Torben Snekkestad (N)


Sonntag, 6. Mai, 15:00, Dom
Eintritt frei!

Wandelkonzert mit Saxophon-Soloimprovisation

Der aus Norwegen stammende und in Kopenhagen lebende Saxophonist Torben Snekkestad hat sich konstant immer neue musikalische Möglichkeiten für sein Instrument erarbeitet. Er ist einer der hervorragenden klassischen Saxophonisten des Nordens, was man beim Nordischen Klang erleben kann, wenn er als Mitglied des Copenhagen Saxophone Quartets Barockmusik spielt. In letzter Zeit widmete sich mehr und mehr der Komposition und der Improvisationmusik. Er ist ein moderner Allround-Künstler, für den Genre-Grenzen dazu da sind, überwunden zu werden.
Barock, Contemporary, Free Jazz/Impro, Rock und Folk – auf „Conic Folded“, seinem Debutalbum unter eigenem Namen von 2009, laufen alle Fäden zusammen. Da waren die Kritiker gleich guter Dinge! Zu den Musikern, mit denen er zusammengearbeitet hat, gehören Barry Guy, Koichi Makigami, Arve Henriksen, Andrew Cyrille, Jon Balke und das Cikada String Quartet – durchgehend Ausnahmekünstler.
In Greifswald präsentiert Snekkestad sein neues Projekt „Man alone“: 2012 und 2013 gibt er eine Reihe Solokonzerte, die für eine spätere CD-Veröffentlichung aufgenommen werden. Der Augenblick und der Raum werden musikalische Partner der Improvisation. Auch elektronische Samples und Live Looping kommen zum Einsatz. Luftige Intimität, komplexe Klangstruktur, Energie und Ruppigkeit, meditative lyrische Passagen – alles ist möglich. Der Dom als Aufführungsort bietet dabei mit seiner architektonischen Weite und seiner stillen Atmosphäre einen spannenden Rahmen. Begleitet von Snekkestads Klängen können die Besucher das Wahrzeichen der Hansestadt neu entdecken und genießen. Ganz gleich, ob man lieber sitzend lauscht oder unter den Gewölben schlendert.

www.torbensnekkestad.com

Morten Grunwald (alias Benny): „Mächtig gewaltig, Egon!“


Mittwoch, 9. Mai, 20:00, Theater Greifswald
Eintritt: 12/8

Morten Grunwald präsentiert zusammen mit der Übersetzerin und MDR-Moderatorin Janine Strahl-Oesterreich die Ove Sprogøe-Biographie “Mächtig gewaltig, Egon” von Jacob Wendt Jensen. Am Klavier: Thomas Putensen

Der Schauspieler Ove Sprogøe wurde in der Rolle des Egon Olsen weit über die Grenzen Dänemarks bekannt. Zwischen 1968 und 1998 wurden vierzehn Filme über die sympathischen Ganoven der »Olsenbande« gedreht. Millionen von Zuschauern verfolgten gespannt und amüsiert Egons stets scheiternde Pläne. In Dänemark war Sprogøe einer der meistbeschäftigten Filmschauspieler, das dänische Publikum schätzte ihn zudem als Charakterdarsteller im Theater; wie kaum ein anderer war Sprogøe ein echter Volksschauspieler. Ein »Star«, ganz und gar ohne Starallüren und mit einem Privatleben ohne Skandale.
Der Filmkritiker Jacob Wendt Jensen hat mit der Familie und den Weggefährten Sprogøes gesprochen und zeichnet einfühlsam das Leben des Künstlers nach, der bis zu seinem Tode 2004 äußerst bescheiden in einem Gartenhaus in der Nähe von Kopenhagen lebte, berichtet vom überraschenden internationalen Erfolg der Olsenbande-Filme und über Sprogøes besonderes Verhältnis zur DDR. (Text: Eulenspiegel Verlag)

Morten Grunwald, der letzte lebende Darsteller des Filmclown-Trios, wird im Gespräch mit Janine Strahl-Oesterreich von seinem Schauspieler-Kollegen Ove Sprogøe, von den Dreharbeiten und gemeinsamen Erlebnissen erzählen. Janine Strahl-Oesterreich, die die Ove Sprogøe-Biographie übersetzt hat, studierte an der Universität Greifswald Dänisch und hat dort 1982 ihr Diplom für Nordeuropawissenschaft abgelegt. Musikalisch begleiten wird den Abend Thomas Putensen am Piano, der bestimmt die richtige Melodie parat hat!

