Kimmo Pohjonen Skin – Absolute Accordeon

Donnerstag, 11.5., 20:00, Theater Vorpommern, 20/14 €

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Der finnische Akkordeon-Virtuose Kimmo Pohjonen ist weltweit bekannt für die Revolutionierung der Akkordeonmusik, deren Klangmöglichkeiten und Performance. Sein maßgeschneidertes, elektronisches mit digitalen Sounds beladenes Instrument kombiniert mit seinem Gesang, Effekten, Samples und Surround-Sound mit spektakulärer Lichtshow machen seine Konzerte zu einem einzigartigen und fesselnden Performance-Erlebnis.

Als Visionär grenzenloser Energie reichen Pohjonens Wurzeln vierzig Jahre zurück zu allen Formen von Akkordeonmusik, über Folklore, Klassik und Theatermusik, bis hin zu Dance, Rock, Experimental und vielem mehr. Seine Studien an der progressiven und innovativen Folk-Abteilung der Sibelius Akademie waren ein entscheidender Faktor für Pohjonenes Wandel zu dem kühnen, versierten internationalen Musiker/Performer, der er heute ist.

Pohjonen hat mit vielen international bekannten Musikern, wie dem Kronos Quartet, einem Improvisationsduo mit dem französischen Schlagzeuger Eric Echampard, oder den Texanern Pat Mastelotto und Trey Gunn von King Crimson zusammengearbeitet. Außerdem ist er Teil vieler Projekte: dem Akkordeon-Wrestling Projekt mit 10 finnischen Wrestlern, dem Earth Machine Music Projekt in Zusammenarbeit mit Landwirten: Akkordeon mit live und gesampelten Geräuschen von Landmaschinen. Auch David Bowie und Patti Smith sind große Fans seiner Arbeit (gewesen). So durfte er bereits zwei Mal auf dem berühmten Meltdown-Festival in London unter deren Patenschaft auftreten.

Pohjonen hat über tausend Konzerte in den angesehensten Konzerthallen und auf den angesehensten Festivals gespielt, unter anderem The Proms at the Royal Albert Hall London, Barbican, Lincoln Centre und Carnegie Hall.

Nach Greifswald kommt Pohjonen mit seinen Töchtern Inka (Gitarre, Electronics und Gesang) und Saana (Schlagzeug und Gesang) sowie mit dem Sound-Designer Heikki Iso-Ahola und dem Licht-Designer Antti Kuivalainen. Gemeinsam interpretieren sie Musik von seinem letzten Album „Sensitive Skin“ (2015), das ihn auf Platz 6 der europäischen Weltmusik-Charts 2016 brachte. „Emotional berührend, intellektuell faszinierend und überschäumend mitreißend!“ (Songlines)

(Fotos: Juha Kassila)

Edith Tamayo/Lázara Cachao Quartet – Latin Night

Dienstag, 9.5., 20:00, Kulturzentrum St. Spiritus, 12/8 €

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Die in Kopenhagen lebende mexikanische Sängerin Edith Tamayo präsentiert sich mit einem breit gefächerten Programm klassischer lateinamerikanischer Lieder der 1930er bis 1950er Jahre. Lieder, die in der gesamten spanischsprachigen Welt geliebt werden, aber selten bei uns erklingen: Stilistisch geht es von der Vieja Trova Santiaguera über Danzón, Guajira, Habanera, Bolero, Filin, Son Cubano, Chachachá, und Ranchera bis hin zum Tango. In hingabevoller Interpretation gelingt Edith Tamayo, die mehrere Jahre im Chor der mexikanischen Nationaloper gesungen hat, ergreifendes Sentiment. Die Kuba-Klavier-Königin Lázara Cachao López stammt aus der legendären López-Familie. Ihr Vater, der Bassist Orlando „Cachaito“, gehört zu den Gründungsmitgliedern des Buena Vista Social Clubs, ihr Großvater Israel komponierte zusammen mit seinem Bruder den ersten Mambo überhaupt. Sie studierte an der Escuela Nacional de Artes in Havana, wo sie sich auf afrokubanische Musik und Ensembleleitung spezialisierte. Seitdem sie in Europa lebt, ist sie dort in vielen Ländern in Latin/Jazz-Kontexten zu erleben. Die ursprünglich Zusammenarbeit im Duo mit Edith Tamayo wurde mittlerweile zum Quartett ausgebaut, wobei mit Yasser Pino, Bass, und Yohan Ramon, Percussion, zwei weitere hervorragende kubanische Musiker aus Cubanhagen mitwirken.

