Mademoiselle Karen (DK)

mademoisellekaren_band_photo Tom Kurek, Tomirri Photography © Tom Kurek

Freitag, 8.5., 19:30, Theater; Eintritt: [wird noch bekanntgegeben]

Mademoiselle Karen singt einen witzigen Cabaret Pop, der vom französischen Chanson inspiriert ist, und sich von vielen anderen Stilen aufmischen lässt: Sei es melancholische Electronica, verrückte Rap-Tiraden, 1950er Doo Wop, Rock, Opernarien und schöne traurige Melodien. Auf der Bühne verwandelt sich die dänische Multiinstrumentalistin, Songkomponistin und Sängerin Karen Duelund Guastavino in eleganter Garderobe in das charmante, zuversichtliche, Schnuten ziehende, polyglotte Stehauf-Weibchen Mademoiselle Karen. Ihre gescheiten Songtexte auf Französisch, Dänisch, Polnisch und Englisch haben Tiefe, Herz und Humor und verbinden Sprachwitz mit immer wieder anderen melodischen Ideen.
Wie die Mitmusiker in ihrer Band, alles ausgesprochene Livemusikanten, ist sie durch ihr Mitwirken in der Band Czesław Spiéwa in Polen sehr bekannt und beliebt geworden und spricht ein Publikum aller Altersgruppen an. Das konnte der Nordische Klang bereits 2012 erleben, als Mademoiselle Karen im Kulturzentrum St. Spiritus ein umjubeltes Konzert gab. In diesem Jahr wird sie ihr neues Album „Comme les garçons“ vorstellen. Die Presse schriebbei ihrem letzten Konzert in Deutschland: „Höhepunkt des Abends war aber der mitreißende Auftritt von ‚Mademoiselle Karen’. Mit Charme und Stimmgewalt überzeugte Sängerin Karen Duelund Guastavino gemeinsam mit ihren beiden Mitmusikern. Sie präsentierten französischen Avantgarde-Pop mit polnischen Einflüssen. Gekonnt verschmolzen dabei die Grenzen zwischem traditionellem Chanson und elektronischen, experimentellen modernen Elementen – eine eigenständige und einzigartige Mischung.“ (Stormaner Tageblatt 2014)

Kino auf Segeln: HÖHERE GEWALT (S 2014)

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Samstag, 9.5., 21:00, Museumswerft; Eintritt: 4/3,50

Eine schwedische Familie macht Skiurlaub in den französischen Alpen. Beim Essen in einem Restaurant mit Panorama-Blick kommt es dann zur familiären Katastrophe: Als eine Lawine den Berg hinabstürzt und die Aussichts-Terrasse des Restaurants unter sich zu begraben droht, ergreifen die Gäste samt Familienvater Tomas (Johannes Bah Kuhnke) kopf- und rücksichtslos die Flucht – während allein Mutter Ebba (Lisa Loven Kongsli) die Kinder zu beschützen versucht und sich von ihrem Gatten im Stich gelassen fühlt. Zwar geht alles glimpflich aus und die Lawine rauscht vorbei, aber das Familiengefüge ist dennoch in seinem Kern erschüttert. Besonders der Status von Tomas wird in Frage gestellt, wobei sich jedoch auch die Freunde der Familie nach und nach selbst fragen: Was hätte ich getan?

„Brillant und bitterböse … Östlund gelingt es, Humor und feine Beobachtungen mit in diese Thematik einfließen zu lassen, die dem Film aller Rigorosität zum Trotz eine große Wärme und Sensibilität verleihen.“ Kino-zeit.de

Das KinoAufSegeln zeigt in loser Reihenfolge besondere Filme vor wunderbarer Open-Air-Kulisse – direkt auf dem Gelände der Greifswalder Museumswerft und, wenn das Wetter passt, auf den Großsegeln traditioneller Schiffe. Bei allen Veranstaltungen gilt: warm anziehen!

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Ein norwegischer Maler – Edvard Munch: Kurzfilme aus Norwegen und Lesung mit Tanja Langer „Der Maler Munch“

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Dienstag, 5.5., 18:00, Caspar David Friedrich-Zentrum; Eintritt: 5/3,50

Edvard Munch (1863-1944) wurde in der kleinen norwegischen Gemeinde Løten, nahe unserer Partnerstadt Hamar, geboren. Die Hansestadt Greifswald bereitet gemeinsam mit Hamar und Løten eine Zusammenarbeit zu ihren beiden bedeutenden Söhnen und weltweit bekannten Malern Caspar David Friedrich und Edvard Munch vor.
Eine erste Gelegenheit zu einer Begegnung mit dem Künstler Edvard Munch bieten die Animationsfilme norwegischer Schüler zu Bildern Munchs, wie „Der Schrei“, „Vampir“ und „Mädchen auf der Brücke“. Es ist ein buntes Tohuwabohu aus Knethaien, Werwölfen und Außerirdischen auf einer Cocktailparty, die die Protagonisten in den Neuinterpretationen der Kinder spielen.
Die anschließende Lesung mit der Berliner Autorin Tanja Langer aus ihrem Buch „Der Maler Munch“ gibt einen intimen Einblick in das ruhelose Leben Munchs und sensible Einsicht in sein künstlerisches Schaffen: „Und er tanzt die Farbe auf die Leinwand, tanzt in offenem Hemd und hochgekrempelter Hose, barfuß. Und die Farbe gehorcht ihm, indem er ihr gehorcht, indem er sich ihr überlässt wie keiner einzigen Geliebten.“

Eine Veranstaltung des Caspar David Friedrich-Zentrums in Zusammenarbeit mit dem Nordischen Klang

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Tresenlesen: Drei ist keiner zu viel – Hannes Rittig liest aus Miina Supinens Roman (FIN)

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Montag, 11.5., 21:00, Koeppenhaus; Eintritt frei!

