe in Sachen Jazz setzen. Das Tuba/Saxophon-Duo lässt Klassik, nordische Folklore und Jazz verschmelzen, wobei eine kraftvolle und zugleich stimmungsvolle Einheit entsteht. Davon konnten sich schon die Besucher des Norwegischen Tubatitanen-Abends beim Nordischen Klang 2011 überzeugen. Damals schlugen die beiden Musiker vor, mit Greifswalder Sängern ein Programm
einzustudieren, ganz ähnlich wie es auf „Neck of the Woods“ mit ihnen zusammen mit den schwedischen Svanholm Singers zu hören ist. 15
gute Greifswalder Männerstimmen sind jetzt eingeladen, einen Klangteppich für die beiden Bläser auszurollen.
Der Norweger Marius Neset ist dem internationalen Jazzpublikum bereits als Saxophonist der Band JazzKamikaze ein Begriff. Jetzt startet er aber auch mit seiner neuen Band „Golden Xplosion“ voll durch. Mit seinem gleichnamigen Album beweist er sich als Kritikerliebling. Die große Tageszeitung Dagbladet aus Oslo nennt ihn sogar „den größten norwegischen Saxophonisten seit Jan Garbarek“. Zuletzt tourte der gerade einmal 26-jährige Neset mit seiner Band durch England und Norwegen.
Auch Daniel Herskedal hat sich bereits außerhalb seiner Heimat Norwegen einen Namen gemacht und gilt als einer der besten Tuba-Jazzer des Landes. In seinem ersten eigenen Album „City Stories“ schildert er mit seinem Instrument Eindrücke von acht Städten überall auf dem Erdball. Zwar ist die Tuba gewichtmäßig und spieltechnisch „schwer“; doch mit Herskedal bedient sie ein wahrer Meister der Schwerelosigkeit.

UniversitätsOrchester Greifswald


Montag, 7.5., 20:00, Jacobikirche
Nordische Konzertnacht mit Daniel Herskedal/Marius Neset Chorprojekt und dem UniversitätsOrchester Greifswald
Eintritt: 10/6

Unter der Leitung von UMD Harald Braun
Werke von Kuhlau und Lumbye

Sogar das UniversitätsOrchester wurde vom Olsenbande-Fieber angesteckt! Unter der Leitung von UMD Harald Braun spielt es die Ouvertüre zum Singspiel „Elverhøj“ (deutsch: „Elfenhügel“) des Deutschdänen Friedrich Kuhlau. Das 1828 komponierte Werk ist legendär in den Film „Die Olsenbande sieht rot“ integriert: Ausgeklügelt sprengen sich die Gauner anhand der Partitur durch das Königliche Theater, um den brausenden Schluss der Ouvertüre für ihren Diebstahl zu nutzen. Hier erklingt nämlich die Königshymne, bei der sich alle zu Ehren des Monarchen erheben müssen. Die Hymne ist tatsächlich bis heute die offizielle Melodie des dänischen Königshauses.
Auch das weitere Programm ist dänisch mit Werken von Hans Christian Lumbye. Zahlreiche populäre Kompositionen (über 700 Märsche, Polkas und Galopps) bestimmen sein OEuvre. Die bei uns bekannteste ist der Champagner-Galopp, ein wahrer Wunschkonzert-Klassiker. In diesem schwungvollen Tanz knallt tatsächlich ein paar Mal der Champagner-Korken. Derlei Effekte sowie die flotten Tempi seiner Stücke machten Lumbye seinerzeit zum Meister der Unterhaltungsmusik, zum Johann Strauß des Nordens. Den perfekten Ort dafür bot der Kopenhagener Vergnügungspark Tivoli, dessen Konzertsaal er mit seinem Orchester vom Eröffnungsjahr 1843 an bespielte. Seinen Kompositionsstil schaute Lumbye sich zwar von den Wiener Kollegen ab, doch manchmal komponierte er sogar lyrischer und frischer als die großen Vorbilder. Auch in seinen großorchestralen Werken und Phantasien ist sein leichter, heller Ensembleklang unüberhörbar.