Monday Night Big Band feat. Mimi Terris – New Swedish Jazzsongs

Montag, 8.5., 19:30, Theater Vorpommern, 15/10 €

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Die Monday Night Big Band (MNBB) aus Malmö wurde 1988 von dem Komponisten und Jazzmusiker Jörgen Nilsson zum Gedenken an den US-amerikanischen Trompeter und Arrangeur Thad Jones gegründet. Thad Jones (1923-1986) hatte mit seinen Wurzeln im Count Basie Orchester die Big Band-Kunst vom Swing zu modernen Sounds wie Jazzrock, Samba und Funk inspiriert. Seine zupackenden Kompositionen werden weltweit gespielt. Auch im ersten Teil ihres Greifswalder Konzert spielen die Schweden die Musik von Thad Jones in den Originalarrangements des Meisters. Im zweiten Teil kommt Stargast Mimi Terris mit auf die Bühne und gibt ihr erstes Deutschland-Konzert. Seit der Veröffentlichung ihres Albums „Flytta hemifrån“ (2015) gilt die Sängerin schlichtweg als das Nonplusultra im schwedischsprachigen Jazzgesang in der Tradition von Alice Babs und Monica Zetterlund.

In ihren selbst geschriebenen Songs, die alle die Qualität von Jazzstandards haben, bewegt sich Mimi Terris in einem reifen, eleganten und selbstsicheren Ton durch Swing, Bossa Nova, Visesang und Blues. Ihre zeitlose Stimme erzählt Geschichten, die beim ersten Hinhören einfach und schwungvoll mitreißen. Aber die Texte locken tiefer – in Dunkelheit und Verzweiflung. „Das Wohlbekannte und Komische sind die einzigen Ventile, die ich habe, wenn die Dinge kompliziert werden. Ich liebe das Zusammenspiel von Leichtigkeit und größtem Ernst – wie in etwa einem Charlie Chaplin-Film, einem Astrid Lindgren-Buch oder in Billie Holidays Liedern. An der Oberfläche ist es kuschelig und erst wenn man näher hinhört, kann man alle Nuancen erkennen“, sagt Mimi Terris.

Die MNBB hatte seit ihrer Gründung über 1000 Auftritte. Tourneen führten sie u.a. nach Dänemark, Frankreich, Norwegen und die USA. 1996 spielte die MNBB im legendären Village Vanguard in New York und 2000 in der Carnegie Hall zusammen mit vielen anderen bekannten Jazzmusikern wie Putte Wickman, Anders Bergcrantz und Magnus Lindgren unter dem Motto “Swedish Jazz Salutes USA“. Die Band ist vor allem für ihre Interpretationen der Kompositionen und Arrangements von Thad Jones bekannt, aber auch die Musik von Bob Mintzer, Bob Brookmeyer, Horace Silver und vielen weiteren findet sich in dem Repertoire der Big Band. MNBB tritt ein Mal monatlich im neuen Konzerthaus Malmö Live auf und begeistert sowohl Gäste aus der schwedischen, wie auch der internationalen Jazzszene.

(Foto: Helene Wilson)

Philharmonisches Orchester Vorpommern – Schwedisches Konzert

Freitag, 5.5., 20:00, Theater Vorpommern, 26/16 €

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Schwedischer Konzertabend mit dem Philharmonischen Orchester Vorpommern

Max Bruch: „Schwedische Tänze“ op. 63 – Auswahl
Benjamin Staern: „Worried souls“ Konzert für Klarinette/Bassklarinette und Orchester
Hugo Alfvén: Schwedische Rhapsodie Nr. 1, op. 19 „Midsommarvaka“
Cennet Jönsson: „Scanian Suite“ für Jazzquartett und Streichorchester

Solisten:

Karin Dornbusch, Klarinette

Cennet Jönsson, Sopransaxophon
Jacob Karlzon, Klavier
Johannes Lundberg, Bass,
Lisbeth Diers, Percussion

