Estnisches Kinderkino


Freitag, 4.5. 16:00, Stadtbibliothek, 1€ Eintritt

Lotte im Dorf der Erfinder
Die liebste Beschäftigung der Bewohner eines wunderschönen Dorfes am Meer ist das Erfinden neuer, nützlicher Dinge wie zum Beispiel Pfützenüberwindungshubschrauber oder knallverrückte Weckhämmer und sie in einem Wettbewerb einer Jury vorzustellen. In diesem Dorf lebt Lotte mit ihrer Familie. Das lebhafte Hundemädchen verbringt ihre Zeit am liebsten mit ihrem Freund, dem ängstlichen Kater Bruno. Beide sind aufgeregt, denn schon am nächsten Tag soll der alljährliche Erfinderwettbewerb stattfinden und Lottes Vater Oskar gilt als Favorit. Dieser Animationsfilm von Janno Pöldma und Heiki Ernits brach in seiner Heimat alle Besucherrekorde.


Freitag, 11.5. 16:00, Stadtbibliothek, 1€ Eintritt

Lotte und das Geheimnis der Mondsteine
Wenn Lotte den Mond betrachtet, fragt sie sich, wer dort oben wohl lebt. Eines Nachts versuchen zwei Kapuzenmännchen, einen magischen Stein zu stibitzen, den Lottes Onkel Klaus einst von einer Bergreise mitbrachte. Lotte vereitelt dies und entdeckt, dass der Stein ungeahnte Kräfte besitzt. Auch die früheren Reisebegleiter des Onkels besitzen noch solche Steine. Lotte überredet Onkel Klaus, mit ihr auf eine abenteuerliche Expedition zu gehen. Ihr Weg führt sie durch ein Labyrinth aus Wasserfällen, zur Insel der Pinguine und ins Traumland. Die Kapuzenmännchen folgen ihnen dabei auf Schritt und Tritt. Wird Lotte das Geheimnis der Mondsteine lösen?

 

Eesti Politsei- ja Piirivalveorkester mit Gaststar Liisi Koikson


Freitag, 4.5., 20:00, Theater Greifswald, Eröffnungskonzert

Sie sind in ihrer Heimat der Großlieferant für Qualitätspopularmusik. Egal ob Pop, Punk, Schlager, Folk, Jazz, Chor oder Klassik – sie haben mit nahezu allen estnischen Stars aus nahezu allen Genres zusammengearbeitet. Im Estnischen Polizei- und Grenzschutz-Orchester bilden 34 professionelle Musiker einen vielfältig einsetzbaren, absolut dynamischen Klangkörper. Ein Teil der Instrumentalisten tritt außerdem als hervorragende Jazz Big Band auf.
Im ersten Teil des Eröffnungskonzertes 2018 wird Bläsermusik von zeitgenössischen estnischen Komponisten erklingen, die direkt für dieses Orchester geschrieben wurde. Werke von u.a. Ülo Krigul, Margo Kõlar und Rasmus Puur zeigen eine stilistische Breite, die Elemente aus Jazz, Rock, Blues aber auch sakraler und elektronischer Musik miteinbezieht. In der zweite Hälfte kommt die beliebte junge estnische Sängerin Liisi Koikson dazu. Gemeinsam spielen sie Lieder, inspiriert von der estnischen Volksmusik, und neue Songs, die für Liisi und das Orchester von estnischen Komponisten komponiert wurden.

Liisi Koikson nahm bereits als Kind an vielen Wettbewerben teil, weshalb sie als „das Mädchen, dessen Stimme Erwachsene zum Weinen bringen kann“ bekannt wurde. Im Laufe von 25 Jahren hat sie Musicalrollen am Estnischen Theater übernommen, Gesang in Tallinn und an der Londoner Tech Music School studiert, viele Alben aufgenommen und Preise als beste Newcomerin, als beste Sängerin und für das beste Jazzalbum bekommen. Sie hat durch Zusammenarbeit mit Folk-Musikern ihr Spektrum erweitert und sich an den verschiedenen Herausforderung des Jazz erprobt (auch in Deutschland mit der Combo des Weimarer Bassisten Manfred Bründl). Schon lange stand sie auf der Wunschliste des Nordischen Klangs – und jetzt kommt sie mit groß(artig)em Orchester! (Foto PPO: Reelika Rimand)

Simon Quinn: Terje Vigen – Q3 Collective


Mittwoch, 9.5., 21:00, Kulturzentrum St. Spiritus

Zum 100. Jubiläum der Uraufführung des Stummfilms Terje Vigen beauftragte der Filmverein Lichtspiele Olten den Schweizer Musiker Simon Quinn, eine neue 55-minütige Filmmusik für das eingeschworene Q3 Collective (die Brüder Nolan – Flügelhorn, Brian – Schlagzeug, und Simon Quinn – Bass, sowie Tomek Soltys – Klavier) zu komponieren. Das Meisterwerk des Regisseurs und Hauptrollendarstellers Victor Sjöström von 1917 begründete die große Ära des schwedischen Stummfilms mit seinen monumentalen Natur- und Landschaftsaufnahmen, die die Emotionen der Menschen widerspiegeln. Die Geschichte um Schuld und Vergebung, die fast ausschließlich an bzw. auf der See spielt, basiert auf der gleichnamigen Ballade (1862) von Henrik Ibsen. Er hatte mit dem Helden Terje Vigen eine Identifikationsfigur für die junge norwegische Nation geschaffen.

