Titoks – Gypsy Jazz

SO 22.8., 18:00, STRAZE, Hof
Eintritt: 10/6 Euro

Das Konzert wird nach innen in den Saal der STRAZE verlegt! Daher erforderlich: Nachweis eines negativen Covid19-Schnelltests, der nicht älter als 24 Stunden ist, Nachweis einer Impfung gegen Covid19 oder Nachweis der Genesung von Covid19 seit nicht länger als 6 Monaten.

Mit ihrem fröhlichen, virtuosen und technisch anspruchsvollen Sound ziehen Titoks das Publikum in ihren Bann und entführen es mit ihrer Zeitmaschine in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dem Gypsy Jazz voll und ganz verschrieben verbindet das in Tallinn beheimatete Trio moderne Kompositionstechniken mit traditionelleren Ansätzen ihres Musikstils.

Titoks Musik nimmt die Hörer mit auf eine Reise in die Glanzzeit des Gypsy Jazz. In Anlehnung an Begründer des Genres wie Django Reinhardt und sein Quintette du Hot Club de France erstrahlen nostalgische Klänge. Pariser Tanzmelodien verschmelzen mit lebendigen Swing-Rhythmen und zeitgenössischen Einflüssen.

Wie im Gypsy Jazz üblich, hält man sich ans Combo-Format und verzichtet auf Gesang. Charakteristisch ist die Verwendung von Violine, Kontrabass, Gitarre sowie Rhythmusgitarren. Auch Titoks greifen diese Tradition auf, wenn Violinist Kristjan Rudanovski, die beiden Akustikgitarristen Jaanis Kill und Ainar Toit sowie der Kontrabassist Robert Nõmmann gemeinsam losswingen. Seit ihrem Debütalbum „When Day Is Done“ im November 2018 begeistern sie mit ihrer Musik in Europa und der ganzen Welt. Zuerst als Trio und mittlerweile als Quartett. (Foto: Christopher Nõmmann)

„Die virtuose und elegante, emotionale und launische Band hat sich in die Erinnerung aller eingebrannt, die sie jemals gehört haben. Titoks haben dank jahrelanger Teamarbeit eine perfekte Harmonie in Geist und Klang erreicht.“ (Oleg Pissarenko, Baltic Sun Festival)

Jaqee in der 18. Greifswalder Kulturnacht

Zum ersten Mal war auch der Nordische Klang in der Greifswalder Kulturnacht vertreten. Im Innenhof des St. Spiritus durften coronal bedingt leider nur 90 Konzertgäste Platz nehmen – statt der sonst dort reinpassenden 300. Auch das Sitzend-Tanzgebot tat der begeisterten Stimmung keinen Abbruch. Ein reiferer Herr meinte nach dem Konzert: “So wunderbar. Wenn ich es gedurft hätte, wäre ich die ganze Zeit immer um die Bühne rumgetanzt.”

Fotos: Nordischer Klang

Kulturnacht: Jaqee & Band

11.9. 2020, 20:00, St. Spiritus, Eintritt frei. Gratis Video-Livestream hier. Audio-Livestream bei radio 98eins per Frequenz und Website.

Im Rahmen der Greifswalder Kulturnacht veranstaltet der Nordische Klang ein Konzert der Band von Jaqee, das im diesjährigen Festivalzeitraum leider ausfallen musste. Eine Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum St. Spiritus und dem radio 98eins, das dieses Konzert live streamen wird.

Die Sängerin und Schaupielerin Jaqee ist in Kampala, Ugandas
Hauptstadt, geboren, doch als 13-jährige migrierte sie mit ihrer Familie nach Schweden, wo sie lange Zeit in Göteborg lebte und zur Musik fand. Nachdem sie sich mit ihrem 2005er Debüt Blaqalixious zunächst imSpannungsfeld zwischen Blues und Soul bewegte, lancierte sie zusammen mit der professionellen Bohuslän Big Band ein Billie-Holiday-Tribute-Album. Mittlerweile hat Jaqee (alias Jaqueline Nakiri Nalunale) Berlin zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht, wo über die Jahre drei Alben mit groovy Black Music entstanden sind.