Dirigent: GMD Golo Berg

Klassik, zeitgenössische Musik und Jazz erklingen in diesem philharmonischen Konzert, dessen musikalische Stilistik kaum breiter sein kann. Besonders die klassischen Werke an diesem Abend sind von der schwedischen Folklore inspiriert. Max Bruch hoffte 1892, dass sich seine Schwedischen Tänze „zu Fuß und zu Pferd gesotten, gebacken und gebraten sich schnell und leicht verbreiten werden, wie z.B. die Ungarischen Tänze“, wobei er auf den Erfolg seines Kollegen Brahms anspielte. In Hugo Alfvéns „Midsommarvaka“ (Mittsommerwache) aus dem Jahr 1903 verschmelzen spätromantische Einflüsse und folkloristische Elemente zu einer so gelungenen Einheit, dass Alfvén von da an als schwedischer Nationalkomponist apostrophiert wurde. Der in Malmö lebende Benjamin Staern schrieb 2011 sein Klarinettenkonzert „Worried Souls“ als künstlerische Antwort auf eine zunehmend menschenfeindliche industrielle Gesellschaft. Die Solistin Karin Dornbusch ist die Widmungsträgerin dieses Konzertes. Cennet Jönssons „Scanian Suite“ (1999) wurde inspiriert von Impressionen, Ereignissen und Geräuschen seiner Kindheit in Helsingborg und der wunderschönen Landschaft von Schonen. Die vereint geschriebene und improvisierte Musik, nutzt die Farben des Streichorchesters und die rhythmische Intensität und individuelle Spontanität von Musikern eines Jazz-Quartetts.

(Fotos Jönsson Quartet: Johan Sundell, Olaf Heine, Gorm Valentin, Nanja Pontoppidan;
Foto Philharmonisches Orchester: Vincent Leifer)

Rein Rannap – Crossover-Piano zwischen Klassik und Pop

Sonntag, 7.5., 16:00, Schloss Griebenow, 12/8 €

In Zusammenarbeit mit dem Barockschloss Griebenow e.V.

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Der Pianist und Komponist Rein Rannap stammt aus einer Musikerfamilie aus Tallinn, Estland. Bereits als Kind hat er sein außergewöhnliches Talent unter Beweis gestellt, indem er – noch lange, bevor er in die Schule kam – anfing, Klavier zu spielen und sogar zu improvisieren. Seine musikalische Karriere begann, als er zuerst in Tallin am Musikgymnasium und am Konservatorium klassisches Piano studierte und schließlich seinen Mastergrad am Konservatorium Moskau erhielt.

Als Komponist blieb er vorerst Autodidakt, später schloss er seinen Master und Doktor in musikalischer Komposition an der University of Southern California in Los Angeles ab.
Sowohl als Komponist und als Pianist war Rannap stets “berühmt und berüchtigt” für seine geniale Fähigkeit, verschiedene Genres zu mischen.

Rein Rannap hat sämtliche Formen der Musik komponiert – Sinfonien, Band-, Kammer-, Chor-Musik, Musik für Film und Theater. Vor allem aber hat er Popsongs geschrieben – und natürlich solche für’s Piano. Seine Arbeiten und auch seine Auftritte sind auf zahlreichen CDs, DVDs und LPs dokumentiert.

Seine post-modernistischen Arbeiten in Bezug auf klassische Idiome bilden einen neuartigen Cross-Over-Mix, der von Popmusik beeinflusst ist. Auch wenn seine Musik ein breites Publikum anspricht, so steht sie doch zum Teil im Widerspruch zu akademischen Kreisen – einordnen oder festlegen lässt sich Rannap nur ungern.

Rannap ist in fast allen europäischen Ländern, in Nordamerika, in Australien und China aufgetreten. Zusammen mit dem BBC Orchestra ist er auf Tour gegangen und hat Aufnahmen eingespielt (unter der Leitung von Gennady Rozhdestvensky), ebenso wie mit dem National Arts Centre Orchestra, Ottawa, Canada (Leitung Neeme Järvi), er ist im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, in der Royal Festival Hall London, bei den EXPO-Weltausstellungen in Lissabon (1998) und in Hannover (2000) aufgetreten .

Seine Vorliebe lag in früheren Tagen vor allem beim Songwriting und Spielen von klassischer Musik. Nun konzentriert er sich vor allem auf das Komponieren von anspruchsvoller Musik. Auch als Pianist spielt er nur noch ausschließlich seine eigenen Songs und seine eigenen improvisatorischen Arrangements von bekannten Melodien, meistens klassischen Ursprungs: Neuere Piano-Stücke vom Album Idyll (2013) und gut überarbeitete, klassische Hits (wie Für Elise, Türkischer Marsch, Schwanensee, Bolero etc.) von seinem neuen, gerade erst veröffentlichten Album “Selfies with Classics”.