Die Olsenbande in feiner Gesellschaft (DK 2010)


Sonntag, 6. Mai, und Montag 7. Mai, jeweils 17:15 & 20:30, CineStar
Eintritt: 5

Zum ersten Mal UND NIRGENDWO ANDERS im Kino: Der Animationsfilm „Die Olsenbande in feiner Gesellschaft“ (DK 2010) mit deutschen Untertiteln!
Nach 14 Spielfilmen sind Egon, Kjeld und Benny nicht tot zu kriegen. Ihr neues Leben beginnt im Animationsfilm. Hier der erste, zum ersten Mal in deutscher Übersetzung. Der zweite Animationsfilm ist von der dänischen Nordisk Film für 2013 geplant.

Dänische Originalfassung in 2D-Version mit deutschen Untertiteln.

Eine Veranstaltung des CineStar Greifswald.

Moses Hightower (IS)


Samstag, 12. Mai, 21:00, St. Spiritus
Abschlussfest II mit Mademoiselle Karen, Moses Hightower und The Irrationals
Eintritt: 12/8; zusammen mit Abschlussfest I 16/10

Das isländische Highlight beim Nordischen Klang 2012! Das Indie Soul-Quartett Moses Hightower aus Reykjavík gab im Juli 2010 sein erstes Album heraus: Búum til börn („Let’s make babies“). Es wurde aufgenommen und abgemischt von Magnús Øder, der auch schon Benny Crespo’s Gang und Lay Low zu Ruhm verholfen hat. Islands größte Tageszeitung Fréttablaðið jubelte: „So etwas gab es noch nie in der isländischen Musikszene!“ Und auch die Qualitätszeitung Morgunblaðið stimmte ein: „Brilliant! Nur ganz wenige Alben bringen so viel gute Vibes.“ Genau wie ihr Mix aus 70’s Soul, Neo-Soul, Dub und isländischen 50ern bekamen auch ihre Lyrics durchweg gute Kritiken. Búum til börn galt als eines der besten CDs 2010 und läuft immer noch in Dauerrotation. Ihr zweites Album wird im Sommer 2012 erscheinen. Nach Greifswald bringen sie extra 2 Bläser mit!

www.moseshightower.com

Czesław Śpiewa (DK/PL)


Freitag, 11. Mai, 21:00, Theater
Pop-Nacht mit Czesław Śpiewa und Eduardo and his Brazilian Aeroplane
Eintritt: 16/10

Sie sind eine der beliebtesten Bands in Polen – und alle aus Dänemark. Zu ihren Konzerten kommen Jung und Alt, der Bürgermeister und der Rocker. Kaum eine Band trifft das gegenwärtige Lebensgefühl in Polen so gut wie Czesław Śpiewa. Kleine Freuden, große Kunst, Verzweiflung, Pathos, Kitsch und in der Mitte Czesław, eine sympathische Clownfigur, ein Stehauf-Männchen, das sich nicht die Courage zum Weitermachen nehmen lässt.
Czesław Śpiewa – der Bandname bedeutet „Czesław singt“. Czesław Mozil ist als Kind ukrainisch-polnischer Eltern in Kopenhagen aufgewachsen. Dort studierte er auch am Königlich Dänischen Musikkonservatorium, wo er die anderen Bandmitglieder traf.
Als Tesco Value, wie sie sich zuerst nannten, war ihnen aber wenig Erfolg beschieden. Was sie „Rock“ nannten, war einfach viel zu künstlerisch: eine Mischung aus Walzer, Marsch, Polka, Cabaret, slawischer Folklore, Punk und Balladen voller Überraschungen und in wunderbar vielseitigen Instrumentierungen (gerne mit Akkordeon, Tuba, Baritonsax und Chorpartien). Dazu Czesławs herzhafter Gesang, zunächst auf Englisch in leicht perversen Liedern. Immer mal wieder traten sie in Polen auf, aber dann 2008 mit dem Album „Debiut“ unter dem Bandnamen Czesław Śpiewa und auf Polnisch kam der große Durchbruch. Die Platte wurde damals die bestverkaufte des Jahres in Polen. Der „Hit“ ‚Maszynka do Świerkania’ wurde auf Youtube mittlerweile von über elf Millionen Leuten angeklickt, ein surrealistisches Video, dem noch weitere folgten. Das ist zwar nicht so üblich bei uns, aber in Polen um so eher: Popularität UND künstlerischer Anspruch. Czesław ist dann sogar Jurymitglied bei der Castingshow X-Factor geworden. Gleichzeitig entstand das Album „Pop“ mit den aberwitzigen Knetfiguren-Bildern im Booklet. Und kürzlich kam auch ein Album, auf dem Czesław zehn Gedichte von Czesław Miłosz vertont hat.

www.czeslawspiewa.com