Kalaha

SA 4.5., 20:00, St. Spiritus, New Beats mit Kalaha und Broen

Wie klingt wohl die Kernschmelze aus Elektro, Jazz und Weltmusik, wenn man die beiden bekanntesten dänischen Elektro-Produzenten mit den spannendsten Musikern der dänischen Jazz Szene zusammenbringt? Seit 2013 lautet die Antwort: Kalaha! Schon im ersten Konzert der skandinavischen Electronic Music-Pioniere Rumpistol (Raumpistole) und Spejderrobot (Pfadfinderroboter) zusammen mit dem Gitarristen Niclas Knudsen und dem Schlagzeuger und Percussionisten Emil De Waal entstand reinste Magie. Die Liveaufnahme davon geriet unter dem Titel „Hahaha“ zum gefeierten Debutalbum.
Der Sound von Kalaha, der seine Inspiration zu gleichen Teilen aus westafrikanischem Funk, Electro-Rave und Jazzimprovisation bezieht, ist der Inbegriff für die bestmögliche musikalische Vereinigung verschiedener Welten. Hoch-energetische, expressive Musik für Herz und Hirn, die gleichermaßen zum Tanzen wie zum intelligenten Genuß anregt.
Ihre bisher vier Veröffentlichungen bestechen sowohl durch ihr markantes Sound-Design als auch die absolut herausragenden instrumentalen Beiträge der Protagonisten. Kein Wunder also, dass sich ihre Releases nicht nur in Vinyl Connaisseur-Kreisen immer größerer Beliebtheit erfreuen und Kalaha bereits ein Danish Music Award 2017 eingebracht haben, sondern es auch in die Playlisten diverser europäischer Radiostationen geschafft haben.
Dass das hochklassige Quartett live noch mal ein ganz anderes Fass aufmacht, ist hierbei natürlich Ehrensache – ihre Shows hinterlassen regelmäßig euphorisierte Konzertbesucher.

Broen


SA 4.5., 20:00, St. Spiritus, New Beats mit Broen und Kalaha

Eine Band liebt Kunst – und die Kunst scheint sie zu lieben! Broen aus Norwegen – oft und gerne als „konzeptionelles Gesamtkunstwerk“ bezeichnet – garantiert atemberaubende Konzerterlebnisse dank ihrer wirren Melange aus New Wave, Pop, HipHop, Jazzvantgard und R’n’B-Psychedelia über einem soliden Flow von  Elektro-Klängen.
2015 brachten sie ihr Debütalbum „Yoga“ auf den Markt, 2017 folgte „I <3 Art“. Gitarrist Lars Ove Stene beschreibt die Einflüsse liebevoll als alles Vorstellbare, von Flying Lotus und Kendrick Lamar bis hin zu Talking Heads und Paul Simon. Broen liebt es entgegen des sonst so düsteren Norwegian Noir, eine optimistische Musik voller Leben, Energie und Bewegung zu spielen. Nicht nur ihr Stil und ihr Sound (Heida Karine Johannesdottir Mobeck an der Tuba!) machen Broen zu einer Erlebnis-Band, auch die freakigen Kostüme und die Signature Moves puschen die Performance. Frontfrau Marianna S. A. Røe leitet mit ihrer 80er Jahre-Stimme das Publikum sicher durch einen knallbunten, aufregenden Abend. (Foto: © Maria Goss)

„Eine schmerzlich vermisste frische Brise in der norwegischen Musikbranche“. (Henrik Engo Lesjo; GAFFA)

Nordoststreifen: Was werden die Leute sagen


DO 2.5., 21:00, Pommersches Landesmuseum, Eintritt: 3,50 €

Nisha ist 15 und lebt in zwei Welten: In ihrer norwegischen Schule und der wenigen Freizeit gibt sie das Partygirl, zu Hause gelten aus Pakistan importierte Erziehungsideale und über ihr bauchfreies Top muss eine unförmige Strickjacke. „Was werden die Leute sagen“ ist der Refrain ihrer Eltern, die für sich und ihre Kinder alle sozialen Kontakte außerhalb der pakistanischen Community überflüssig finden. Als der Vater Nisha mit einem Freund erwischt, entführt er seine Tochter kurzerhand nach Pakistan, wo sie ohne Handy und Internet das traditionelle Leben junger Frauen teilt.
Die Regisseurin Iram Haq hat die Geschichte von Nisha selbst erlebt und erzählt den Kulturkonflikt ohne Vorwürfe und simple Opfer-/ Täter-Zuschreibungen. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis der Nordischen Filmtage Lübeck und vielen weiteren Festivalpreisen!