Fly High heißt Jaqees neues Album. „Eine Platte, mit der man immer in guter Gesellschaft ist. Rund um die Uhr entstanden, rund um die Uhr hörbar“, schreibt ihre Plattenfirma. So wie sie mit ihrer starken Stimme auf diesem Album durch zahlreiche packende Vibes und Grooves streift – Soul, R&B, Reggae, Dancehall, Afro, etc. –, so wird sie auch in Greifswald mit vierköpfiger Band ein Konzert von bleibendem emotionalen Eindruck spielen. (Foto: Niculaj Constantinescu)

„Jaqee findet ihren Platz in der Schwebe und Diversität und trägt das Beste aus allen Welten der Black Music […] mit großer, rauer Stimme vor.“ (Claudius Grigat, Intro)

https://youtu.be/fX1wy0_8ezQ

https://youtu.be/-cHLRDZVba8

Designwettbewerb Nordischer Klang 2021

Zu seinem 30. Jubiläum, diesmal unter finnischer Schirmherrschaft, hat der Nordische Klang einen Wettbewerb für das visuelle Design von Plakat, Postkarte und Internetpräsentation ausgeschrieben. Der Wettbewerb wendet sich an junge Künstler*innen aus den Sparten Grafikdesign, Bildkunst und Illustration aus Finnland, die an einer entsprechenden Hochschule studieren oder kürzlich ihre Ausbildung beendet haben.

Der Einsendeschluss ist der 15.11.2020. Eine Jury aus Mitgliedern des Festivalteams, des Finnland-Instituts in Deutschland, des Caspar-David-Friedrich-Instituts Greifswald und des Greifswalder Grafikdesign-Kollektivs GRAFfisch wird darauf den Siegerentwurf ermitteln. Die/der Gewinner*in erhält einen Preis von 1.000 €, den das Finnland-Institut in Deutschland gestiftet hat. Alternativ kann man eine Reise zum Eröffnungswochende des Nordischen Klangs 2021 (7.-9.5.) zusammen mit einer Begleitperson gewinnen.

Weitere Informationen gibt es hier.

Über die Unendlichkeit – Wie man durch traurige Monotonie das Leben zu schätzen lernt

Zwei ältere Herren stehen in einer trostlosen, farblosen Kneipe. Draußen schneit es. Es ist leise.
„Das ist wirklich fantastisch, oder?“ – „Was denn?“ – „Alles!“

Eigentlich hättet ihr heute die Möglichkeit gehabt, einen tollen schwedischen Film VOR der Deutschlandpremiere im CineStar zu sehen, da dies aber nicht möglich ist, gibt es heute einen Vorgeschmack auf einen Film der ganz besonderen Art.

Mit seinem neuen Film hat Roy Andersson (bekannt durch seine Trilogie über das menschliche Wesen, schwedisch: „Du levande-trilogin“) ein minimalistisches Meisterwerk geschaffen. „Über die Unendlichkeit“ (OT: „Om det oändliga“) bietet dem Zuschauer nicht nur eine Geschichte, sondern viele kleine Erzählungen. Der Film handelt von verschiedenen Menschen, unter anderem einem Zahnarzt mit einem sensiblen Patienten, einem Priester, der seinen Glauben verliert und einem Vater, der sich im strömenden Regen um seine Tochter kümmert. Es sind kleine trostlose Augenblicke im Leben verschiedener Menschen, aneinandergereiht und doch durch Traurigkeit und Eintönigkeit zusammenhängend. „Über die Unendlichkeit“ ist Anderssons Versuch mithilfe der Tristesse unseres Daseins die Schönheit des Lebens zu zeigen. Absolut sehenswert!

Deutscher Kinostart ist am 17. September 2020.

Hier könnt ihr euch auch schon mal den Trailer anschauen:

(Bild-Copyright: Neue Visionen Filmverleih)

Text: Pauline Meckes