Ausstellungseröffnung: Fotografien von Joana Deltuvaitė und Gytis Skudžinskas (LIT)


Samstag, 5. Mai, 17:00, Galerie STP
Eintritt frei!

Die Ausstellung analysiert verschiedene Ansätze, der Natur fotografisch zu begegnen: die Natur im Kontext, Elemente der Natur, Verstecktes in der Natur, die erinnernde Natur und die Erinnerung an die Natur. Von klassisch bis modern, von schwarz/weiß zur Farbfotografie, wird die Natur neu überdacht von Künstlern verschiedener Generationen und verschiedener Hintergründe und Einflüsse.
Im Rahmen des Nordischen Klangs präsentiert die Galerie STP mit Joana Deltuvaitė und Gytis Skudžinskas zwei junge Fotografen aus Litauen. Sie haben beide an der Kunstakademie in Vilnius studiert und sind Mitglieder des litauischen Fotografenverbandes. Von Deltuvaitė wird „Walking on the Vilnius’ borders“ zu sehen sein. Skudžinskas legt in seiner Reihe „Silence“ den Schwerpunkt auf neue Perspektiven und Bildwahrnehmungen.
Die Ausstellung ist Teil einer umfassenden Präsentation litauischer Gegenwartsfotografie beim Umweltfoto-festival „horizonte Zingst“ (26.5-3.6.2012).

Ausstellungsdauer: 5.5. – 10.6.

Eine Veranstaltung der Galerie STP

Das unbequeme Kulturerbe. Vermittlung der deutsch-dänischen Grenzregion am Museum Südjütland/Sønderborg


Montag, 7.5., Konzilsaal im Universitätshauptgebäude, 16:00
Eintritt frei!

Öffentlicher Vortrag von Peter Dragsbo

Das unbequeme Kulturerbe. Erforschung und Vermittlung der deutsch-dänischen Grenzregion am Museum des Sønderjylland/Sønderborg Schloss

Das Museum für Südjütland im Schloss von Sønderborg hat es sich zur Aufgabe gestellt, die wechselvolle Geschichte der deutsch-dänischen Grenzregion zu erforschen und zu vermitteln. Hier ist man schon seit einiger Zeit davon abgekommen, Geschichte von einem einseitigen nationalen Standpunkt aus zu erzählen. Viele Ereignisse wie zum Beispiel die Schleswigschen Kriege (1848-51 und 1864) oder die Wiedervereinigung Nordschleswigs mit Dänemark (1920) müssen heutzutage in einer Museumsausstellung aus verschiedenen Perspektiven dargestellt werden.
Peter Dragsbo berichtet in seinem Vortrag ganz konkret von dieser Vermittlungsarbeit. Seit 2010 ist er Direktor des Museums Sønderjylland/Sønderborg Slot, dem Museum für Geschichte und Kultur der deutsch-dänischen Grenzregion. Von ihm stammen zahlreiche Bücher und Artikel über Architektur, die Geschichte von Stadt und Land, das Kulturerbe und seine Bewahrung sowie die Geschichte der Grenzregion.

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Nordische Geschichte

Informationsforum „Religion und Identität in Nordeuropa“


Montag, 7.5., und Dienstag, 8.5.

Informationsforum „Os og dem – religion og identitet i Norden“ / „Wir und die anderen – Religion und Identität in Nordeurropa“

Bisher ging man davon aus, dass die europäische Kultur durch einen unumkehrbaren Prozess der Säkularisierung gekennzeichnet ist. In den letzten 20 Jahren jedoch kehrt die Religion mit Macht in die öffentliche Diskussion zurück. Das Informationsforum im Nordischen Klang 2012 stellt sich unter dem Titel „Wir und die Anderen“ die Frage, wie sich Religion (gerade auch von Minderheiten) aber auch Säkularisierung als identitätserzeugende Instanzen darstellen. Die Angriffe auf die Mohammedkarikaturen und Anders Breiviks Feldzug gegen eine islamistische „Überformung“ Norwegens zeigen unmittelbar die Relevanz dieser Frage für die Region Nordeuropa.

Flumbra. Eine isländische Trollgeschichte


Dienstag, 8.5., 9:00 & 11:00, Stadtbibliothek Hans Fallada
Eintritt frei!

