Kammerorchester der Region Kotka (FIN) & Orchester der Musikschule Greifswald


Sonntag, 6. Mai, 11:00, Pommersches Landesmuseum
Eintritt: 5/3

Frühlingskonzert
Seit über 40 Jahren gibt es das Kammerorchester der Region Kotka aus Greifswalds finnischer Partnerstadt. Es besteht derweil aus 20 Musikern zwischen 10 und 20 Jahren. Regelmäßig präsentieren sie sich in der Region mit eigenen Konzerten und auf Veranstaltungen ihrer Heimatstadt. Festliche Klassik, traditionelle Volksweisen und fröhliche Unterhaltungsmusik – ihr Repertoire hat viel zu bieten.
2009 hat das Orchester an dem finnischen „Jugend musiziert“ teilgenommen, dem sich dieses Jahr die Beteiligung an der Veranstaltungsreihe „Junge Kultur“ anschloss. Auch international ist das Orchester viel unterwegs. Vor drei Jahren besuchten sie zum Beispiel Sankt Petersburg. In Deutschland waren sie allerdings zuletzt 1994 bei einem Konzert in Lübeck. Es besteht also großer Nachholbedarf!
Für eine gemeinsame Matinee mit der Greifswalder Musikschule, die dieses Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert, kommen sie wieder nach Deutschland.
Die Greifswalder sind mit einem 25-köpfigen Kammerorchester dabei, dessen Besetzung zwischen 10 und 53 Jahre alt ist. Aus ihrer Heimat bringen die Finnen Volkslieder des Komponisten Toivio Kuula mit und sorgen mit einem ungarischen Tanzstück für Stimmung. Gemeinsam werden die Orchester beliebte Stücke wie Händels Feuerwerksmusik, Griegs „Halle des Bergkönigs“ aus Peer Gynt und Elgars „Pomp and Circumstance“ spielen. Aber auch auf den Radetzky-Marsch und „New York, New York“ darf sich das Publikum freuen. Ein beschwingter Start für viele nordische Erlebnisse an diesem Festivalsonntag!

Eine Veranstaltung der Musikschule Greifswald in Zusammenarbeit mit Greifswalds Partnerstadt Kotka und dem Nordischen Klang

Musikschüler aus Kotka (FIN) und Greifswald stellen sich vor


Samstag, 5. Mai, 17:00, Musikschule
Eintritt frei!

Seit 1946 bildet die Musikschule der Region Kotka als eine der ältesten Finnlands junge Musik-Talente aus. Sie hat einen guten Ruf im international hoch geschätzten finnischen Musikschulwesen errungen. Etwa 700 Kinder und Jugendliche erhalten in allen Orchesterinstrumenten sowie Klavier und Gesang an dieser Schule Unterricht auf hohem Niveau.
Die Lehrer der Schule sind stets auch in eigenen, erstklassigen Musikprojekten tätig. Mit Begeisterung und Eifer folgen ihre Schüler diesem Pfad, wenn sie sich mit Solo-Stücken in der Greifswalder Musikschule vorstellen.
Auf Violine, Cello und Kontrabass präsentieren sie ihr Können, wobei sie der Pianist Esa Ylönen begleiten wird. Darunter sind Stücke wie Bachs „Ave Maria“ und Massenets „Meditation“. Aus der Musik ihres Landes wählten sie Järnefelts „Berceuse“ und „Miniatyr“ von Teppo Hauta-Aho. Auch Schüler und Schülerinnen der Musikschule Greifswald werden sich in diesem Konzert vorstellen.

Eine Veranstaltung der Musikschule Greifswald in Zusammenarbeit mit Greifswalds Partnerstadt Kotka

Ausstellungseröffnung: Fotografien von Joana Deltuvaitė und Gytis Skudžinskas (LIT)


Samstag, 5. Mai, 17:00, Galerie STP
Eintritt frei!

Die Ausstellung analysiert verschiedene Ansätze, der Natur fotografisch zu begegnen: die Natur im Kontext, Elemente der Natur, Verstecktes in der Natur, die erinnernde Natur und die Erinnerung an die Natur. Von klassisch bis modern, von schwarz/weiß zur Farbfotografie, wird die Natur neu überdacht von Künstlern verschiedener Generationen und verschiedener Hintergründe und Einflüsse.
Im Rahmen des Nordischen Klangs präsentiert die Galerie STP mit Joana Deltuvaitė und Gytis Skudžinskas zwei junge Fotografen aus Litauen. Sie haben beide an der Kunstakademie in Vilnius studiert und sind Mitglieder des litauischen Fotografenverbandes. Von Deltuvaitė wird „Walking on the Vilnius’ borders“ zu sehen sein. Skudžinskas legt in seiner Reihe „Silence“ den Schwerpunkt auf neue Perspektiven und Bildwahrnehmungen.
Die Ausstellung ist Teil einer umfassenden Präsentation litauischer Gegenwartsfotografie beim Umweltfoto-festival „horizonte Zingst“ (26.5-3.6.2012).

Ausstellungsdauer: 5.5. – 10.6.

Eine Veranstaltung der Galerie STP

Das unbequeme Kulturerbe. Vermittlung der deutsch-dänischen Grenzregion am Museum Südjütland/Sønderborg


Montag, 7.5., Konzilsaal im Universitätshauptgebäude, 16:00
Eintritt frei!

Öffentlicher Vortrag von Peter Dragsbo

Das unbequeme Kulturerbe. Erforschung und Vermittlung der deutsch-dänischen Grenzregion am Museum des Sønderjylland/Sønderborg Schloss

Das Museum für Südjütland im Schloss von Sønderborg hat es sich zur Aufgabe gestellt, die wechselvolle Geschichte der deutsch-dänischen Grenzregion zu erforschen und zu vermitteln. Hier ist man schon seit einiger Zeit davon abgekommen, Geschichte von einem einseitigen nationalen Standpunkt aus zu erzählen. Viele Ereignisse wie zum Beispiel die Schleswigschen Kriege (1848-51 und 1864) oder die Wiedervereinigung Nordschleswigs mit Dänemark (1920) müssen heutzutage in einer Museumsausstellung aus verschiedenen Perspektiven dargestellt werden.
Peter Dragsbo berichtet in seinem Vortrag ganz konkret von dieser Vermittlungsarbeit. Seit 2010 ist er Direktor des Museums Sønderjylland/Sønderborg Slot, dem Museum für Geschichte und Kultur der deutsch-dänischen Grenzregion. Von ihm stammen zahlreiche Bücher und Artikel über Architektur, die Geschichte von Stadt und Land, das Kulturerbe und seine Bewahrung sowie die Geschichte der Grenzregion.

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Nordische Geschichte

Informationsforum „Religion und Identität in Nordeuropa“


Montag, 7.5., und Dienstag, 8.5.

Informationsforum „Os og dem – religion og identitet i Norden“ / „Wir und die anderen – Religion und Identität in Nordeurropa“

Bisher ging man davon aus, dass die europäische Kultur durch einen unumkehrbaren Prozess der Säkularisierung gekennzeichnet ist. In den letzten 20 Jahren jedoch kehrt die Religion mit Macht in die öffentliche Diskussion zurück. Das Informationsforum im Nordischen Klang 2012 stellt sich unter dem Titel „Wir und die Anderen“ die Frage, wie sich Religion (gerade auch von Minderheiten) aber auch Säkularisierung als identitätserzeugende Instanzen darstellen. Die Angriffe auf die Mohammedkarikaturen und Anders Breiviks Feldzug gegen eine islamistische „Überformung“ Norwegens zeigen unmittelbar die Relevanz dieser Frage für die Region Nordeuropa.