Musikalische Lesung mit Steingrímur Teague (IS)


Sonntag, 13.5., 20:00, PORO Restaurant Bar Lounge
Eintritt: 5/3

Songs, Lyrik und Stories mit Steingrímur Teague. Moderation: Hartmut Mittelstädt

Er hat mit vielen Stars der isländischen Musikszene zusammengearbeitet, und er ist der Sänger und Songschreiber der isländischen Neo-Soul Sensation Moses Hightower, die dieses Jahr beim Nordischen Klang auftreten wird. Einen Tag später kann man Steingrímur Teague dann solo bei einer musikalischen Lesung erleben.
2011 erschien seine Geschichte “Fjórda nóttin” (Die vierte Nacht) in deutscher Übersetzung in der Anthologie „Kalkül und Leidenschaft – Sechsundzwanzig isländische Kriminalautoren“. Als amerikanisch-isländischer Zwei-sprachler, beherrscht er auch Englisch perfekt.
Unter anderem schrieb er Songtexte zur internationalen Version des Albums „Kimbabwe“ der Indiegruppe Retro Stefson, das 2011 bei Vertigo/Universal erschienen ist. Der Greifswalder Isländischlektor Hartmut Mittelstädt führt durch den Abend, an dem Steingrímur seine Kurzprosa, Lyrik und Songs präsentieren wird.

„Pat und Patachon, die Filmhelden“ (DK 1928)


Donnerstag, 10.5., 21:00, Pommersches Landesmuseum
Eintritt: 10/7

Stummfilm mit Klavierbegleitung von Thomas Putensen

Zu dritt sind sie unschlagbar! Wenn der Tastenkomiker Thomas Putensen am Klavier Pat und Patachons Leinwand-Slapstick begegnet, bleibt kein Auge trocken. Schon einmal im Jahr 2000 hat er beim Nordischen Klang mit sprudelndem Spielwitz einen Streifen der dänischen Stummfilmclowns live begleitet.
Es war nicht leicht, über die europäischen Filmarchive einen passenden Streifen zu besorgen. Die Zeit der 35mm-Kopien scheint abgelaufen zu sein. Nur das Dänische Filminstitut konnte helfen. Mit „Filmens Helte“ (Pat und Patachon, die Filmhelden; DK 1928) zeigt der Nordische Klang einen der späten Stummfilme des Komikerduos.
Das Nürnberger 8-Uhr-Blatt beschrieb 1929 die Handlung folgendermaßen: „Die Idee ist ganz ausgezeichnet. Der Allgewaltige der Sullivan-Film-Gesellschaft will eine Wette gegen seine beiden, in Filmstars verschossene Töchter nicht verlieren und erklärt irgend 2 Idioten seien ebenso gute Filmschauspieler wie der Bob und der Bill. Nur Pat und Patachon können das Pech haben, als diese 2 Idioten ausgesucht zu werden. Nach allem Unmöglichen sollen sie 2 Cowboys darstellen und eine romantische und doch so gruselig verwegene Sache, ein Drama aus dem wilden Westen, aufziehen. Der Regisseur schwitzt Blut, aber endlich geht’s in die Uraufführung. Alles ist platt. Auf der Leinwand erscheint eine unglaubliche Tragikkomödie. Sie ist eine ganz glänzende Parodie auf diese Wildwestschlager und wird der größte Heiterkeitserfolg, den Sullivan je hatte. Er genehmigt alle Hochzeiten und stürzt zu Pat und Patachon, um sie sofort für einige Jahre zu engagieren, aber ebenso kaltblütig wie immer wollen sie erst noch darüber schlafen.“
(Quelle: Erlanger StummfilmMusiktage)

In Zusammenarbeit mit dem Filmklub Casablanca und dem Pommerschen Landesmuseum