In seiner Heimat, in Estland, gibt es so gut wie niemanden, der Rannap nicht kennt. Zu seiner Bekanntheit, die er dort als renommierter Piano-Spieler erlangt hat, kommt aber noch seine Rolle als berühmter Bandleader und Songwriter der im Land wohl berühmtesten Rockband Ruja.
Viele seiner Pop- und Rock-Songs sind in Estland so bekannt, dass junge Künstler seine Songs aufgreifen und präsentieren.

Tuuletar – Vocal Folk Hop

Donnerstag, 4.5., 20:00, Kulturzentrum St. Spiritus, 12/8€

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Gerade erst haben sie die Emma, den wichtigsten Preis für Folk- und Weltmusik in Finnland gewonnen, der jährlich von der finnischen Musikindustrie verliehen wird, und schon sind sie zu Gast beim Nordischen Klang!

Tuuletar („Göttin des Windes“ in der finnischen Mythologie) ist eine Vocal Performance Group, die aus vier Sängerinnen besteht. Seit 2012 singen, komponieren und treten Tuuletar gemeinsam auf. Dabei haben sie ihren unverwechselbaren hypnotisierenden Sound entwickelt. Tuuletar nimmt Einflüsse aus der ganzen Welt auf – vom amerikanischen Hip Hop bis zu südasiatischen Folk. Dennoch blieben sie stark in der finnischen Sprache und dem musikalischen Erbe Finnlands verwurzelt. Mit ihrer frischen, kräftigen und innovativen Musik sind sie Pioniere des Genres Vocal Folk Hop und fesseln das Publikum weltweit mit ihrem von Herzen kommenden, temperamentvollen Ethnosound.
Im Juli 2015 glänzte Tuuletar mit ihrem Durchbruch beim österreichischen Vokal Total Wettbewerb, indem sie unter allen europäischen Pop-Vokalgruppen den wichtigsten Preis absahnten: den Publikumspreis. Ihr Erfolg in Österreich machte sie zum Headliner von Voice Mania 2015 in Wien, dem Budapest A Cappella Festival 2016, sowie dem Budapest Ritmo Festival 2016. Tuuletar gab ein exklusives Radiokonzert auf der World Music Expo 2016.
Ihr Debütalbum „Tules Maas Vedes Taivaal“ (In Feuer, auf der Erde, in Wasser und Himmel) erschien im Juni 2016. Es stieg sowohl in die Top 10 der europäischen als auch der weltweiten Weltmusikcharts. Ihr Sound geht um den Globus! Konzerte weltweit sind in Planung.

Tuuletar – das sind Venla Ilona Blom (Beatboxing und Gesang), Sini Koskelainen (Gesang), Johanna Kyykoski (Gesang), Piia Säilynoja (Gesang) und Paavo Malmberg (Sound)

Mit Unterstützung der Deutsch-Finninschen Gesellschaft.

Fotos:  ©Maria Baranova

Eröffnungsausklang mit dem Lisa Nybrott Duo

Freitag, 5.5., 22:30, Foyer, Theater Vorpommern

Bevor wir am Samstag die Soulsängerin Lisa Nybrott aus Greifswalds norwegischer Partnerstadt Hamar mit ihrer Band im Konzert genießen können, gibt sie zum Eröffnungsausklang schon ein mal Kostproben. Am Klavier: Hans Henrik Grønsleth.

Ausstellungseröffnung: Landschaften – Zeichnung und Malerei von Ken Denning


Freitag, 12.5., 17:00, Kunst Design, ETcetera

Eine Ausstellung von Kunst Design, ETcetera

Einführung mit Ernst-Jürgen Walberg, Journalist

Der 1957 in Sonderborg geborene Ken Denning lebt und arbeitet in Dänemark.
„Um seine Landschaft zu malen, zu schaffen, abzubilden, braucht es das Atelier. Um sie draußen vor Ort gewissermaßen, in der Natur, in der Landschaft als eine so besondere Landschaft sehen zu können, aufnehmen, fühlen, erfassen, inhalieren oder überhaupt wahrnehmen und akzeptieren zu können, steht nur wenig Jahreszeit zur Verfügung. Mit dem Frühjahr geht sie zu Ende, wenn die Knospen aufbrechen, die Farben mit Macht kommen und das Grün vor allem, das der Maler nun gar nicht mag und das deshalb in seiner Kunst kaum vorkommt. Dennings Farbspektrum: Von Tiefschwarz bis Schneeweiß mit allen Grau- oder Blauabstufungen dazwischen, matt oder glänzend, trüb oder leuchtend, hart oder weich, pastos oder verwischt und weggekratzt oder verstrichen oder wie weggewischt.“ (Ernst-Jürgen Walberg)

