Kitchen Baroque (N)


5.5., 19:30, Theater; Eintritt: 16/10€

Gut 400 Jahre alte Barockmusik trifft auf zeitgenössische Improvisation! Links auf der Bühne sitzen sechs erfahrene Barockspezialisten mit internationalem Renommee – das Ensemble Stavanger Barokk. Auf der rechten Seite: sechs Improvisationsmusiker, ebenfalls aus Stavanger, mit Rock-, Jazz- und Klassik-Hintergrund – sie gehören zum waghalsigen Musikerkollektiv Kitchen Orchestra. In der Mitte, ein Percussionist, der die Brücke zwischen beiden Stile schlägt und ein Orchesterleiter, der die Einsätze dirigiert. Die Besetzung beruht auf adäquaten Instrumentenpaaren und dem innovativen und sehr persönlichen Stimmstil von Stine Janvin Motland, dem als Spiegelbild der wunderschöne Sopran von Elin Aase gegenübertritt.
Womit spielen sie? Mit italienischer Musik: Ciaccone, Passacaglien, Folias und andere Formen, die auf einem sich wiederholenden Generalbass basieren. Inspiriert von der groovenden Barockmusik improvisieren die Musiker mit Leichtigkeit und Nonchalance.
Für den Komponisten Nils Henrik Asheim, der das auch Projekt dirigiert, ist es wichtig, ehrlich gegenüber den musikalischen Traditionen zu sein. Sein Ausgangspunkt ist, dass er die Barockmusiker tun lässt, was sie am besten können, während die Zeitgenössischen Musiker einen Impro-Gegenpart spielen, anstatt mit Barockklängen zu pfuschen.
Aber es ist unvermeidlich, dass diese zwei Kulturen aufeinander prallen. Derbe, burleske Szenen, offene Fights, wunderliche Anklänge an Tango, Dixieland oder Marschmusik können ohne Vorwarnung ertönen. Melancholische, kantige Schönheit, bei der klassische Harmonie mit einer faszinierenden modernen Soundlandschaft erweitert wird. (Foto: John Rodger)

Stavanger Barokk: Elin Aase, Sopran; Gustavo Gargiulo, Zinken; Karolina Radziej, Geige; Joseph Maria Antonio, Viola da Gamba; Ulrik Gaston Larsen, Laute, und Hans Knut Sveen, Cembalo.

Kitchen Orchestra: Stine Motland, voc; Petter Fadnes, sax; Vidar Schanche, g; Didrik Ingvaldsen, tp; Johan Egdetveit, acc; Thomas Bang, b.

&
Marius Munthe-Kaas, perc; Nils Henrik Asheim, dir.

Rafał Rozmus (PL) – Musik für „Das Eskimobaby“


7.5., 19:30, Theater; Lach-Nacht: Das Eskimobaby (Musik: Rafał Rozmus) & Paolo Nani: Der Brief; Eintritt: 16/10€
FÄLLT AUS!

Im Rahmen der Lach-Nacht wird die Stummfilmkomödie „Das Eskimobaby” in Begleitung des UniversitätsSinfonieOrchesters Greifswald präsentiert. Die Musik zum Film, die hier als Deutschland-Premiere erklingt, ist ein Werk des polnischen Komponisten Rafał Rozmus, der beim Stummfilmkonzert anwesend sein wird. Er schrieb sie 2010 im Auftrag der Sommerfilmakademie in Zwierzyniec, wo sie auch uraufgeführt wurde. Die Komposition für Flöten, Oboen, Schlagzeug und Streichorchester beruht auf dem Prinzip enger Synchronie zwischen der visuellen Ebene der Filmhandlung und der lautlichen Ebene der Musik. Dabei greift Rozmus auf ein breites stilistisches Spektrum zurück: Musik der Inuit, neoklassische Elemente und Geräuscheffekte treffen beispielsweise aufeinander. Dabei unterstützen die angewandten kompositorischen Mittel die Dramaturgie des Films.
Der einstige Absolvent des Maria-Curie-Skłodowska-Musikinstituts in Lublin lehrt seit fast zehn Jahren selber an dieser Einrichtung. Im Bereich der Musikwissenschaft promovierte Rozmus 2012. Sein künstlerisches Werk besteht aus über 200 Kompositionen und einigen dutzend Konzerten. Außerdem ist er der Musikautor zu 25 Filmen und fünf Theaterstücken, darunter zur größten Filmproduktion (25 Folgen), die je im Vatikan entstand: „Geheimnisse des Vatikans“. Rozmus komponierte auch Musik zur Verfilmung eines Gedichtes von Papst Johannes Paul II, das unter dem Titel „Das römische Tryptichon“ im Kino zu sehen war. Unter seinen zahlreichen Stücken befinden sich desweiteren 18 Partituren, die im Auftrag des polnischen Filminstituts und namhafter Festivals entstanden sind.

