Ulf Nilsson für Grundschüler

Beim Lesen der Werke des schwedischen Autors Ulf Nilsson finden Groß und Klein stets Gefallen. Seine Kinder- sowie Jugendbücher begeistern seine Leserschaft immer wieder aufs Neue, wie die Buchreihe „Kommissar Gordon“, in der eine Kröte als Kriminalinspektor mit einer Maus als Helferin Fälle aufdeckt. In dem ersten Teil der Reihe gilt es, den Täter zu stellen, der dem Eichhörnchen die Nüsse gestohlen hat. In den folgenden zwei Büchern der Reihe geht es weiter um hinterlistige Lügen und das Verschwinden zweier Kinder der Waldbewohner. Der letzte Teil der Reihe, “Ein Fall für Buffy”, behandelt die Geschichte der kleinen Assistenz-Maus und wie sie damals ihr Zuhause verlor und zu Kommissar Gordon kam.

Nilssons erstes Kinderbuch „Liebes kleines Schweinchen“ (original: „Älskade lilla gris“) erschien im Jahre 1982 in Schweden und mit Anfang Oktober diesen Jahres ist nach vielen weiteren Werken in der Zwischenzeit noch nicht Schluss. Dann können sich erneut  große und kleine Leseratten in Deutschland auf „Die allerkleinste Polizistin“ freuen.

Seine Bücher sind altersgerecht und dazu äußerst lehrreich. In seinem neusten Kinderbuch „Die besten Beerdigungen der Welt“ wird damit beispielsweise das Thema Trauern aufgegriffen und professionell verpackt jungen Lesern nahegebracht. Die Geschichten können damit wunderbar übertragen und durch die Geschichten erklärt werden. Das Siegen des Guten über das Böse spielt in Ulf Nilsson Büchern eine weitere markante Rolle.

Der frühere Journalist, Dramatiker und Bibliothekar erhielt für sein erfolgreiches Schreiben Auszeichnungen wie den Deutschen Jugendliteratur-Preis und den schwedischen Kinderbuchpreis. Seine Bücher erfreuen sich auch international einer so großen Beliebtheit, dass sie bereits in 16 Sprachen übersetzt wurden. Der 1948 im schwedischen Helsingborg geborene Schriftsteller lebt und  schreibt heute in Stockholm und Südafrika.

Informationen zu den Büchern und zum Autor: Lovelybooks, Moritz Verlag
Bilder: Moritz Verlag

Nordisch, frisch und fesselnd – Neue Nordische Novellen VII

Bereits zum siebten Mal findet das studentische Übersetzungsprojekt „Neue Nordische Novellen“ an der Universität Greifswald statt. Studierende der Fennistik, Skandinavistik, Slawistik und Baltistik übersetzen dabei Kurzgeschichten und Gedichte junger preisgekrönter Autor*innen aus dem erweiterten Ostseeraum ins Deutsche. Zwischen den Geschichten schaffen Illustrationen, die in Zusammenarbeit mit Studierenden der Bildenden Kunst am Caspar-David-Friedrich-Institut entstehen, einen Raum, in dem die Leser*innen die Eindrücke aus den Texten nachwirken lassen können. Die Kurzgeschichten und Gedichte sollen noch in diesem Jahr von den Studierenden Noëmi Grimm (B.A. Fennistik) und Anja Köneke (M.A. Kultur−Interkulturalität−Literatur) als Anthologie herausgegeben werden. Die Texte des aktuellen Sammelbands weisen das Thema Zeit als verbindendes Element auf.

