Eine Nacht in Helsinki – Spielfilm von Mika Kaurismäki (FIN 2020)

© www.arsenalfilm.de

MO 2.5., 20:00, Filmclub Casablanca, Straze
Eintritt 5

Mika Kaurismäkis EINE NACHT IN HELSINKI erzählt von drei Männern, die sich bei gutem Wein und tiefsinnigen Diskussionen in einer langen Nacht näherkommen. Die Nacht könnte die letzte für die Kneipe sein, die wegen der Pandemie unter großem finanziellen Druck steht. Gedreht wurde „Gracious Night“ in dem Lokal, das die Brüder Kaurismäki in Helsinki betreiben: der Corona-Bar!

Finnland 2020, Regie: Mika Kaurismäki, mit Timo Torikka, Kari Heiskanen, Pertti Sveholm, 90 min, Original mit deutschen Untertiteln

Östgötabandet – Plays Georg Riedel

© Björn Dahlgren

FR 13.5., Theater Greifswald, Jazznacht mit Östgötabandet und OTOOTO
Eintritt: 16/10, mit Klangkarte 5

Den Bassisten und Komponisten Georg Riedel kennen fast alle in Schweden, auch die ganz kleinen, schließlich schrieb er Musik und Lieder zu den Pippi-, Michel-, Karlsson und Bullerbü-Filmen und erfand damit eine neue Kindermusik. Er wurde 1934 in Karlsbad als Sohn von jüdisch-deutschen Eltern geboren, die vor dem Krieg mit ihm nach Schweden flüchteten. Neben Arne Domnerus und Lars Gullin ist er einer der wichtigsten Protagonisten im klassischen schwedischen Modern Jazz der 1950er bis 1970er. Mit dem Pianisten Jan Johansson spielte er das Album Jazz på svenska (1964, Jazz auf Schwedisch) mit Volksmusikmelodien im Jazzgewand ein, eine der meistverkauften schwedischen Jazzplatten, die man in fast jedem zweiten Haushalt hörte.

Georg Riedel © Noomi Riedel

Bekannt ist er auch für sein Mitwirken im legendären Rundfunk-Ensemble Radiojazzgruppen. Dessen Sound mit vier Bläsern plus Rhythmusgruppe passt ideal für Östgötabandet, der Jazzband der regionalen Musikversorgungsinstitution Östgötamusiken. Ihr Projekt mit mehr und weniger bekannten Stücken des Bassisten mündete 2018 im Album Signerat Riedel (Signatur Riedel) und einem gemeinsamen Konzert mit dem Meister. Riedels Musik ist komplex in all ihrer Einfachheit, ausgeklügelt in all ihrer Pracht und besonders zugänglich in all ihren Melodien.

Pelle Anelid, Trompete und Flügelhorn
Hans Åkesson, A­­­­ltsaxofon, Klarinette und Querflöte
Henrik Westerberg, Baritonsaxofon und Bassklarinette
Lars Hedlund, Posaune
Niklas Hakegård, Piano
Mats Bergström, Kontrabass
Olle Bohm, Drums und Vibrafon

Åland 100 – Discussions on Security and Identity in a Complex World – Podiumsveranstaltung mit dem åländischen Friedensinstitut

MI 11.5., 18:00, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
Eintritt frei

Die Ålandinseln liegen zwischen der schwedischen Hauptstadt Stockholm im Westen und der früheren finnischen Hauptstadt Turku (schwed. Åbo) im Osten. Die Region ist vor allem für ihre idyllische Schärenlandschaft bekannt.

Åland hat jedoch eine bewegte Geschichte: Im Konflikt zwischen Schweden und Finnland um die Inselgruppe entschied der Völkerbund 1921 gegen den Willen der åländischen Bevölkerung, dass die Ålandinseln Teil des finnischen Territoriums bleiben. Finnland sicherte im Gegenzug Schweden die Demilitarisierung Ålands und der Region eine weitreichende Autonomie sowie den Schutz der schwedischen Sprache und der Kultur zu. 1922, vor einhundert Jahren, fanden die ersten Wahlen auf Åland statt und das åländische Parlament trat zum ersten Mal zusammen.