Bevor Victor Allcock ins Jenseits hinübertritt, muss er von seiner Liebe, seiner Amour fou zu Stella, der Strahlenden, berichten. Als seine alte Studienfreundin Voula ihn zu Grabungen nach Finnland einlädt, bedingt er sich Stella als Assistentin aus. Die charismatische Voula ist von einer bunten Schar von Jüngern umgeben, die ihr Faible für finnische Mythologie, finnische Urgötter und New Age teilen. Und Stella lässt sich auf Voulas Vorlieben ein, ohne den Blick auf Victor oder auf ihren Freund Antti, einen Computerfreak, zu verlieren.  
Drei ist keiner zu viel ist ein außergewöhnliches Dreiecksdrama, in dem Wissenschaft und Glauben, Liebe und Sex zusammenprallen – unkonventionell, intelligent, amüsant und voller Witz, spannend bis zur letzten Seite. 
Miina Supinen, geboren 1976, lebt in Helsinki. Ihr 2007 erschienener Debütroman „Liha tottelee kuria“ (Das Fleisch ist folgsam) über einen ganz normalen Familienalltag machte Furore. Die studierte Journalistin schreibt Kolumnen für die finnische Trendzeitschrift „Image“  und publizierte 2013 einen humoristischen Karriereratgeber. 
Die Übersetzerin Anke Michler-Janhunen studierte Fennistik in Greifswald und lebt seit 2009 als freiberufliche Übersetzerin in Turku.

Informationsforum: Katastrophen im Norden

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Montag, 4.5., ab 10:00, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
Dienstag, 5.5., ab 10:00, Institut für Fennistik und Skandinavistik
Ablaufplan: siehe unten; Eintritt frei!

Literaturwissenschaftliches Kolloquium:
Wiederholtes Weltende: Krise und Trauma in skandinavischen Fiktionen

Katastrophen haben Konjunktur: Täglich konfrontieren uns Nachrichtensendungen mit Berichten über humanitäre Katastrophen in Kriegsgebieten, über die rasante Ausbreitung von Seuchen, über die Banken- und Klimakrise, über steigende Meeresspiegel. Nicht nur Hollywood überschwemmt uns mit Filmen, die drohende Weltuntergangsszenarien als Ausgangs- oder Zielpunkt ihrer Handlung nehmen, auch die Belletristik widmet sich ausgiebig Katastrophenfantasien. Deshalb haben die Kulturwissenschaften Katastrophen-, Krisen- und Traumadiskurse als Thema entdeckt, in denen sich die Logiken, Werte und Überzeugungen unser Gesellschaften spiegeln.

Montag, 4.5.
10.00-10.15 Uhr
Prof. Joachim Schiedermair
EINFÜHRUNG
 
10.15-11.00 Uhr
Prof. Unni Langås (Universitetet i Agder, Norwegen)
LITERATISCHE ANTWORTEN AUF BREIVIK
 
11.00-11.45 Uhr
Prof. Mark Sandberg (University of California, Berkeley, USA)
APOCALYPSE THEN AND NOW: VERDENS UNDERGANG (1916) AND MELANCHOLIA (2011) 

Mittagsimbiss in der Caféteria des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs
 
13.00-13.45 Uhr
Prof. Ingvild Folkvord (NTNU, Trondheim, Norwegen)
DAS GESETZ WIEDERHERSTELLEN. DIE AUTORITÄT DER STIMME IM KONTEXT DES TERRORS
 
13.45-14.30 Uhr
Prof. Isak Winkel Holm (Københavns Universitet, Dänemark)
A WHITEWASHED, GODFORSAKEN LIGHT: INGER CHRISTENSEN’S ALPHABET AND THE NUCLEAR BOMB

Dienstag, 5.5.
10.00 – 11.00 Uhr
Marie Cronqvist (Institutionen för kommunikation och medier, Lunds universitet)
SURVIVAL IN THE WELFARE COCOON. SWEDISH CULTURE AND THE COLD WAR

Kaffeepause

11.20 – 12.20 Uhr
Dr. Michael Bregnsbo (Institut für historie, Syddansk Universitet, Odense)
FROM A REGIONAL GREAT POWER TO A WEAK AND INTROVERT SMALL STATE: 1814 AND 1864 AS DANISH NATIONAL DISASTERS

Mittagspause hinter dem Haus mit Würstchen und Bier, Kaffee und Kuchen

13.45 – 14.45 Uhr
Dr. Kari Koljonen (School of Communication, Media and Theatre, University of Tampere)
COVERING SCHOOL SHOOTINGS, SHIPWRECKS AND OTHER DISASTERS: CHANGES AND CONTINUITIES IN FINNISH JOURNALISTS’ PERFORMANCE AND SELF-REFLECTION FROM THE 1920s INTO THE 2010s