Zeit ist allgegenwärtig, sie ist ein Spiegel und eine Konstante des Lebens. Sie ist Zeugin, Richterin und letztlich auch Exekutorin. Aber der Begriff Zeit ist zugleich abstrakt und vielfältig und so unterschiedlich nehmen wir sie auch wahr. So können wir uns fragen: Wie verstehen wir Zeit und wie messen wir sie? Mit einem Blick auf die Uhr oder aufs Datum? Durch die vorbeiziehenden Jahreszeiten, die herabfallenden Blätter im Herbst, den geschmückten Weihnachtsbaum im Winter? Die Autor*innen beschreiben ihre eigenen Vorstellungen von Zeitwahrnehmung und -verständnis. Es werden Rückblicke in die Kindheit und Jugend von Charakteren geben, kostbare Momente vergangener Zeiten kommen zum Vorschein, aber auch traurige und traumatische Erlebnisse werden reflektiert. Immer wieder wird deutlich, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinander verwoben sind. Umbrüche, Entwicklungen und Modernisierungen werden angesprochen. So geht es bei Dmitrij Lagutin in „Das Nest“ um das Zusammenleben von drei Generationen: Dabei prallen die Vorlieben des Großvaters, der einen alten russischen Ofen und einen alten, fast kaputten Radioempfänger nicht aufgeben will, auf den Wunsch des Vaters, der den Haushalt zu modernisieren gedenkt. Geht es hier vor allem darum, dass der Großvater die Vergangenheit nicht loslassen möchte, so beschreibt Elena Dolgopjat in der Kurzgeschichte „Die Uhr“ einen Jungen, der den Wunsch hat, die Vergangenheit zu verändern, um so eine andere Gegenwart zu kreieren. Die Texte decken eine große Bandbreite an Themen ab: Von fantastischen Wesen, über Danksagungen an echte Menschen aus dem Leben, bis hin zu geschichtlichen Erzählungen ist alles dabei. Die Anthologie gibt zudem Einblicke in verschiedene Genres, Stile und Erzählperspektiven. „Regenschatten“ von Marie Metso ist eine Kurzgeschichte, die im Sekundenstil verfasst wurde, wodurch jede Bewegung und jeder Blick detailreich beschrieben werden. Ira Snamenossez beschreibt hingegen in „Über meinen Musikanten“ in einem kurzen Galopp die unterschiedlichen Schaffensphasen eines Künstlers.

Die „Neuen Nordischen Novellen VII“ richten sich an Leser*innen, die den auf dem deutschen Buchmarkt bisher wenig repräsentierten literarischen Raum der nord- und nordosteuropäischen Länder in den Stimmen junger Autor*innen erleben wollen. Der Dialog, der dabei entsteht, spielt mit Erwartungen und lässt bisweilen alles Vorstellbare hinter sich. So finden sich in den Geschichten Charaktere, die aus einem anderen Jahrhundert stammen und solche, die lieber in einer anderen Zeit leben würden. Es geht um die Jahreszeiten und den Wechsel von Jahren und um lang zurückliegende Zeiten, wie die Eiszeit.

Eigentlich war wieder eine Lesung mit den studentischen Übersetzer*innen der „Neuen Nordischen Novellen VII“ beim Nordischen Klang 2020 geplant. Da der Nordische Klang nun digital stattfindet, hat sich die Studierende Claudia Nierste kurzerhand bereit erklärt, ein Skype-Interview mit dem finnischen Autoren Janos Honkonen aufzuzeichnen, den sie für die siebte Ausgabe übersetze. Darüber hinaus hat sie mit der Novelle „Der unterirdische Nil“ des Autoren Marko Hautala für die Freunde des Nordischen Klangs auch spannenden Lesestoff bereitgestellt, ohne dabei der im Herbst erscheinenden Anthologie vorzugreifen (Hier geht’s zum Lesestoff). Doch zunächst zum Interview mit Janos Honkonen:

Videopremiere des Interviews mit Janos Honkonen am Montag, 11.5. um 16:00

Kulinarischer Klang #3

Leider können wir Studierenden dieses Jahr keine leckeren, skandinavischen Gerichte in den beiden Uni-Mensen verspeisen. Wir müssen uns bis nächstes Jahr gedulden. Um die Zeit bis dahin zu verkürzen, haben wir die drei Rezepte, die in der engeren Auswahl für den diesjährigen Kulinarischen Klang waren, vom Studierendenwerk zur Verfügung gestellt bekommen. Ihr könnt euch mithilfe der Rezepte ein Stückchen Skandinavien, besser gesagt Finnland, in die eigene Küche holen, denn alle drei Gerichte haben ihren Ursprung in Finnland. Egal ob Fleisch, Fisch oder vegetarisch – für jeden ist ein Rezept dabei.

Die Rezepte stammen aus dem Kochbuch „So is(s)t die Welt“, das vom Studierendenwerk Thüringen herausgegeben wurde.

Unter den folgenden Links könnt ihr euch die Rezepte als pdf herunterladen und sie euch ausdrucken.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

Wenn ihr die Mensa genauso sehr vermisst wie wir, haben wir noch den ultimativen Tipp für euch parat: Seit vergangenen Donnerstag gibt es Außer-Haus-Verkauf in der Mensa am Berthold-Beitz-Platz. Jeden Tag werden zwei Gerichte angeboten. Welche es genau geben wird, könnt ihr auf der Seite des Studierendenwerkes oder in der App der Universität nachschauen.

Wir bedanken uns beim Studierendenwerk für das kulinarische Engagement und hoffen, dass wir schon bald wieder unser Mittagessen, entweder in der Mensa am Berthold-Beitz-Platz oder in der Mensa am Campus Loefflerstraße, genießen können.

Morgen geht es dann mit Fisch 13 weiter!

Text: Luise Helling

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