White River Junction (N) – Americana aus Hamar


10.5., 21:00, St. Spiritus; Eintritt: 10/6€

Eine neue Band am norwegischen Americana-Himmel hat das Licht der Welt erblickt. Sie heißt White River Junction und kommt aus Greifswalds Partnerstadt Hamar. Ihre Mitglieder – Tom E. Holmlund, Gesang, Annar By und Marius Book, Gitarren, Bjørn Thomassen, Bass, Robert Schei, Schlagzeug und Magnus Østvang, Keyboard – sind gestandene Musiker mit tiefen Wurzeln in den verschiedenen populären US-amerikanischen Musiktraditionen.
Ein Konzert mit White River Junction: Da stellt man sich am besten eine Reise vor, eine Zugreise durch die Vereinigten Staaten. Du startest in Bakersfield, California, durchstreifst The American Heartland – Nebraska und Iowa –, machst einen kleinen Abstecher runter durch ein paar Südstaaten und fährst weiter nach Norden durch Pennsylvania, New York. Als Endstation empfängt Dich White River Junction, Vermont. Und immer wieder stoppt der Choo-Choo-Train auf Unterwegsbahnhöfen. Du steigst aus, tankst Wärme, Atmosphäre und Eindrücke – und erlebst die unterschiedlichen Musikstile des großen Kontinents, Blues, Rock, Country, American Folk. Also Ticket lösen und ab geht der Zug!
Die sechs Jungs in der Band haben lange und vielseitig Erfahrungen auf den norwegischen und internationalen Musikszenen gesammelt. Am besten sind sie vielleicht bekannt durch ihr Mitwirken in verschiedenen norwegischen Blues- und Rockbands und als Backingmusiker für norwegische Künstler und US-amerikanische Stars auf Norwegentournee. Hamaricana at it’s best!

Das Konzert wird großzügig unterstützt von Greifswalds norwegischer Partnerstadt Hamar.

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Ausstellung: „Caspar-David-Friedrich-Preisträgerin 2008: Eva Louise Buus (DK) – Malereien“


13.4.-30.6., Caspar-David-Friedrich-Zentrum, Eröffnung 13.4., 11:00; Eintritt zur Ausstellungseröffnung frei! Ansonsten gelten die Hauspreise.

”Mit der Farbe als konzeptuellem Ausgangspunkt untersuche ich das physische Vermögen der Malerei im Natur- und Landschaftsgenre. In meinen Malereien arbeite ich mit einer stark reduzierten Farbpalette. Dabei male ich die Motive in so zarten und kontrastlosen Schichten und Farben, dass sie fast vor dem Auge des Betrachters verschwinden und monochromen Bildern ähneln. Die Motive sind eigentlich detailliert und figurativ ausgeführt, jedoch bleiben sie zunächst latent bis die Augen beginnen, Kontraste in den Farben des Bildes zu erkennen. Erst dann treten die Motive hervor. In meinen Bildern sind die Farbnuancen daher essentiell, denn sie entstehen oft durch ihre gegenseitige An- oder Abwesenheit.
Mich interessiert sehr das Material und die Stofflichkeit des Bildes, sowohl in der Peinture, aber auch in verschiedenen glänzenden und matten Arten von Farbaufträgen, die ich selber herstelle. Die kleinen Unterschiede der Oberfläche beeinflussen die Reflexion des Lichtes, und die Bilder wechseln ihren Ausdruck, je nach dem aus welchem Winkel man sie betrachtet.
So erforsche ich mit der Malerei die Bedingunegn für das Seherlebnis als solches – als etwas, das sich in Zeit und Ort entfaltet, und das in der Begegnung zwischen Werk und Betrachter entsteht.”
Eva Louise Buus absolvierte die Königliche Dänische Kunstakademie. Seit ihrem Abschluss 2009 hat sie viele Preise und Stipendien bekommen, und ihre Werke wurden an viele Sammlungen und an die stattliche Kulturstiftung Statens Kunstfond verkauft. Zu ihren letzten Soloausstellungen gehören ”Hvide Nætter” (Weiße Nächte) im Museum von Maniitsoq, Grönland, 2012 und ”Colour Me Blind” in der Galerie Christina Wilson in Kopenhagen 2011. Die Künstlerin erhielt 2008 den Greifswalder Caspar-David-Friedrich-Preis und stellte 2009 im Pommerschen Landesmuseum aus.

Eine Ausstellung des Caspar-David-Friedrich-Zentrums.

www.evalouisebuus.dk

Ausstellung: „Sagenhaftes Island – Isländische Gegenwartsliteratur im Porträt“


30.4.-12.5., Theater, Foyer; Eintritt frei!

Wie präsent ist die große isländische Vergangenheit in den heute entstehenden Büchern? Der Journalist Pétur Blöndal hat zeitgenössische isländische Autorinnen und Autoren nach ihrem Umgang mit der (literarischen) Tradition befragt. Dem aus den Antworten entstandenen Panorama von poetologischen Selbstauskünften und Geschichten fügt Kristinn Ingvarsson die Portraits der Autorinnen und Autoren bei. Die Ausstellung zeigt somit im doppelten Sinne »Ansichten« der isländischen Gegenwartsliteratur und ihrer wichtigsten Vertreter.
Vorgestellt werden unter anderem Andri Snær Magnason, Arnaldur Indriðason, Einar Kárason, Einar Már Guðmundsson, Gyrðir Elíasson, Hallgrímur Helgason, Sjón, Kristín Marja Baldursdóttir, Kristín Steinsdóttir und Steinunn Sigurðardóttir.

Eine Ausstellung der Botschaft von Island.