Island für Kinder mit Rósa María Sigurðardóttir (IS)

Bizarre, lustige oder wunderliche Steingebilde kann man auf Island überall entdecken – vielleicht waren das früher einmal Trolle? Denn wie jeder weiß werden Trolle zu Stein, wenn sie nicht rechtzeitig aus der Sonne in ihre Höhlen verschwinden. Ob es Flumbra und ihren acht Trolljungen auch so ergeht, als sie sich auf die Suche nach dem Vater machen, erfährt man in dem Buch „Flumbra – eine isländische Trollgeschichte“.
Die Geschichte der Trollfamilie hat sich die Isländerin Gudrún Helgadóttir ausgedacht, die liebevollen Zeichnungen stammen aus der Feder des Briten Brian Pilkington. Zum ersten Mal erschien das Buch 1981 und ist seitdem eines der beliebtesten Kinderbücher der Nordatlantikinsel. Nun hat es den Weg in die Greifswalder Stadtbibliothek gefunden und zeigt dort, welche Geschichten isländische Kinder ganz besonders gerne hören. „Ástarsaga úr fjöllunum“ lautet der isländische Titel, auf Deutsch: „Liebesgeschichte aus den Bergen“. Sie wird von der waschechten Isländerin Rósa María Sigurðardóttir vorgelesen. Ob sie schon ein paar Trollen in den Bergen in ihrer Heimat begegnet ist? Das wird sie den Kindern der ersten und zweiten Klasse in der Stadtbibliothek berichten können. Rósa, die letztes Jahr als Austauschstudentin nach Greifswald kam, arbeitet nebenbei als Reiseführerin auf Island und kennt sich deshalb sehr gut mit der Geschichte und den Mythen des Landes aus.
Neben der Lesung erwarten die Kinder weitere Überraschungen: Es darf gerätselt und gekostet werden. Schließlich ist es nicht nur interessant zu erfahren, welche Geschichten es auf Island gibt, sondern auch, wie die typisch isländischen Süßigkeiten schmecken.

Torben Snekkestad (N)


Sonntag, 6. Mai, 15:00, Dom
Eintritt frei!

Wandelkonzert mit Saxophon-Soloimprovisation

Der aus Norwegen stammende und in Kopenhagen lebende Saxophonist Torben Snekkestad hat sich konstant immer neue musikalische Möglichkeiten für sein Instrument erarbeitet. Er ist einer der hervorragenden klassischen Saxophonisten des Nordens, was man beim Nordischen Klang erleben kann, wenn er als Mitglied des Copenhagen Saxophone Quartets Barockmusik spielt. In letzter Zeit widmete sich mehr und mehr der Komposition und der Improvisationmusik. Er ist ein moderner Allround-Künstler, für den Genre-Grenzen dazu da sind, überwunden zu werden.
Barock, Contemporary, Free Jazz/Impro, Rock und Folk – auf „Conic Folded“, seinem Debutalbum unter eigenem Namen von 2009, laufen alle Fäden zusammen. Da waren die Kritiker gleich guter Dinge! Zu den Musikern, mit denen er zusammengearbeitet hat, gehören Barry Guy, Koichi Makigami, Arve Henriksen, Andrew Cyrille, Jon Balke und das Cikada String Quartet – durchgehend Ausnahmekünstler.
In Greifswald präsentiert Snekkestad sein neues Projekt „Man alone“: 2012 und 2013 gibt er eine Reihe Solokonzerte, die für eine spätere CD-Veröffentlichung aufgenommen werden. Der Augenblick und der Raum werden musikalische Partner der Improvisation. Auch elektronische Samples und Live Looping kommen zum Einsatz. Luftige Intimität, komplexe Klangstruktur, Energie und Ruppigkeit, meditative lyrische Passagen – alles ist möglich. Der Dom als Aufführungsort bietet dabei mit seiner architektonischen Weite und seiner stillen Atmosphäre einen spannenden Rahmen. Begleitet von Snekkestads Klängen können die Besucher das Wahrzeichen der Hansestadt neu entdecken und genießen. Ganz gleich, ob man lieber sitzend lauscht oder unter den Gewölben schlendert.

www.torbensnekkestad.com