Helsinki: Rundtour in Finnlands Hauptstadt

Private Aufnahme, 2018

Tervetuloa Helsinkiin! Der Dom – Tuomiokirkko – ist DAS Wahrzeichen Helsinkis. Entworfen wurde er 1819 von Carl Ludwig Engel und der Bau 1852 fertiggestellt. Am Senatsplatz liegend, ist es unmittelbar im Zentrum.

Private Aufnahme, 2019

FAZER – der süßeste Laden der Stadt. Allein in Helsinki gibt es sechs, in der Region Uusimaa 11 und jeweils einen in Turku und Tampere. Neben ihrem Schokoladen- und Kuchenangebot, kann man auch Lunch essen oder typisch finnisch seinen Kaffee und Kuchen genießen. Finnland ist das zweit-führende Land der Welt in Pro-Kopf-Kaffeekonsum. 12 Kilo im Jahr!

Private Aufnahme, 2019

Außer den charakteristischen Korvapuusti (links) – Ohrfeige, weil sie nach dem Backen wie aufgeschwollene Ohren aussehen – gibt es auch andere Variationen der Zimtschnecke zu probieren. Beispielsweise Aprikose (rechts) und andere Früchte.

Private Aufnahme, 2018

Nicht weit vom Dom findet man auf der Halbinsel Katajanokka Uspenski-Kathedrale – übersetzt Mariä-Entschlafens-Kirche. In 1868 fertiggestellt, ist die orthodoxe Kathedrale eins der vielen Zeugnisse der finnisch-russischen Zeit. Architekt ist Aleksei Gornostajew.

Private Aufnahme, 2019

Auf dem Weg zum Hafen sieht man Allas Sea Pool. Es besteht aus drei Freiluft-Schwimmbecken, zwei mit 27 Grad warmen Süßwasser, davon eins für Kinder, und eins in die kühle Ostsee, das besonders im Winter gerne für Eisbaden genutzt wird. Freitags ab 21 Uhr kann man hier sogar nackt schwimmen gehen. Des Weiteren kann man hier, wie an einigen Orten in Helsinki, saunieren. Und wer weiß, vielleicht trifft man auf finnische Prominente, denn auch Interviews von MTV-Uutiset werden hier im Sommer unter anderem aufgenommen.

Private Aufnahme, 2019

Oder aber man genießt am Terrace Cafe die Aussicht, zum Beispiel auf das klassizistische Präsidentenpalais. Auch hier hat C. L. Engel im Auftrag des Zaren gearbeitet. Es sollte als Heimstätte Alexanders des II. dienen, wenn er zu Besuch ins Großfürstentum Finnland kommt, doch es dauerte 18 Jahre nach Fertigstellung des Palastes (1845) bis es soweit kam. Erst nach der Unabhängigkeit Finnlands 1917 wurde das Palais 1921 zum Amtssitz des finnischen Präsidenten umfunktioniert. Heutzutage ist dies Sauli Niinistö.

Private Aufnahme, 2019

Wenige Meter weiter befindet sich das Rathaus Helsinkis. Es liegt am Marktplatz – Kauppatori –, wo Stände mit Souvenirs, frischem Fisch, Obst, nordischer Handwerkskunst und mit Getränken, wie Kaffee To-Go, einladen. Am Imbiss Kioski kann, wer probieren möchte, beispielsweise Burger mit Rentierfleisch holen. Aber Vorsicht vor den gierigen Möwen! Sie klauen gerne Essen.

Private Aufnahme, 2019

Suomenlinnadie Festung der Finnen, seit 1991 UNESCO Kulturerbe – beschützt seit über 250 Jahren die Hauptstadt. Die gut erhaltene historische Militäranlage ist auf 5 Inseln errichtet: Kustaanmiekka, Susisaari, Iso-Mustasaari, Pikku-Mustasaari und Länsi-Mustasaari. Mit der Fähre am Helsinkier Hafen kommt man gut zur 900-Einwohner Festungsinsel.

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Es gibt historische Bunkeranlagen, ein Besucherzentrum mit Museum, kleine Kioske, Restaurants, und Cafes. Sehr beliebt ist CAFE SILO.

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Bei schönem Wetter hat man eine atemberaubende Sicht auf die Stadt.

