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Marit & Thomas Westling

Die Geigerin Marit Westling kommt aus Hamar. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Musikpädagogik vom Barratt Due Musikinstitut und einen Master-Abschluss in Performance von der Norwegischen Musikakademie. Marit nimmt aktiv an Volksmusikwettbewerben teil, sowohl als Solistin als auch in den Kategorien Kleinere Gruppe und Spielleuteorchester.

Seit 1984 nimmt sie in der Klasse A teil, der Eliteklasse, in der die besten Volksmusikschaffenden gegeneinander antreten. Sie wurde auch mit der begehrten bronzenen Anders Zorn-Spielmannsplakette aus Schweden ausgezeichnet.

Seit 1988 leitet Marit das Spielleuteorchester Østerdølenes Spellmannslag in Oslo, das als einer der besten in Norwegen gilt. Unter der Leitung von Marit haben sie dreimal den Landeswettbewerb Landskappleiken und einmal den Regionswettbewerb Distriktskappleiken gewonnen, und beim Landsfestivalen i Gammaldansmusikk (Nationales Volkstanzmusikfestival) sind sie immer in der Spitzengruppe. 1992 veröffentlichte Østerdølenes Spellmannslag eine CD-Aufnahme, die für den norwegischen Spellemannsprisen nominiert wurde. Als Tanzmusikerin arbeitet sie eng mit der Tanzgemeinschaft in Hedmark zusammen. Diese Zusammenarbeit führte zu Tourneen nach Schweden, Dänemark, Belgien, Spanien, in die Tschechische Republik, nach Japan, Kanada und in die USA.

Thomas Westling stammt aus Bollnäs in Schweden. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf; sein Vater ist einer der besten Volksmusiker Schwedens. Thomas spielt seit 1980 in der Tanzmusikgruppe seines Vaters, Westling Spelmän, beim weltberühmten Hambo-Wettbewerb, dem Hälsingland Hambotevling. 1998 veröffentlichte Thomas eine Solo-CD mit dem Titel Polskor från norr till söder (Polskor von Nord bis Süd), die von Tänzern und Musikern hoch gelobt wurde.

Im Jahr 1999 wurde Thomas mit der begehrten Anders Zorn-Spielmannsplakette in Silber ausgezeichnet, genau 30 Jahre nachdem sein Vater den gleichen Preis erhalten hatte. Damit darf Thomas den Titel Riksspelman, Meisterspieler der schwedischen Volksmusik, tragen – die höchste Auszeichnung, die ein schwedischer Geigenspieler erlangen kann.

Thomas ist vielleicht am bekanntesten für seine Fähigkeit, die zweite Stimme zu improvisieren. In Schweden gehört er zu den Besten in dieser Disziplin, in Norwegen gibt es keinen anderen Fiedler, der so schnell und elegant improvisieren kann wie er. Das liegt zum Teil daran, dass es in der norwegischen Volksmusik nicht die gleiche Improvisationstradition gibt wie in Schweden. Thomas hat die einzigartige Fähigkeit, Musik zu kreieren und Freude daran zu verbreiten, egal mit wem er spielt oder für wen er spielt.

Seit 1997 sind Marit und Thomas bei Volksmusikenthusiasten bekannt. Sie trafen sich zum ersten Mal in San Fransisco und Mendocino im Sommer 1997. Beide fühlten sich von Anfang an musikalisch stark verbunden, und schon bald spürten sie weitere gute Schwingungen. Mit Marits ausgeprägten Melodien und Thomas' ungewöhnlicher Fähigkeit zu improvisieren ergänzen sie sich wunderbar.

Beide hatten das Bedürfnis, die Musiktraditionen des/der anderen zu lernen, was ihnen geholfen hat, sich als Musikschaffende weiterzuentwickeln und sie für das Tanzpublikum noch attraktiver zu machen.

Im Jahr 2000 unternahmen sie eine Tournee durch die USA und Kanada in Los Angeles, Boulder, Seattle und Vancouver, wo sie Konzerte gaben und Seminare für amerikanische und kanadische Volksmusiker abhielten. Im Zusammenhang mit der Tournee brachten sie eine CD mit traditioneller Musik aus Norwegen und Schweden heraus.

Im Sommer 2004 kehrten sie in die USA zurück, wo alles begann; in San Fransisco und im Scandia Camp Mendocino, wo sie diesmal Schweden vertraten. Im selben Sommer, nur einen Monat später, fuhren sie wieder in die USA und nahmen als Norweger am Camp Brotherhood mit Hedmark Danselag teil.

Im Jahr 2005 veröffentlichte Østerdølenes Spellmannslag die CD Hjemve (Heimweh). Sie enthält eine Sammlung der ältesten traditionellen Volksmusikstücke aus Østerdalen. Wir haben uns auf die traditionelle Musik von Elverum im Süden bis Tolga im Norden konzentriert und dabei die verschiedenen Pols-Traditionen als Hauptthema aufgenommen.