Der Vortrag von Sia Spiliopoulou Åkermark (Leiterin des Friedensinstituts der Ålandinseln, Dozentin für Internationales Recht) widmet sich der Lösung des Konflikts um die territoriale Zugehörigkeit der Ålandinseln, einem multilateraler Kompromiss, an dem eine Vielzahl von Akteuren beteiligt war. Welche Relevanz hat die Lösung heute in der Ostsee und darüber hinaus? Welche Rolle spielt die Sicherheit bei dieser Lösung?

Petra Granholm (Forschungskoordinatorin des Friedensinstituts der Ålandinseln) betrachtet in ihrem Vortrag die kulturellen und institutionellen Komponenten dessen, was die åländische Erzählung geformt hat und noch immer prägt: die sprachlich schwedische Identität, die Kontrolle über das eigene Land sowie das Recht, über sein eigenes Schicksal zu entscheiden.

Die Vorträge sowie die anschließende Diskussionsrunde finden in englischer Sprache statt. Fragen aus dem Publikum sind auch auf Deutsch willkommen.

Vorträge:

Sia Spiliopoulou Åkermark (Leiterin des Friedensinstituts der Ålandinseln, Dozentin für Internationales Recht): The Åland Islands Solution at 100 – Insights for a Troubled World

Petra Granholm (Forschungskoordinatorin des Friedensinstituts der Ålandinseln): Identity on the Islands of Peace – a story of rights, ownership, and autonomy

Moderation:

Dr. Andris Banka (Mitglied des IFZO, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Regionalstudien der Universität Greifswald) forscht zur Sicherheitspolitik der baltischen Staaten und zur Rolle der NATO in den Ostseeanrainerstaaten.

Dr. Yvonne Bindrim (Mitglied des IFZO, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Fennistik der Universität Greifswald) forscht zu neunationalistischen Strategien des Sprachgebrauchs (Framing) im estnischen Kontext.

Eine Veranstaltung des DFG-gefördeten IRTG Baltic Peripeties in Kooperation mit dem Nordischen Klang und dem Finnland-Institut in Deutschland

Mall Girl

© Jonathan Vivaas Kise

SA 14.5., 18:00, St. Spiritus, Abschlussfest mit Mall Girl, Whatclub und Lexsoul Dancemachine
Eintritt: 18/12, mit Klangkarte 5.

Mall Girl liefert fesselnde Popsongs, die von überraschenden Wendungen und intrikaten Gitarrenriffs durchbrochen werden – das Genre Math-Pop hätte gut in den Proberäumen der Band entstehen können. 

Mall Girl ist Teil der alternativen Popszene in Oslo, zu der Bands wie Fieh, Tigerstate, Kanaan, Selmer, Juno, Vegard und Ivar Band zählen. Das Quartett erblickte im Jahr 2017 das Licht der Welt, als Eskild, Iver und Veslemøy für ihr Bandprojekt eine Sängerin suchten. Als sie an ihrer Schule einen Auftritt von Bethany erlebten, war die Wahl leicht. Seit dem Anfang ihrer Tage – und speziell durch die letzten Veröffentlichungen – präsentiert sich Mall Girl als eine der spannendsten Popbands Norwegens. Live erwartet uns ein großes eklektisches Indie-Fest! Das lang ersehnte Debutalbum wird am 29. April 2022 von Jansen Records herausgebracht.

„Eindrücke von Norwegen“ – Kunstpause mit Dr. Sabine Lindqvist

Gustav Adolf Boenisch: Norwegische Landschaft, um 1833, Öl/Leinwand, Pommersches Landesmuseum

MI 11.5., 12:00, Pommersches Landesmuseum
Eintritt: 3,5

Der norwegische Maler Johan Christian Clausen Dahl (1788-1857) weckte mit seinen Bildern das Interesse an der wilden Schönheit Norwegens. Sein Einfluss zeigt sich in Gustav Adolf Boenischs (1802-1887) großformatigem Gemälde „Norwegische Landschaft“ 1833.