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Zurück am Hafen fällt Havis Amanda gleich ins Auge. Dem Bildhauer Ville Vallgren stand in Paris eine junge Französin Modell. Anfangs wurde der Brunnen nicht von allen akzeptiert, insbesondere von Frauen, denn die umgebenden Seehunde wurden als trieborientierte Männer interpretiert. Der Künstler selbst sagte aber, dass es eine Meerjungfrau darstellt, die sich entschieden hat, an Land zu bleiben. Deshalb ihr wehmütiger Blick aufs Meer.

Private Aufnahme, 2018

Heute ist der Havis Amandas Brunnen das beliebteste Kunstwerk der Hauptstadt. Zu VAPPU – Fest des Frühlings um den Sommer willkommen zu heißen (Walpurgisnacht in Deutschland) – wird die Figur am 30. April um 18:00 Uhr gewaschen und bekommt die weiße Mütze aufgesetzt, die jede Abiturientin und jeder Abiturient beim Abschluss erhält. Da wird der internationale Tag der Arbeit tagsdarauf schnell nebensächlich, denn im Fokus steht das Studierendenfest. Ganz Finnland ist im Partyfieber und als Tourist fällt man schnell auf, wenn man weder die Mütze noch den Overall – finnisch Haalarit – mit selbst aufgenähten Patches hat. Hoch lebe der Sommer!

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Vanha KauppahalliAlte Markthalle –, die seit 2014 in frischem Glanz erstrahlt, bietet für jeden Geschmack etwas an. Ob Lachs, Rentierwurst, Bärenfleisch in Konservendose, Tee, und vieles mehr…

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…so wie einen verlockenden Schokoladenstand – man beachte die Himbeer-Salmiak-Trüffel. Auch internationale Küche kann man probieren, wie orientalisch, amerikanisch oder spanisch.

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Kaivopuisto – umgangssprachlich Kaivari – ist der beliebteste Park der Hauptstädter. Der Helsinkipäivä, Gründungstag Helsinkis am 12. Juni, wird hier mit Open-Air-Veranstaltungen zelebriert. Ebenfalls feiern hier die Studierenden Vappu mit Picknick, Alkohol und Live-Konzerten. 

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Eis essen – Sitruuni-Lakritsi-jäätelö – mit Aussicht aufs Meer und die Insel Uunisaari. Von Anfang April bis Ende November kann man per Boot auf das Eiland. Wenn keins da steht, ein Mal die Glocke bedienen. In den Wintermonaten geht es zu Fuß auf die 3 Hektar große Insel mit Restaurant, Saunas und Strand.

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Vielleicht doch eher Burger? Hesburger, kurz Hese, ist eine in Turku etablierte Fast Food-Kette. Heutzutage nicht nur in Finnland, sondern auch in Estland, Lettland und Litauen bekannt. In Deutschland findet man die auch.

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Ist man in der Innenstadt unterwegs, findet man das größte Kaufhaus der Nordischen Länder: Stockmann. Mittlerweile gibt es auch Filialen im Baltikum und Russland. Ein Finne war aber nicht der Gründer, sondern der Deutsche Kaufmann Franz Georg Stockmann. Hier kann man alles finden. Von Imbismöglichkeiten zu Markenkleidung wie MAKIA und Marimekko bis zur Wellness-Oase.

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Tempeliaukion kirkko ist eine Kirche ohne Kirchenturm, bei der das Glockenspiel aus der Konserve über Lautsprecher abgespielt wird. 1968 wurde mit viel Dynamit ein großes Loch in einem Felshügel gesprengt und innerhalb 18 Monate entstand nördlich der Innenstadt die Felsenkirche. Beim ersten Blick sieht es erst gar nicht nach einem Gotteshaus aus, aber kommt man in den Innenraum, wird man schnell vom Gegenteil überzeugt. Dank der kupfernen kreisrunden Dachkonstruktion fällt natürliches Licht ein und bietet eine hervorragende Akustik an. Hinter der architektonischen Idee stehen die Gebrüder Suomalinen.

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CAFE REGATTA: Have a happy day! Im Angebot sind frische Zimtschnecken, Blaubeerkuchen, warme/kalte Getränke und Würstchen – Makkara – zum Grillen. Auch hier hat man einen beruhigenden Blick aufs offene Meer. Im Sommer kann man Kanus, Kajaks, Stand-Up-Paddling-Boards und Ruderboote ausleihen.

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Nicht sehr weit liegt der Sibelius-Park, Stadtteil Töölö. Die Intention des Denkmals war, die Essenz der Musik des finnischen Komponisten Jean Sibelius’ einzufangen.