Simon Quinns neue Tonspur lehnt sich einerseits zum Teil an Hugo Alfvéns schwedische Rhapsodik an und andererseits zum Teil an zeitgenössische Filmmusik und aktuelle elektroakustischen Strömungen im Jazz. Ein akkurates, ausgewogenes und immer wieder überraschendes musikalisches Flechtwerk, das die emotionale Wirkung der epischen Bilder Sjöströms verstärkt. Die Musiker im Q3 Collective, die u.a. schon mit  bekannten Jazzern wie Kurt Rosenwinkel, Bill Carrothers, Olivier Ker Ourio, Tino Tracanna und Taavo Remmel zusammengearbeitet haben, begeisterten schon beim letzten Nordischen Klang mit ihrer Stummfilminterpretation von Nanook of the North.

Igimarasussuk, der seine Frauen fraß


Freitag, 4.5., 13:00, Kulturzentrum St. Spiritus, Ausstellungseröffnung (bis 12.5.) und Vortrag von Zdeněk Lyčka

Sagen und Mythen aus Grönland mit den Augen des inuitischen Künstlers Aron Kangermio (Aron aus Kangeq)

Sagen und Mythen waren schon immer ein fester Bestandteil des Lebens der Inuit im barschen arktischen Raum. Die nordischen Jäger haben diese Geschichten während der langen Polarnacht einander erzählt, wenn sie unterwegs ein Unwetter traf und sie für längere Zeit auf einer Stelle bleiben mussten. Für die willkürliche Rauheit und Grausamkeit einiger Texte kann man oft nur schwierig eine moralische Begründung oder entsprechende Strafe finden.
Der grönländische Maler und Schriftsteller Aron Kangermio / Aron aus Kangeq (1822–1869) war der erste Künstler, der die rohen inuitischen Sagen aus dem Sichtwinkel der Ureinwohner gezeichnet hat. Seine Illustrationen sind der wesentliche Teil einer Auswahl unter dem Titel „Igimarasussuk, der seine Frauen fraß“, die von Zdeněk Lyčka aus dem Dänischen ins Tschechische übersetzt wurde. Das Buch erschien im Verlag Argo 2016 und bildet das Fundament  der gleichnamige Ausstellung. Die Illustrationen von Aron wurden zum ersten Mal im Mai 2016 im Tschechischen Zentrum Prag im Rahmen der „Welt der Literatur“ – der größten tschechische Buchmesse – präsentiert. Nachfolgend wurde sie in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, und in anderen grönländischen Städten (Qaqortoq, Maniitsoq, Kangaamiut, Uummannaq, Aasiaat und Ilulissat) ausgestellt. Jetzt kann man sie in Greifswald – zum ersten Mal in Deutschland – sehen.

Scania Consort


Samstag, 5.5., 16:00, Schloss Griebenow

Scania Consort ist das eigene Ensemble für Alte Musik der südschwedischen Region Skåne und besteht aus einigen der besten Barockmusikern Skandinaviens. Die Musiker fühlen sich genauso in einem internationalen Konzertsaal oder Opernhaus wie auch auf einer kleinen, intimen Kammerkonzertbühne daheim. Dank des makellosen Zusammenspiels und außergewöhnlicher Bühnenpräsenz sind die Aufritte von Scania Consort immer unvergessliche Musikerlebnisse für das Publikum.
Der Violinist Fredrik From, der ebenso als Konzertmeister der Orchester Concerto Copenhagen und Göteborg Baroque wirkt, tritt regelmäßig mit Ensembles, wie den Les Ambassadeurs oder dem Drottningholms Teaterorkester, auf. Er ist schon in den USA, Japan, Australien und großen Teilen Europas auf Tournee gegangen. Er kommt ursprünglich aus Hässleholm, aber bezeichnet sich gegenwärtig als Malmöer.
Die Violistin Hannah Tibell zog nach zehn Jahren in London zurück nach Malmö, wo sie eine herausragende Rolle im Musikleben der Öresundregion spielt. Sie ist Mitglied der Ensembles Höör Barock sowie von Concerto Copenhagen und sie spielt eine echte Amati-Geige.
Die Cellistin Judith-Maria Blomsterberg, ursprünglich aus Hamburg, ließ sich nach ihrem Studium in Lübeck und Den Haag im südschwedischen Eslöv nieder. Sie kann man ebenfalls in Barockorchestern wie dem Aurora Ensemble und der Holland Baroque Society erleben.
Der Lautenspieler und Barockgitarrist Fredrik Bock, der ursprünglich aus der Region Halland kommt, ist darüberhinaus Mitglied unter anderem im Concerto Copenhagen und bei den norwegischen Barokksolistene. Fredrik hat sich auf die Barockgitarre spezialisiert und 2014 sein Soloalbum „Music for a Queen“ mit Musik von Michelangelo Bartolotti herausgeben.
Mit Werken von Johan Helmich Roman, der als erster wesentlich hervortretender schwedischer Komponist auch „der Vater der schwedischen Musik“ genannt wird, erklingt schwedische Barockmusik im authentischen Ambiente des Festsaals eines schwedischen Barockschlosses, denn das 1709 in der Schwedenzeit Vorpommerns errichtete Schloss Griebenow weist deutliche Bezüge zu den Bauten des zentralen schwedischen Barockarchitekten Nicodemus Tessin d. J. und seines Kreises auf. Desweiteren wird mit Werken von Georg Friedrich Händel die Begegnung Romans mit diesem Komponisten, der ein deutlicher Inspirator für ihn wurde, während seines Studienaufenthaltes in England akzentuiert. (Foto: Gustaf Johansson)