N/D/S 2017, Regie: Iram Haq, 106 Min., dt. Fassung
Bild: ©Pandora Filmverleih

Filmclub Casablanca: Gegen den Strom


MO 20.5., 21:00, Theater Foyer, Eintritt: 4 €

Halla ist fünfzig und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen „Die Bergfrau“ bekämpft sie heimlich in einem Ein-Frau-Krieg die nationale Aluminiumindustrie. Mit ihren riskanten Aktionen gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Doch dann bringt die Bewilligung eines fast schon in Vergessenheit geratenen Adoptionsantrags Hallas gradlinige Pläne aus dem Takt. Entschlossen plant sie ihre letzte und kühnste Aktion als Retterin des isländischen Hochlands.
Bereits mit seinem großartigen Debüt „Von Menschen und Pferden“ erregte Benedikt Erlingsson international Aufmerksamkeit. Nun ist der isländische Regisseur zurück mit einer ebenso knochentrockenen wie politisch scharfzüngigen Komödie. Die Inszenierung der atemberaubenden Kulisse Islands ist betörend und die Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir eine Wucht. GEGEN DEN STROM begeisterte das Publikum der Semaine de la Critique auf dem Filmfestival Cannes 2018 und als Eröffnungsfilm auf dem Filmfest Hamburg. (©Pandora Film Medien GmbH)

Island / Frankreich 2018, Regie: Benedikt Erlingsson, 101 Min, OmU

Iron Sky. Renate und die Mondnazis – Lesung mit Johanna Sinisalo


DI 7.5., 18:00, Stadtbibliothek

Iron Sky – der offizielle Roman zu den Kultfilmen!
In der Festung Schwarze Sonne bläst man zum Kampf: Die Mondnazis und ihre Kriegsmaschine Götterdämmerung sind bereit, endlich die Erde zu erobern. Skurril und voller Witz präsentiert sich der kultige Roman von Finnlands schrägster Autorin.
Nach 1945 haben sich die Nachfahren der Nazis auf der dunklen Seite des Mondes eingerichtet. Unter ihnen ist Renate, die beschließt, ihre Geschichte aufzuschreiben. Ihre Tochter soll die Wahrheit erfahren, die Wahrheit über ihre Vergangenheit und über die Toten, die sie indirekt zu verantworten hat, aber auch die Wahrheit darüber, wie sie vielen Menschen das Leben rettete. Jahre zuvor landet Renate zusammen mit den Mondnazis auf der Erde. Sie gerät in eine Kampagne des US-Präsidenten und verliebt sich in die Wahlkampfleiterin. Während sich die anderen Nazis auf den totalen Krieg vorbereiten, ändert Renate ihre Haltung und stellt sich ihnen in den Weg. Eine Frau im Kampf gegen die Mondnazis: Renates Geschichte ist eine politische Satire über schamlose Machtgier und verkorkste Ideologien – und, natürlich, über die grenzenlose Dummheit der Menschheit. Der Roman erscheint am 27.04.2019. (Umschlag: © Klett-Cotta)

Teos/ Johanna Sinisalo

Johanna Sinisalo wurde 1958 im finnischen Lappland geboren. Schon vor ihrem literarischen Debut war sie als Autorin von Science-Fiction und Fantasy-Geschichten sowie als Drehbuchautorin und Comic-Texterin bekannt. Mit ihren Büchern hat sie sechsmal den Atorox Prize und dreimal den Kemi National Comic Strip-Wettbewerb gewonnen. (Foto: © Katja Lösönen)