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Die Insel Seurasaari ist dank der in den 1890er Jahren erbauten Holzbrücke zu Fuß erreichbar, ohne Eintritt zahlen zu müssen.

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Im Freilichtmuseum von Seurasaari wird die traditionelle finnische Lebensweise in den aus ganz Finnland umgesiedelten Katen, Bauernhöfen und Herrenhäusern aus den vergangenen vier Jahrhunderten gezeigt. Zu besuchen sind Restaurant Seurasaaren Kruunu, das Cafe Mieritz, Kioske und ein Strand (nackt, außer Mi & So). Selbst Grillen ist beim Kiosk am Festivalgelände möglich. In Seurasaari finden auch Veranstaltungen statt, z. B. die jährlichen Mittsommerfeuer, der Weihnachtsweg und die Osterfeuer.

Private Aufnahme, 2019

Viele Eichhörnchen findet man auch auf der Insel, neben Häschen, Enten, Füchsen und anderen tierischen Einheimischen. Sie haben keine Scheu, denn sie sind an die Menschen gewöhnt.

Private Aufnahme, 2019

Für alle Eishockeyfans ist Finnland der richtige Ort dafür. Helsingin Jäähalli ist nicht nur die Heimarena der Eishockeymannschaft HIFK, sondern dient auch als Multifunktionshalle für andere Sportveranstaltungen und Konzerte. Augrund des Panthers im HIFK-Logo, wird die Eishalle gerne petoluala – Höhle der Bestie – genannt.

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In die moderne Stadtbücherei Oodi ist jeder eingeladen. Egal, ob man sich Bücher ausleiht, in Ruhe arbeiten möchte oder ein kleines Picknick macht. Das Gegenteil zu jeder herkömmlichen öffentlichen Bibliothek. Somit sind die zwei Cafés mit leckerem finnischen Gebäck nicht überraschend.

Private Aufnahme, 2019

Die Auswahl an Büchern ist groß, sowohl finnische als auch internationale.

Private Aufnahme, 2019

Eduskunta, das neoklassizistische Parlamentsgebäude, in dem alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden, wurde im Jahr 1931 eröffnet. Dem Einkammerparlament gehören 200 Abgeordnete an, die im 4-Jahresrhythmus der Bevölkerung zur Wahl stehen. Da Finnland zwei Amtssprachen hat, Finnisch und Schwedisch, wählt jeder Parlamentarier die ihm vertrautere Sprache. Die derzeitite Ministerpräsidentin Sanna Marin ist die jüngste in der Geschichte Finnlands und zwischenzeitlich die jüngste Regierungschefin weltweit!

Private Aufnahme, 2019

AMOS REX ist das neueste Kunstmuseum der Stadt und befindet sich unterirdisch. Das in 2018 eröffnete Museum hat seinen Namen dem schwedischsprachigen Finnen Amos Anderson zu verdanken.

Gleich in der Nähe ist Bio Rex. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1936 war das eines der größten und modernsten Kinos der Stadt. Im Laufe der Jahre wurde es zu einem wichtigen Flaggschiff-Filmtheater für finnische und ausländische Premieren. Bis zu seinem jüngsten Umbau war das Bio Rex ein Mietkino und ein Forum für Filmfestivals. Jetzt kehren regelmäßige Kinovorführungen zurück. 

Private Aufnahme, 2019

Kaisaniemen Puisto liegt im Zentrum Helsinkis, Stadtteil Kluuvi, und wurde nach Catharina „Cajsa“ Wahlhund, eine in Schweden geborene finnische Gastronomin, benannt. Ein Teil des Parks wurde 1829 der Uni Helsinki überlassen.

Private Aufnahme, 2019

Helsingin päärautatieasema wurde von Eliel Saarinen (Jugendstil) entworfen und ist seit 1919 in Betrieb. Besonders auffällig sind die steinernen Statuen links und rechts am Haupteingang, die große Lampen in den Händen halten und den Reisenden den Weg weisen sollen. Zu Coronazeiten tragen sie sogar Masken.

Ich hoffe ich habe keinem Fernweh zugefügt und wenn doch, mir geht es auch so. Falls jemand noch nicht in Helsinki oder Finnland war: Es ist die Reise wert! Hei hei ja nähdään!

Text & Bilder: Heidi Fountas