 

Finnland 1917-1918: Selbständigkeit und Bürgerkrieg – Vortrag von Robert Oldach


Mittwoch, 10.5., 14:15, Lehrstuhl für Nordische Geschichte, Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Nordische Geschichte

Die Republik Finnland feiert in diesem Jahr ein 100-jähriges stolzes Jubiläum. Obwohl die am 6. Dezember 1917 ausgerufene Selbständigkeit bald international anerkannt wurde, hatte Finnland mit mehreren Problemen zu kämpfen. Die ökonomischen und sozialen Auseinandersetzungen mündeten Anfang 1918 in einem blutigen Bürgerkrieg.
In seinem Vortrag geht Herr Oldach die Hintergründe und den Verlauf sowie die Folgewirkungen des Bürgerkrieges nach. Als Diskussionsgrundlage wird eine finnische Dokumentation mit englischen Untertiteln gezeigt.

 

(Bild: Salmonsens Konversationsleksikon)

Die Färöer – Bildervortrag von Laura Zieseler


Donnerstag, 11.5., 16:00, Stadtbibliothek, Eintritt frei

Mitten im Nordatlantik, auf halbem Wege zwischen Schottland und Island, liegen die Färöer, landessprachlich Føroyar, „Schafinseln“. Auf diesen 18 Inseln von rauer Schönheit und unstetem Wetter, mit ihren knapp 49.000 Einwohnern und fast doppelt so vielen wolligen Vierbeinern, ist einiges anders als im fernen Kontinentaleuropa. Dazu zählen nicht nur archaisch anmutende Traditionen wie der Grindwalfang oder der Kettentanz, sondern auch die weltweit höchste Zahl an Buchveröffentlichungen oder die geringste Zahl an Gefängnisinsassen pro Kopf. In ihrem Vortrag wird Laura Zieseler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Skandinavistische Sprachwissenschaft, ihre ganz persönlichen Eindrücke von Land und Leuten aus dem Sommer 2016 schildern.

(Foto: Laura Zieseler)

Demokratie in Zeiten von Populismus und Eliten – Vortrag von Lennart Prytz


Samstag, 6.5., 11:00, Rathaus/Bürgerschaftssaal, Eintritt frei

Demokratie in Zeiten von Populismus und Eliten – Neue Herausforderungen aus Sicht eines schwedischen Kommunalpolitikers – Vortrag und Diskussion mit Lunds Oberbürgermeister Lennart Prytz

Gegenwärtig entwickelt sich auch in Schweden wie in anderen europäischen Staaten eine zunehmende Kluft zwischen Teilen der Bevölkerung und den Regierenden. Die Unzufriedenheit mit der Politik von Regierungen wächst, das Vertrauen in Parteien, Politiker und Politikerinnen schwindet zusehends. Immer weniger fühlen ihre Interessen von den etablierten Parteien vertreten und in Entscheidungsprozesse einbezogen. Vor diesem Hintergrund, Kürzungen im Wohlfahrtsstaat und mit der enormen Zuwanderung von Flüchtlingen hat sich der Einfluss rechtspopulistischer Kräfte, insbesondere der Schwedendemokraten, auf Landes- und kommunaler Ebene drastisch erhöht.
Lennart Prytz, Oberbürgermeister und Vorsitzender der Demokratiekommission der Kommune Lund, spricht über Schwierigkeiten und Chancen im Umgang mit rechtspopulistischen Kräften, über Gefahren für Demokratie und Bürgernähe, über Notwendigkeit, Formen und Methoden demokratischer Mitbestimmung in Greifswalds Partnerstadt Lund. Anschließend Fragen und Diskussion.

Die Veranstaltung wird vom Deutsch-Schwedischen Verein Greifswald e.V. gefördert und findet in deutscher Sprache statt.

(Foto: Lunds kommun)

Fest des Nordens