Jessica Kiil
Die aus der Demokratischen Republik Kongo stammende Sängerin und Autorin Jessica Kiil lebt seit 1993 in Norwegen. Inspiriert von der Musik der führenden afrikanischen Sängerinnen ihrer Kindheit Abeti Masikini, M'bilia Bel und Miriam Makeba begann Jessica als Sängerin in einem Kirchenchor. Etwas später begann sie, in lokalen Bands mit der Jugend der Stadt Bukavu in der Popmusik zu konkurrieren, was sie zum offiziellen Beginn ihrer Musikkarriere führte.
Jessica Kiil hat eine Handvoll Alben und viele Singles herausgegeben, auf denen sie in verschiedenen Sprachen singt. Dabei hat sie eine große Bandbreite von afrikanischen Popmusikstilen, aber auch amerikanischen Soul und karibischen Zouk und Reggea im Repertoire. Sie trat bei großen Veranstaltungen und Festivals in ganz Norwegen auf. Mehrfach konnte man sie auf dem Mela Festival auf dem Rathausplatz von Oslo erleben. Nach Greifswald kommt Jessica zusammen mit DJ Sprængt Torsk (d.i. Dorsch in Salzlake) und dem Congaspieler Amadou Diarra – beide singen auch.
Neben ihrem künstlerischen Schaffen ist Jessica Kiil auch eine wichtige Stimme in der Migrationsdebatte und gilt als ein Vorbild für eingewanderte Frauen. Sie leitet die kongolesische Stiftung Perle Noire, die Kinder in schwierigen Situationen betreut. Mit dieser Stiftung bezahlt sie das Schulgeld für Kinder, deren Eltern ein geringes Einkommen haben. In Norwegen hat sie außerdem drei Kinderbücher geschrieben und arbeitet jetzt an ihrer Autobiografie.
Musikalische Kostprobe | Künstlerinnenfoto: Tonje Sivertsen